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© NLK Pfeiffer

Euro­pas ers­tes Aus­bil­dungs­zen­trum für Klimaschutz

Land Nie­der­ös­ter­reich star­tet Errich­tung des ers­ten euro­päi­schen Bil­dungs­zen­trums für Kli­ma­schutz. Thema erneu­er­bare Ener­gien schafft zahl­rei­che neue Arbeits­plätze. Wirt­schaft braucht gut aus­ge­bil­dete Arbeitskräfte.

Mit dem lan­des­wei­ten Aus­bau­plan für erneu­er­bare Ener­gie sol­len in den nächs­ten zehn Jah­ren öster­reich­weit bis zu 66.000 neue Arbeits­plätze ent­ste­hen. Die­ser Wan­del stellt die hei­mi­sche Wirt­schaft und die Arbeits­kräfte vor große Her­aus­for­de­run­gen. In die­sem Kon­text erfolgte nun in Sig­munds­her­berg im nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Wald­vier­tel der Bau­start zur Errich­tung des ers­ten euro­päi­schen Kli­ma­schutz-Aus­bil­dungs­zen­trums. Die Kos­ten für den Aus­bau des Beruf­li­chen Bil­dungs­zen­trums Wald­vier­tel (BBZ) lie­gen Anga­ben zufolge bei 6,4 Mil­lio­nen Euro. 

NÖ Lan­des­haupt­frau Johanna Mikl-Leit­ner unter­streicht Vor­bild­rolle des Landes
Bis­her war das BBZ eine Aus­bil­dungs­stätte für Metall- und Elek­tro­be­rufe. Nach dem Umbau sol­len zusätz­li­che Fach­kräfte für Elek­tro­mo­bi­li­tät, Ener­gie­ef­fi­zi­enz und erneu­er­bare Ener­gien aus­ge­bil­det wer­den. „Nie­der­ös­ter­reich ist schon lange Vor­rei­ter, wenn es um erneu­er­bare und sau­bere Ener­gie geht. Bereits 1924 wurde das erste Natur­schutz­ge­setz in Nie­der­ös­ter­reich beschlos­sen, Kli­ma­schutz wurde in der Ver­fas­sung ver­an­kert und wir haben mit vie­len Initia­ti­ven wesent­li­che Grund­steine zur Ener­gie­wende gelegt“, unter­strich Johanna Mikl-Leit­ner, Lan­des­chefin von Nie­der­ös­ter­reich, die Vorbildrolle. 

Bun­des­mi­nis­ter Mar­tin Kocher betont den nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Standortvorteil
In Öster­reichs größ­tem Bun­des­land ste­hen mehr als die Hälfte aller Wind­rä­der Öster­reichs, es gibt im Ver­gleich die meis­ten Kli­ma­bünd­nis-Gemein­den. „Im Umwelt- und Nach­hal­tig­keits­sek­tor besteht gro­ßes Beschäf­ti­gungs­po­ten­zial. Durch die aktu­el­len wirt­schaft­li­chen Her­aus­for­de­run­gen ist der unmit­tel­bare Bedarf an Fach­kräf­ten im Ener­gie­be­reich noch spür­ba­rer gewor­den“, ergänzte Mar­tin Kocher, Bun­des­mi­nis­ter für Arbeit und Wirt­schaft. Und : „Mit dem neuen Kli­ma­schutz-Aus­bil­dungs­zen­trum erhal­ten Men­schen eine her­vor­ra­gende Bil­dung, die am Arbeits­markt stark nach­ge­fragt ist, und der Stand­ort pro­fi­tiert von qua­li­fi­zier­ten Arbeits­kräf­ten für die grüne Trans­for­ma­tion“, so Kocher.

Über sechs Mil­lio­nen Euro vom AMS Niederösterreich
Bei Voll­aus­las­tung sol­len pro Jahr 400 Absol­ven­tIn­nen das Aus­bil­dungs­zen­trum besu­chen. „Das AMS Nie­der­ös­ter­reich inves­tiert 6,4 Mil­lio­nen Euro in die­ses Vor­ha­ben“, erläu­tert Sven Her­go­vich, Lan­des­ge­schäfts­füh­rer vom Arbeits­markt­ser­vice Nie­der­ös­ter­reich (AMS NÖ). „In dem im Zen­trum inte­grier­ten Lern­ho­tel wer­den künf­tig knapp 40 moderne Ein­zel­zim­mer für unsere Teil­neh­me­rIn­nen zur Ver­fü­gung ste­hen und es ist direkt an den öffent­li­chen Ver­kehr ange­bun­den“, ergänzte Chris­tian Far­tho­fer, Vor­stands­vor­sit­zen­der vom Berufs­för­de­rungs­in­sti­tut (bfi) Niederösterreich.

Autor: red/mich/cc
29.09.2022

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