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Flie­ger aus dem Drucker

Neue im 3D-Druck ange­fer­tigte Kom­po­nen­ten machen Flug­zeug­bau bei Boing günstiger.

Das auf addi­tive Fer­ti­gung spe­zia­li­sierte Unter­neh­men Norsk Tita­nium wird 3D-gedruckte Titan-Struk­tur­kom­po­nen­ten für Boe­ing fer­ti­gen. Mit dem Boe­ing Dream­li­ner soll erst­mals ein kom­mer­zi­el­les Flug­zeug mit von der US-Luft­fahrt­auf­sicht FAA zuge­las­se­nen Titan­tei­len aus dem 3D-Dru­cker abhe­ben. Für Boe­ing bedeu­tet das Norsk zufolge Mil­lio­nen­ein­spa­run­gen bei wich­ti­gen Strukturkomponenten.
Der 3D-Druck ist in den ver­gan­ge­nen Jah­ren immer all­tags­taug­li­cher gewor­den. Der aktu­elle Deal zwi­schen Boe­ing und Norsk ist ein Mei­len­stein für die addi­tive Fer­ti­gung und die Luft­fahrt. Immer­hin han­delt es sich bei den Titan­bau­tei­len für den Dream­li­ner um kri­ti­sche Struk­tur­kom­po­nen­ten für ein Pas­sa­gier­flug­zeug. Dass Boe­ing tat­säch­lich auf 3D-gedruckte Teile setzt, ist also ein Zei­chen gro­ßen Ver­trau­ens darin, dass die addi­ti­ven Fer­ti­gungs­tech­no­lo­gien bereits weit gereift sind.

Kos­ten­re­duk­tion
Boe­ing und Norsk haben beim Design der Kom­po­nen­ten, die Boe­ing jetzt bestellt hat, eng zusam­men­ge­ar­bei­tet. Die Fer­ti­gung erfolgt mit Norsks pro­prie­tä­rem RPD-Ver­fah­ren (Rapid Plasma Depo­si­tion). Dabei wird Titan in Argon­gas zum Schmel­zen gebracht und schicht­weise prä­zise auf­ge­tra­gen. Nach ein­ge­hen­den Tests waren Boe­ing und Norsk im Februar die­ses Jah­res soweit, damit Kom­po­nen­ten für die Zer­ti­fi­zie­rung durch die FAA vor­zu­le­gen. Jetzt beginnt die kom­mer­zi­elle Fertigung.
Der Zulie­fe­rer ist davon über­zeugt, dass er Boe­ing einen mas­si­ven Kos­ten­vor­teil brin­gen wird, wenn bis 2018 immer mehr Kom­po­nen­ten gedruckt wer­den. “Das bedeu­tet min­des­tens zwei bis drei Mil­lio­nen Dol­lar Ein­spa­run­gen pro Dream­li­ner”, so Chip Yates, Vice Pre­si­dent Mar­ke­ting bei Norsk Tita­nium. Das wäre etwa ein Pro­zent des Kata­log­prei­ses von 225 bis 306 Mil­lio­nen Dollar.

Autor: PressetextAustria/red/stem
28.04.2017

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