Zum Inhalt
© Pexels.com/susanne plank

Fle­xi­ble Arbeits­zei­ten eher gefragt als Geld

Deut­sche Betriebe locken Fach­kräfte eher mit fle­xi­blen Arbeits­zei­ten als mit mehr Gehalt. Stu­die von Rand­stad und ifo Insti­tut beleuch­tet Maß­nah­men von Per­so­nal­lei­tern gegen Fachkräftemangel.

In gän­gi­gen Stel­len­aus­schrei­bun­gen argu­men­tie­ren fast drei Vier­tel der Arbeits­kräfte suchen­den Unter­neh­men mit fle­xi­blen Arbeits­zei­ten. Das geht aus der aktu­el­len Per­so­nal­lei­ter­be­fra­gung von Rand­stad und dem ifo Insti­tut her­vor. „Ange­sichts des Arbeits- und Fach­kräf­te­man­gels müs­sen Unter­neh­men für Bewer­ber attrak­tiv sein. Fle­xi­ble Arbeits­zei­ten spie­len dabei eine zen­trale Rolle“, sagt Daria Schal­ler vom ifo-Insti­tut. Vor allem Dienst­leis­ter (78 Pro­zent) set­zen auf fle­xi­ble Arbeits­zei­ten. Im Han­del sind es 72 Pro­zent. Und große Unter­neh­men bie­ten diese Mög­lich­keit etwas häu­fi­ger als kleine Fir­men an. 

Zusätz­li­che Anreize Um zusätz­li­che Anreize zu schaf­fen, bie­ten 68 Pro­zent außer­dem Wei­ter­bil­dun­gen an. Bei gro­ßen Unter­neh­men sind es 85 Pro­zent, bei klei­nen Fir­men 58 Pro­zent. Zusatz­an­ge­bote wie ein Job­ti­cket, eine Kan­tine oder Sport fol­gen auf Rang drei mit 60 Pro­zent. Bei den gro­ßen Unter­neh­men bie­ten sogar 89 Pro­zent diese Mög­lich­kei­ten. Unter den klei­nen Fir­men sind es 37 Prozent. 

Etwa ein Drit­tel der Unter­neh­men bie­tet einen fle­xi­blen Arbeits­ort (34 Pro­zent). Der Han­del kann diese Option sel­te­ner anbie­ten (20 Pro­zent) als die Indus­trie (35 Pro­zent) oder die Dienst­leis­ter (39 Pro­zent). Auf eine über­durch­schnitt­li­che Bezah­lung set­zen 32 Pro­zent der Unter­neh­men. Die Mög­lich­kei­ten eines Sab­ba­ti­cals (12 Pro­zent), einer 4‑Tage-Woche (11 Pro­zent) oder einer Work­a­tion (5 Pro­zent) spie­len bis­her eine unter­ge­ord­nete Rolle, so die Exper­ten von Rand­stad und ifo Institut. 

Autor: red/cc
31.03.2025

Weitere aktuelle Artikel

Exper­ten der Öster­rei­chi­schen Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung beleuch­ten Wirt­schafts­fak­tor Digi­ta­li­sie­rung. Netz­aus­bau, Bau­kos­ten, Regu­la­rien und Wett­be­werbs­fä­hig­keit als Fun­da­ment für sechs zen­trale Hand­lungs­fel­der. Ein Fokus gilt auch dem Thema Digi­tale Souveränität. Die Indus­tri­el­len­ver­ei­ni­gung (IV) als Inter­es­sens­ver­tre­tung der Öster­rei­chi­schen Indus­trie hat gemein­sam mit Ver­tre­tern der Tele­kom­bran­che die aktu­elle Situa­tion und Rah­men­be­din­gun­gen im Kon­text mit dem Thema Digi­ta­li­sie­rung als beson­ders wich­ti­gen Fak­tor […]
Finan­zi­el­les Ver­mö­gen der Öster-Rei­cher auf neuem Rekord­stand. Im Rah­men der Finanz­zah­len für 2024 hat die Öster­rei­chi­sche Natio­nal­bank genaue Auf­tei­lun­gen wie Besitz­stände erho­ben und auch das Thema Schul­den analysiert. Wie kürz­lich berich­tet, hat die Öster­rei­chi­sche Natio­nal­bank (OeNB) die aktu­el­len Finanz­zah­len der öster­rei­chi­schen Haus­halte für 2024 ver­öf­fent­licht und dabei auch ein­zelne Kenn­zif­fern und Ent­wick­lun­gen her­aus­ge­ar­bei­tet. „Noch nie […]
Nach­hal­ti­ger Auf­wärts­trend am Neu­wa­gen­markt der EU. 20 von 27 Län­dern ver­zeich­nen stei­gende Neu­zu­las­sun­gen. Auch deut­sche Auto­bauer gewin­nen Markt­an­teile. Situa­tion bei E‑Autos schwierig. Der Absatz von Neu­wa­gen liegt im bis­he­ri­gen Jah­res­ver­lauf wei­ter­hin über dem Niveau des Vor­jah­res. Im Okto­ber betrug der Wert im Ver­gleich zum Vor­jah­res­mo­nat knapp sechs Pro­zent plus. Von den 27 EU-Län­dern ver­zeich­ne­ten 20 […]
Pro­teste gegen Strei­chung der NoVA-Rück­ver­gü­tung im Zuge von Betrugs­be­kämp­fung. Breite Alli­anz aus Auto­mo­bil­im­por­teu­ren, Fahr­zeug­han­del, Fahr­zeug­tech­nik und Lea­sing­wirt­schaft sieht Stand­ort gefähr­det und nennt alter­na­tive Maßnahmen. Der aktu­elle Ent­wurf zum Betrugs­be­kämp­fungs­ge­setz sieht die ersatz­lose Strei­chung der NoVA-Rück­ver­gü­tung beim Export von Fahr­zeu­gen vor. Statt­des­sen soll ledig­lich eine pro­por­tio­nale NoVA-Bemes­sung für aus­län­di­sche Unter­neh­men bei vor­über­ge­hen­der Fahr­zeug­nut­zung in Öster­reich ein­ge­führt […]
In Deutsch­land steigt der Min­dest­lohn und Unter­neh­men wol­len Arbeits­plätze und Inves­ti­tio­nen redu­zie­ren. Preis­er­hö­hun­gen als wei­tere Gegen-Maß­nahme mit ent­spre­chen­der Aus­wir­kung auf Inflation. In Deutsch­land wird mit Jän­ner 2026 der Min­dest­lohn um über acht Pro­zent von bis dato 12,82 Euro auf nun­mehr 13,90 pro Stunde erhöht. Ab Jän­ner 2027 sind 14,60 Euro vor­ge­se­hen, eine Stei­ge­rung um wei­tere […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram