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© pexels/ali madad sakhirani

Exzel­lente For­schung für die Energiewende

Der grund­la­gen­ori­en­tierte Wis­sen­schafts­fonds FWF för­dert einen von der TU Wien gelei­te­ten Exzel­lenz-Clus­ter zur Erfor­schung von Mate­ria­lien zur Ener­gie­wende. Die TU Wien ist zudem noch an zwei wei­te­ren Clus­tern beteiligt. 

Aktu­ell wurde gerade die mit Abstand höchst­do­tierte For­schungs­för­de­rung Öster­reichs ver­ge­ben. Der vom Öster­rei­chi­schen Wis­sen­schafts­fonds FWF geför­derte „Clus­ters of Excel­lence“ soll wis­sen­schaft­li­che Groß­pro­jekte auf inter­na­tio­na­lem Spit­zen­ni­veau ermög­li­chen. Min­des­tens drei For­schungs­ein­rich­tun­gen müs­sen hier betei­ligt sein.

Fünf Jahre Lauf­zeit mit Gesamt­kos­ten von rund 35 Mil­lio­nen Euro
Einer die­ser „Clus­ters of Excel­lence“ wird von Gün­ter Rup­p­rech­ter an der TU Wien gelei­tet. Bei die­sem Groß­pro­jekt sind meh­rere For­schungs­grup­pen der TU Wien betei­ligt und inhalt­lich geht es um die Ent­wick­lung neuer Mate­ria­lien für eine kli­ma­freund­li­che Ener­gie­wende. Die Lauf­zeit beträgt zunächst 5 Jahre, die Gesamt­kos­ten des Pro­jek­tes betra­gen in die­sem Zeit­raum rund 35 Mil­lio­nen Euro, rund 20 Mil­lio­nen Euro wer­den an För­der­mit­teln fließen. 

Die TU Wien trägt Anga­ben zufolge 15 Mil­lio­nen Euro (Anm. 40 Pro­zent Eigen­mit­teln). Mit der Betei­li­gung an zwei wei­te­ren Exzel­lenz-Clus­tern ist sie nun an allen drei natur­wis­sen­schaft­li­chen Clus­ter­pro­jek­ten vom FWF dabei. Die rest­li­chen zwei sind im sozial-geis­tes­wis­sen­schaft­li­chen Bereich ange­sie­delt. „Die hoch­do­tierte För­de­rung ermög­lich uns For­schung auf Welt­ni­veau in zukunfts­träch­ti­gen Berei­chen, wir freuen uns sehr“, sagt Johan­nes Fröh­lich, Vize­rek­tor für For­schung und Inno­va­tion an der TU Wien.

Mate­ria­lien für die Energiewende
Es gibt viele viel­ver­spre­chende Ideen, CO2-Emis­sio­nen in Zukunft zu ver­mei­den und dazu gehört etwa die Spei­che­rung von Alter­na­tiv­ener­gie, indem man Was­ser in Was­ser­stoff und Sau­er­stoff auf­spal­tet. CO2 kann auch in andere Sub­stan­zen umge­wan­delt wer­den, bei­spiels­weise in Methan oder in E‑Fuels – und die kön­nen wie­derum in bestimm­ten indus­tri­el­len Anwen­dungs­be­rei­chen eine inter­es­sante Option sein.

Um sol­che Mate­ria­lien zu ent­wi­ckeln, braucht es exak­tes Ver­ständ­nis, was auf ato­ma­rer Ebene an der Ober­flä­che oder an den Kon­takt­stel­len geschieht – und wel­che Mate­ria­lien den größ­ten Erfolg ver­spre­chen bzw. wie diese wei­ter ver­bes­sert wer­den kön­nen. Ein Weg dafür ist die Kom­bi­na­tion von unter­schied­li­chen Forschungsmethoden. 

Quan­ten und Mikroben
Das For­schungs­pro­jekt „Mate­ri­als for Energy Con­ver­sion and Sto­rage (MECS)“ ver­eint ent­spre­chend For­schungs­grup­pen aus Phy­sik und Che­mie. Betei­ligt sind neben der TU Wien auch die Unis Wien und Inns­bruck sowie das IST Aus­tria in Klos­ter­neu­burg. Ein wei­te­rer Clus­ter of Excel­lence mit Betei­li­gung der TU Wien trägt den Titel „Quan­tum Sci­ence Austria“. 

Hier geht es um Quan­ten­tech­no­lo­gien, die weit­rei­chende tech­no­lo­gi­sche Inno­va­tio­nen aus­lö­sen kön­nen. Auch beim Clus­ter „Micro­bio­mes Drive Pla­ne­tary Health“ spielt die TU Wien eine Rolle – dort soll das Ver­ständ­nis und wech­sel­sei­ti­ges Zusam­men­spiel von Mikro­or­ga­nis­men ver­tieft wer­den. Im Board of Direc­tors die­ses Groß­pro­jekts ver­tritt Bern­hard Lendl vom Insti­tut für Che­mi­sche Tech­no­lo­gien und Ana­ly­tik die TU Wien.

Autor: red/mich
21.03.2023

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