
Erster Platz bei EU-Contest „Young Scientists“
… für Jugend Innovativ Projekt der HTL Wels.
Nachdem die HTL Wels heuer bereits beim nationalen Jugend Innovativ Bewerb überzeugte, prämierte nun auch die hochkarätige internationale Jury beim 24. EU-Contest for Young Scientists in Bratislava das Projekt „Cam Card“. Bildungsministerin Schmied und Wirtschaftsminister Mitterlehner gratulieren den jungen Erfindern zur Auszeichnung.
Zwei aktuelle Jugend Innovativ Siegerteams aus Oberösterreich und Salzburg haben Österreich erfolgreich beim 24. European Union Contest for Young Scientists in Bratislava vertreten. Dabei gewann das aus den drei Oberösterreichern Philip Huprich, Manuel Scheipner und Daniel Zindl bestehende Team „Cam Guard“ den 1. Platz. Das Trio aus der HTL Wels entwickelte im Auftrag eines großen österreichischen Stahlerzeugers einen Aufbau für Überwachungskameras in Produktionsstätten, der verhindert, dass sich Wasserdampf, Staubpartikel und Ölfilm am Kameraglas ablagern oder durch hohe Temperaturen festkleben können.
International auf Augenhöhe
Wirtschafts- und Jugendminister Reinhold Mitterlehner gratuliert den jungen Erfindern zu ihrer Auszeichnung : “Der Erfolg zeigt einmal mehr, dass Österreich über innovative Technik-Talente verfügt, die auch im internationalen Vergleich punkten können. Mit unserem Wettbewerb bieten wir vielen Nachwuchs-Forschern ein ideales Sprungbrett und fördern die Umsetzung neuer Ideen”, betont Mitterlehner, dessen Ressort die Jugend Innovativ-Veranstaltung in Österreich unterstützt. Das Team “Cam Guard” hatte dort heuer die Kategorie Engineering gewonnen und erhielt mit dem aktuellen Erfolg auf europäischer Ebene einen zusätzlichen Scheck in Höhe von 7.000 Euro sowie einen Reisepreis zum “Stockholm International Youth Science Seminar”.
Auszeichnung für Berufsbildendes Schulwesen
„Ich gratuliere den jungen Forschern herzlich. Die Kreativität und hohe Kompetenz, mit der diese begabten HTL-Schüler an dieses Projekt angewandter Forschung und Entwicklung herangegangen sind, ist beeindruckend“, freut sich auch Bildungsministerin Claudia Schmied. „Österreich kann stolz auf seine Jugendlichen in den berufsbildenden mittleren und höheren Schulen sein, die nicht nur bei immer mehr internationalen Wettbewerben sensationell abschneiden. Mittlerweile hat auch die internationale Bildungsforschung das anerkannt : Das berufsbildende Schulwesen erreichte auch heuer wieder im internationalen Vergleich den ersten Platz sowohl in der EU als auch in der OECD“, erläutert Schmied weiter. „Diese Top-Position gilt es nun etwa durch die Oberstufe Neu und die Reform der Reife- und Diplomprüfung auszubauen.“
Innovatives Analyseverfahren
Das in Bratislava ebenfalls angetretene Salzburger Duo Lucas Sulzberger und Robert Gautsch, Sieger in der Jugend Innovativ-Kategorie Science, präsentierte beim EU-Contest das Projekt „ICA-Method“, ein völlig neuartiges Analyseverfahren zum rascheren Nachweis des schädlichen Erregers Clostridium sporogenes auf Lebensmitteln. Damit gewannen sie den Reisepreis zum “ILL — Institute Laue-Langevin” nach Grenoble, France.
Größter europäischer Nachwuchsbewerb
Insgesamt beteiligten sich 123 talentierte Jungwissenschaftler/innen aus 37 Ländern am größten europäischen Nachwuchswettbewerb, der im Auftrag der Europäischen Kommission jährlich veranstaltet wird. Die Jugendlichen präsentierten in zehn Wettbewerbsdisziplinen 83 Projekte, die von einer internationalen Expertenjury bewertet wurden.
Austria Wirtschaftsservice als Transformator
“Die Finalistinnen und Finalisten von Jugend Innovativ erhalten die Chance, ihre im Rahmen von Jugend Innovativ erworbenen Erkenntnisse und Projektresultate auch außerhalb unseres Landes zu präsentieren. Diese internationale Wettbewerbsteilnahme ist für viele ein erster wichtiger Karriereschritt und ermöglicht es Österreichs Nachwuchsforscher/innen sich Qualifikationen für den späteren Berufseinstieg anzueignen“, betont Bernhard Sagmeister, Geschäftsführer der austria wirtschaftsservice (aws).
„Die internationalen Auszeichnungen können gar nicht hoch genug eingeschätzt werden “, so Sagmeister weiter. Die AWS setzt das Projekt Jugend Innovativ mit Projektleiterin Jana Zach seit vielen Jahren erfolgreich um. Die Bilanz international erfolgreicher Jugend Innovativ Projekte : Seit 1989 standen österreichische Schüler/innen beim EU-Contest bereits 15 Mal am Siegerpodest und heimsten 16 Special Awards ein. Weitere Infos zu allen teilnehmenden Projekten sind auf http://www.eucys2012.eu/ abrufbar.
Jugend Innovativ
Jugend Innovativ ist der größte österreichische Schulwettbewerb für innovative Ideen. Er wird im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft, Familie und Jugend sowie dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur von der Austria Wirtschaftsservice GmbH abgewickelt. Jugend Innovativ wird unterstützt von der Raiffeisen Klimaschutz Initiative, dem Raiffeisen-Club, T‑Systems Austria sowie mit Beginn der 26. Runde von Saturn. Bisher haben 6.000 Projekt-Teams am Wettbewerb teilgenommen, die insgesamt Zuschüsse in der Höhe von rund 1,4 Millionen Euro für ihre Projekte erhielten.