Zum Inhalt

For­schen für Euro­pas Zukunft

Öster­rei­chi­sche Betei­li­gun­gen punk­ten mit För­de­run­gen in Mil­lio­nen­höhe im 7. EU-Rahmenprogramm. 

Das 4. EU-Rah­men­pro­gramm für For­schung, tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung und Demonstra­tion bescherte Öster­reichs For­schungs­land­schaft erst­mals För­de­run­gen in Höhe von 194 Mio. Euro sei­tens der Euro­päi­schen Union. Der­zeit wird das 7. Rah­men­pro­gramm umge­setzt und das Erfreu­li­che daran : Öster­rei­chi­schen For­schen­den ist es gelun­gen, ihre Teil­nahme kon­ti­nu­ier­lich auszubauen.
So stie­gen seit dem EU-Betritt Öster­reichs im Jahr 1995 sowohl der Anteil der erfolg­rei­chen öster­rei­chi­schen Betei­li­gun­gen als auch der Anteil der erfolg­rei­chen öster­rei­chi­schen Koor­di­na­to­rin­nen und Koor­di­na­to­ren an den jewei­li­gen EU-Rahmenprogrammen.

Top Per­for­mance
Die aktu­el­len Zah­len des 7. Rah­men­pro­gramms : Öster­rei­chi­sche Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen sind an 715 und somit an jedem neun­ten, für eine För­de­rung vor­ge­schla­ge­nen Pro­jekt betei­ligt. Ins­ge­samt sind bis­her 1003 öster­rei­chi­sche Betei­li­gun­gen in erfolg­rei­chen Kon­sor­tien ver­tre­ten. Und : Öster­rei­chi­sche For­sche­rin­nen und For­scher stel­len somit 2,5 Pro­zent der knapp 40.000 erfolg­rei­chen Beteiligungen.
Bemer­kens­wert ist, dass die öster­rei­chi­schen Uni­ver­si­tä­ten mit einem Anteil von 37 Pro­zent die stärkste Gruppe aller erfolg­rei­chen öster­rei­chi­schen Betei­li­gun­gen reprä­sen­tie­ren (Stand : Mai 2009). Auf den Plät­zen zwei bis vier ran­gie­ren außer­universitäre Ein­rich­tun­gen (21 Pro­zent), kleine und mitt­lere Unter­neh­men (17 Pro­zent) und Groß­un­ter­neh­men (neun Prozent).
Gesam­melt und struk­tu­riert wird all die­ses Daten­ma­te­rial von Pro­viso, einem im Bun­des­mi­nis­te­rium für Wis­sen­schaft und For­schung ange­sie­del­ten Pro­jekt, das die öster­rei­chi­sche Teil­nahme an den EU-Rah­men­pro­gram­men aus­wer­tet und evaluiert.
Pro­jekt­lei­te­rin Mar­git Ehardt-Schmie­de­rer : „Pro­viso bie­tet ein umfas­sen­des, beglei­ten­des Moni­to­ring der EU-For­schungs­rah­men­pro­gramme. Gerade für ein klei­nes Land wie Öster­reich, mit einer sehr hete­ro­ge­nen For­schungs­land­schaft, ist es wich­tig, vor­aus­schau­end und rasch die rich­ti­gen Schritte für eine erfolg­rei­che Betei­li­gung öster­rei­chi­scher For­sche­rin­nen und For­scher an den EU-Rah­men­pro­gram­men zu set­zen. Pro­viso ermög­licht den rele­van­ten Akteu­ren, objek­tiv – anhand von Zah­len und Fak­ten – Wei­chen für eine nach­hal­tige For­schungs­po­li­tik zu stellen.“
Das Pro­viso-Team hat in sei­nem aktu­el­len Bericht auch eine Bun­des­län­der-Dar­stel­lung – die der­zeit bewil­lig­ten öster­rei­chi­schen Betei­li­gun­gen betref­fend – erstellt. Dem­nach kommt mehr als die Hälfte davon aus Wien, Platz zwei geht an die Stei­er­mark, Platz drei an Nie­der­ös­ter­reich. Auf­fal­lend stark sind die gesamt­ös­ter­rei­chi­schen Part­ner­or­ga­ni­sa­tio­nen dabei im Pro­gramm ICT (Infor­ma­ti­ons- und Kom­mu­ni­ka­ti­ons­tech­no­lo­gie) ver­tre­ten. Der För­der­an­teil in die­sem Pro­gramm liegt mit 3,8 Pro­zent deut­lich über dem öster­rei­chi­schen Gesamt­an­teil von 2,6 Prozent.

