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Fluk­tu­ie­rende Ausschüttung

Auf­grund der Zins­ent­wick­lung kann die Natio­nal­stif­tung für For­schung heuer nur einen ver­gleichs­weise beschei­de­nen Betrag aus­schüt­ten. Han­nes Androsch, Chef des For­schungs- und Tech­no­lo­gie­ra­tes rech­net mit zusätz­li­chen Mit­teln aus dem Österreich-Fonds.

18 Mil­lio­nen Euro kom­men heuer aus der Natio­nal­stif­tung für For­schung, Tech­no­lo­gie und Ent­wick­lung. Das ist die nied­rigste Aus­schüt­tung der 2003 ein­ge­rich­te­ten Stif­tung, die aus Zins­er­trä­gen der Oes­ter­rei­chi­schen Natio­nal­bank (OeNB) sowie des ERP-Fonds dotiert wird. In den Anfangs­jah­ren stellte die Stif­tung jähr­lich noch 125 Mil­lio­nen Euro für die öster­rei­chi­sche For­schung zur Verfügung.
Die Stif­tung war 2003 als Teil eines Wachs­tums- und Stand­ort­pa­kets gegrün­det wor­den, um ins­be­son­dere „lang­fris­tig ver­wert­bare inter­dis­zi­pli­näre For­schungs­maß­nah­men“ zu för­dern. Dafür soll­ten nach dem Wil­len der dama­li­gen Regie­rung jähr­lich 125 Mil­lio­nen Euro aus­ge­schüt­tet wer­den, wobei 75 Mil­lio­nen von der OeNB und 50 Mio. Euro aus dem ERP-Fonds kom­men soll­ten. Diese Sum­men wur­den in den ers­ten Jah­ren auch tat­säch­lich erreicht, doch seit 2007 hat die Zins­ent­wick­lung die­sen Vor­ga­ben einen Strich durch die Rech­nung gemacht.

Stra­te­gi­sche Finanzierung
Die Stif­tung sieht sich selbst als „Garant für eine nach­hal­tige, bud­get­un­ab­hän­gige, lang­fris­tige und stra­te­gi­sche Finan­zie­rung öster­rei­chi­scher For­schungs­in­itia­ti­ven“. Im Vor­jahr stellte die Stif­tung 85 Mil­lio­nen Euro zur Ver­fü­gung, 2014 waren es 38,7 Miollionen.
Von den heuer zur Ver­fü­gung ste­hen­den 18 Mil­lio­nen gehen jeweils fünf an die For­schungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft FFG und den Wis­sen­schafts­fonds FWF, teilte die Stif­tung mit. Jeweils zwei wei­tere Mil­lio­nen erhal­ten die Öster­rei­chi­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten (ÖAW), die Lud­wig Boltz­mann Gesell­schaft (LBG), die Chris­tian Dopp­ler Gesell­schaft (CDG) und die Aus­tria Wirt­schafts­ser­vice Gesell­schaft (aws).
Der Chef des Rats für For­schung und Tech­no­lo­gie­ent­wick­lung (RFT), Han­nes Androsch, hatte die nied­rige Stif­tungs­aus­schüt­tung bereits Anfang des Jah­res ange­kün­digt und geht davon aus, dass diese Mit­tel mit rund 34 Mil­lio­nen Euro aus dem Öster­reich-Fonds auf­ge­stockt wer­den. Die­ser soll aus dem neuen 55-Pro­zent-Steu­er­satz für Ein­kom­mens­an­teile über einer Mil­lion Euro gespeist werden.

Autor: APA-Science/red/stem
11.03.2016

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