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© Dietmar Wiesinger/CANCOM

„Fach­kräf­te­man­gel treibt Nach­frage nach exter­nen IT-Services“

Digi­tale Trans­for­ma­tion schafft neue betrieb­li­che Wert­schöp­fung. Wel­che Ent­wick­lun­gen hier aktu­ell rele­vant sind, erläu­tert Diet­mar Wie­sin­ger, Mit­glied des Vor­stands bei CAN­COM Austria.

Eco­nomy : Seit Jän­ner fir­miert K‑Businesscom als CAN­COM Aus­tria und ist Teil der inter­na­tio­na­len CAN­COM-Gruppe. Was waren die Beweg­gründe für den Zusammenschluss ?
Diet­mar Wie­sin­ger : Als Teil der CAN­COM Gruppe sind wir ein maß­geb­li­cher ICT-Player im gesam­ten D‑A-CH-Raum und stär­ken so auch unsere Posi­tion in Öster­reich. Für unsere Kun­den bedeu­tet das erwei­terte Dienst­leis­tun­gen und wir kön­nen unsere Pro­dukte einem brei­te­ren Markt zugäng­lich machen. Die D‑A-CH-Region eröff­net uns viel­fäl­tige Mög­lich­kei­ten für Expansion. 

Was sind Schwer­punkte bei Pro­duk­ten und Dienstleistungen ?
Unsere Kun­den pro­fi­tie­ren von einem ganz­heit­li­chen Pro­dukt- und Ser­vice­port­fo­lio mit zusätz­li­chen Kom­pe­ten­zen bei KI, Digi­tal Solu­ti­ons und Soft­ware. Mit einem Anteil von rund einem Drit­tel am Gesamt­kon­zern­um­satz ist CAN­COM Aus­tria hier auch ein bedeu­ten­der Bestand­teil der Gruppe. Wir blei­ben als eigen­stän­dige AG in Öster­reich bestehen mit Nie­der­las­sun­gen in der Schweiz, Rumä­nien und Tschechien. 

Wel­che The­men sind in der Busi­ness-IT aktu­ell relevant ?
Nach wie vor das Thema Cyber-Secu­rity. Die CAN­COM Gruppe betreibt ein Secu­rity Ope­ra­tion Cen­ter (SOC) in Deutsch­land und wir par­al­lel dazu das größte SOC in Öster­reich. Hier bün­deln wir die Kom­pe­ten­zen und mit die­ser Exper­tise steigt auch Mehr­wert und Sicher­heit für unsere Kun­den. Wir beschäf­ti­gen uns über 20 Jahre mit Cyber-Secu­rity und ent­wi­ckeln das Ser­vice Offe­ring stän­dig weiter. 

Um wel­che Berei­che geht es dabei operativ ?
Bei­spiel­haft Secu­rity bei Ope­ra­tion-Tech­no­logy (OT) und Sup­ply-Chain, also über­grei­fende Pro­zess- und Wert­schöp­fungs­ket­ten. Rele­vant ist zudem, dass wir kein Her­stel­ler von Secu­rity-Soft­ware sind, son­dern ein pro­dukt­un­ab­hän­gi­ger Dienst­leis­ter für Lösun­gen und Ser­vices. So kön­nen wir eine viel­fäl­tige Aus­wahl an Tech­no­lo­gien anbie­ten mit maß­ge­schnei­der­ten Lösun­gen für die indi­vi­du­el­len Bedürf­nisse unse­rer Kunden.

Wel­che Schwer­punkte gibt es noch bei CAN­COM Austria ?
Wir ste­hen für Erfah­rung und zer­ti­fi­zierte Exper­tise bei Col­la­bo­ra­tion, Netz­werk, Data­ma­nage­ment & KI, hybride Cloud, Smart Working & Buil­ding oder eben Secu­rity. Wir arbei­ten hier als Bera­ter, als Umset­zungs­part­ner, als Mana­ged Ser­vices Part­ner oder als Ent­wick­ler für neue Busi­ness-Modelle und kom­bi­nie­ren das mit Tech­no­lo­gien etwa von Cisco, HPE, Micro­soft oder AWS. 

Digi­ta­li­sie­rung ist nun auch mit Nach­hal­tig­keit verbunden…
… Ja und das zeigt bei­spiel­haft das EU-Pro­jekt „RecAL“ (Recy­cling Tech­no­lo­gies for Cir­cu­lar Alu­mi­nium), wo 19 Part­ner unter Lei­tung des Leicht­me­tall­kom­pe­tenz­zen­trums Rans­ho­fen zukünf­tige Recy­cling-Use Cases ent­wi­ckeln. CAN­COM Aus­tria lie­fert hier die Digi­tal­tech­no­lo­gie. Final sol­len alle Akti­vi­tä­ten auf einer euro­päi­schen Online-Platt­form zen­tral gebün­delt werden. 

Wie kann man sich hier dann die ope­ra­tive Umset­zung vorstellen ?
Die­ser „Hub“ ist das Herz­stück des Pro­jekts und kommt von uns. Wir sehen uns hier als Pio­nier, der das Poten­zial und die Not­wen­dig­keit erkannt hat, eine nach­hal­tige Indus­trie-Pro­duk­tion durch Daten­trans­pa­renz zu ermög­li­chen. Unsere Stärke liegt darin, dass wir sowohl ein star­kes Indus­trie­netz­werk als auch die rich­tige Metho­dik und jah­re­lan­ges Know-how sowie Ent­wick­lung und Betrieb der Lösung ein­brin­gen können. 

Abschlie­ßend noch das Thema Fach­kräf­te­man­gel. Kann das ein IT Ser­vice-Pro­vi­der ausgleichen ?
Abso­lut. Die Bedeu­tung der IT hat enorm zuge­nom­men, ins­be­son­dere im Kon­text von Auto­ma­ti­sie­rung, Digi­ta­li­sie­rung und der Nut­zung von künst­li­cher Intel­li­genz (KI). Um all diese Ent­wick­lun­gen vor­an­zu­trei­ben, sind ent­spre­chend qua­li­fi­zierte Fach­kräfte erfor­der­lich, die vor allem im Mit­tel­stand oft feh­len. Hier erken­nen wir ein erheb­li­ches Poten­zial für unsere Mana­ged Ser­vices, um Unter­neh­men bei der Bewäl­ti­gung des Fach­kräf­te­man­gels zu unterstützen. 

Autor: red/czaak
14.05.2024

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