PROVISIO

Pro­viso sam­melt und struk­tu­riert die Betei­li­gungs­da­ten der „Rah­men­pro­gramme der Euro­päi­schen Gemein­schaft für For­schung, tech­no­lo­gi­sche Ent­wick­lung und Demons­tra­tion“. Getra­gen wird das Pro­jekt Pro­viso von der Öster­rei­chi­schen Com­pu­ter Gesell­schaft (OCG).
Auf­trag­ge­bende Minis­te­rien sind das Bun­des­mi­nis­te­rium für Wis­sen­schaft und For­schung (BMWF), das Bun­des­mi­nis­te­rium für Ver­kehr, Inno­va­tion und Tech­no­lo­gie (BMVIT), das Bun­des­mi­nis­te­rium für Wirt­schaft, Fami­lie und Jugend (BMWFJ) sowie das Bun­des­mi­nis­te­rium für Land- und Forst­wirt­schaft, Umwelt und Was­ser (BML­FUW). Die Ergeb­nisse der ein­zel­nen For­schungs­be­rei­che der Rah­men­pro­gramme wer­den von Pro­viso lau­fend aus­ge­wer­tet und publiziert.

Autor:
21.08.2009

Weitere aktuelle Artikel

Med Uni Inns­bruck lei­tet inter­na­tio­nale Zulas­sungs­stu­die einer neuen The­ra­pie von Par­kin­son mit Wirk­stoff Pra­si­ne­zu­mab. Aktu­elle Ergeb­nisse der kli­ni­schen Phase II-Stu­die als Basis für erste „Par­kin­son-Imp­fung“ nun im renom­mier­ten Fach­jour­nal The Lan­cet veröffentlicht. Par­kin­son gehört zu den am schnells­ten zuneh­men­den Krank­hei­ten. Welt­weit lei­den daran rund 20 Mil­lio­nen Men­schen, bis 20250 sol­len es über 25 Mil­lio­nen sein. […]
Insti­tut für Demo­gra­phie der ÖAW ent­wi­ckelt neues Gebur­ten­ba­ro­me­ter für umfas­sende Ana­ly­sen zur Fer­ti­li­tät in Öster­reich. Immer mehr Frauen wol­len kin­der­los blei­ben, Zwei-Kind-Fami­lien häu­figs­tes Modell, Trend zu spä­ter Mut­ter­schaft, ältere Väter mit jün­ge­ren Partnerinnen. Das neue Gebur­ten­ba­ro­me­ter des Insti­tuts für Demo­gra­phie der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten ermög­licht viel­fäl­tige und umfas­sende Ana­ly­sen von aktu­el­len Daten zur Fer­ti­li­tät […]
Mit Hilfe von Was­ser kön­nen bestimmte Mine­ra­lien schäd­li­ches CO2 aus der Atmo­sphäre holen und rasch in fes­tes Car­bo­nat umwan­deln. Die TU Wien konnte die­sen mine­ra­lo­gi­schen Mecha­nis­mus nun nachweisen. Steine kön­nen Koh­len­di­oxid bin­den – und das weit­aus schnel­ler als bis­her bekannt und ange­nom­men. Bis dato wur­den lang­wie­rige und ent­spre­chend lang­same Pro­zesse für die Umwand­lung von CO2 in […]
Unbe­merkte Gewe­be­re­ak­tio­nen beein­flus­sen den Zustand von Brust­im­plan­ta­ten bis hin zu Ent­zün­dun­gen. Kom­pli­ka­tio­nen resul­tie­ren nicht nur aus mecha­ni­schen Ursa­chen, son­dern auch aus bio­lo­gi­schen Pro­zes­sen. Neue Stu­die der Karl Land­stei­ner Pri­vat­uni soll kli­ni­sche Pra­xis unterstützen.  Eine neue Stu­die deu­tet dar­auf hin, dass Kom­pli­ka­tio­nen bei Brust­im­plan­ta­ten häu­fig nicht allein auf mecha­ni­sche Ursa­chen zurück­ge­hen, son­dern auch mit bio­lo­gi­schen Pro­zes­sen […]
Von robus­ter 3D-Wahr­neh­mung über sichere Bewe­gungs­re­ge­lung bis zu veri­fi­zier­ba­rer Sicher­heit und Ent­schei­dungs­lo­gik als rele­vante Schlüs­sel­bau­steine für auto­nome Maschi­nen. AIT sowie TU Wien und Tufts Uni­ver­sity zei­gen bei ICRA in Wien meh­rere hoch­ka­rä­tige Projekte, Das Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy (AIT) prä­sen­tiert gemein­sam mit der TU Wien und der Tufts Uni­ver­sity sechs hoch­ka­rä­tige wis­sen­schaft­li­che Bei­träge auf der […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram