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„Es geht pri­mär um neue Wertschöpfung“

Trans­for­ma­tion mit­tels digi­ta­ler Inno­va­tion ist zu einem Quer­schnitts­thema für Betriebe jeder Größe und Bran­che gewor­den. Wel­che Ent­wick­lun­gen aktu­ell in der Busi­ness-IT rele­vant sind, erläu­tert Jochen Boren­ich, Mit­glied des Vor­stands von K‑Businesscom.

Eco­nomy : Wie schaut es bei Wirt­schaft und öffent­li­cher Hand mit der Umset­zung von digi­ta­ler Inno­va­tion aus ?
Jochen Boren­ich : Durch die Krise wurde vie­len Unter­neh­men und Insti­tu­tio­nen bewusst, wo es Auf­hol­be­darf gibt. Gerade bei KMUs war und ist es ein star­ker Trei­ber, um Digi­ta­li­sie­rungs­pro­jekte umzu­set­zen. Wir fun­gie­ren hier einer­seits als Bera­ter, ande­rer­seits beglei­ten wir unsere Kun­den auch bei der Umset­zung bis zum letz­ten Schritt. Inno­va­tion ist für alle Unter­neh­men wich­tig, egal wel­che Größe oder Branche. 

Wel­che Refe­renz-Pro­jekte gibt es ?
Eine Viel­zahl und ganz unter­schied­li­che The­men betref­fend. Etwa das Kran­ken­haus Spittal/​Drau und Wie­ner­ber­ger im Kon­text mit Secu­rity und unse­rem Cyber Defense Cen­ter, die Vor­arl­ber­ger Ener­gie­netze mit einem Smart Meter Pro­jekt, Pöt­tin­ger Land­ma­schi­nen und der ÖAMTC zum Thema IT-Opti­mie­rung, Röch­ling und Zoer­kler im Bereich IoT und intel­li­gente Daten­nut­zung, Cloud-Pro­jekte mit Inters­eroh und Scheu­cher oder auch inter­ak­tive Kom­mu­ni­ka­ti­ons­lö­sun­gen für den KSV1870.

Sicher­heit bleibt ein zen­tra­les Thema …
… Unter­neh­mens­netz­werke wer­den eine immer grö­ßere Angriffs­flä­che. Beson­dere Vor­sicht ist im Home Office mit mobi­len Gerä­ten gebo­ten, Stich­wort E‑Mail Phis­hing-Atta­cken. Neben den tech­ni­schen Maß­nah­men braucht es noch mehr Schu­lung von MitarbeiterInnen. 

Kön­nen Sie Zah­len nennen ?
2021 gab es eine Ver­dopp­lung der Cyber Angriffe und 2022 gehen wir auch davon aus. In unse­rem Cyber Defense Cen­ter wur­den bei einem Kun­den bspw. 7 Mrd. sicher­heits­re­le­vante Events im Monat mit­ge­loggt. Unsere Ana­lys­ten haben in Summe schon mehr als 1000 unter­neh­mens­be­dro­hende Sicher­heits­vor­fälle bei unse­ren Kun­den gemel­det und verhindert. 

Daten im Kon­text mit KI oder IoT sind ein zen­tra­ler Schwer­punkt bei vie­len IT-Pro­jek­ten. Was sind hier neue Trends ?
Dienst­leis­ter, und hier vor allem Ban­ken und Ver­si­che­run­gen, set­zen zuneh­mend auf AI-Anwen­dun­gen zur Ver­bes­se­rung ihrer Kun­den­ser­vices. Ziel ist eine mög­lichst per­sön­li­che Betreu­ung zur Erhö­hung von Kun­den­zu­frie­den­heit und ‑Bin­dung. Wir haben dafür eine eigene AI-basierte Lösung für das inter­ak­tive Kun­den­ser­vice entwickelt.

Eine Auf­gabe der Digi­ta­li­sie­rung sind neue Wert­schöp­fungs­ket­ten und Geschäfts­mo­delle. Gibt es dafür spe­zi­elle IT-Lösungen ?
Wir haben eine eigene Open Cir­cu­la­rity Platt­form ent­wi­ckelt, die dann mit den jeweils betei­lig­ten Unter­neh­men indi­vi­du­ell umge­setzt wird. Das ver­ein­facht etwa die Rück­ver­folg­bar­keit von Pro­dukt- und Mate­ri­al­strö­men, gene­riert Mehr­wert durch Infor­ma­ti­ons­aus­tausch, stellt Dienst­leis­tun­gen im Bereich Re- und Up-Cycling zur Ver­fü­gung und bil­det final die Basis für neue gemein­same Geschäfts­mo­delle in einer Kreislaufwirtschaft.

Als IT-Dienst­leis­ter hat K‑Businesscom vir­tu­elle Ser­vice­dienste für unter­schied­li­che Bran­chen ent­wi­ckelt. Gibt es dazu schon Markterfahrungen ?
Hier ist unsere neue Smart Health Platt­form zu nen­nen, wo für unter­schied­li­che Berei­che und Nut­zer essen­zi­elle Appli­ka­tio­nen defi­niert wer­den kön­nen. Die Platt­form syn­chro­ni­siert auch die Daten und bie­tet zudem zer­ti­fi­zierte Doku­men­ta­ti­ons­mög­lich­kei­ten. Ein­satz­ge­biet ist etwa das Gesund­heits­we­sen zur Erleich­te­rung des medi­zi­ni­schen All­tags und für neue Wege in der Behandlung.

K‑Businesscom betreibt in der See­stadt Aspern/​Wien gemein­sam mit der TU-Wien ein Kom­pe­tenz­zen­trum zum Thema „Digi­tale Fabrik“. Was sind hier aktu­elle Projekte ?
Es geht vor allem um die Schnitt­stelle Mensch und Maschine mit ihren viel­fäl­ti­gen Aus­prä­gun­gen. Die Kunst besteht darin, Daten sinn­voll mit­ein­an­der zu ver­knüp­fen sowie die betrieb­li­chen Anfor­de­run­gen zu ver­ste­hen und in eine wert­stei­gernde Lösung für das jewei­lige Unter­neh­men umzu­set­zen. Das funk­tio­niert nur mit dem Wis­sen und der Erfah­rung der MitarbeiterInnen. 

Autor: red/czaak
19.04.2022

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