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For­schung gut aufgestellt

Um gegen Sili­con Val­ley und das Pearl River Delta bestehen zu kön­nen, werde aber drin­gend pri­va­tes Kapi­tal benötigt.

Öster­reichs For­schung sieht Staats­se­kre­tär Harald Mah­rer (ÖVP) inter­na­tio­nal sehr gut auf­ge­stellt. Um sie in Start-ups, Pro­dukte und Tech­no­lo­gien umzu­set­zen, werde aber ein geeig­ne­tes Kapi­tal­markt­um­feld drin­gend benö­tigt. Nur so könne Öster­reich im inter­na­tio­na­len Wett­be­werb bestehen.
Die Anstren­gun­gen müs­sen auf EU-Ebene gebün­delt wer­den. Es handle sich nicht um ein Kräf­te­mes­sen zwi­schen Sili­con Val­ley und Europa. „Das Match lau­tet Sili­con Val­ley gegen das Pearl River Delta in China“, erklärte Mah­rer im Rah­men des von Wie­ner Börse AG und Akti­en­fo­rum ver­an­stal­te­ten Finan­cial Com­mu­nity Club. „Ver­ges­sen Sie den Akti­en­crash, die Ver­schie­bung im Inno­va­ti­ons­be­reich kommt tod­si­cher. Die Chi­ne­sen wer­den in 10 bis 15 Jah­ren von Kopis­ten zu Neuerfindern.“
„Unser Über­le­ben hängt davon ab, dass wir wei­ter unsere Inno­va­ti­ons­kraft frei­set­zen kön­nen“, so Mah­rer. Dafür werde pri­va­tes Kapi­tal drin­gend benö­tigt. Mah­rer for­dert ein bes­se­res regu­la­to­ri­sches Umfeld, damit Start-ups und kleine und mitt­lere Unter­neh­men leich­ter das für Inno­va­tio­nen nötige Kapi­tal ein­sam­meln kön­nen. Bei vie­len Rege­lun­gen auf natio­na­ler oder EU-Ebene stehe der­zeit nur der Ver­brau­cher­schutz im Fokus, nicht aber die Fol­gen für die Wettbewerbsfähigkeit.

Län­der­über­grei­fende Initiative
Mah­rer will gemein­sam mit Luxem­burgs Wirt­schafts­mi­nis­ter Eti­enne Schnei­der eine län­der­über­grei­fende Initia­tive ein­lei­ten. Alle Maß­nah­men der Euro­päi­schen Kom­mis­sion sol­len früh­zei­tig auf ihre Aus­wir­kun­gen auf die Stand­ort­wett­be­werbs­fä­hig­keit über­prüft wer­den. Im Rah­men des „Wett­be­werbs-Checks“ soll auch der Akti­ons­plan der Kom­mis­sion zur Kapi­tal­markt­union the­ma­ti­siert wer­den. Der Plan sei ein wich­ti­ger Schritt in die rich­tige Rich­tung und decke sich mit den öster­rei­chi­schen Zielen.“
Auch in Öster­reich müs­sen regu­la­to­ri­sche Hür­den hin­ter­fragt wer­den. Bei neuen Geset­zen sei zu erhe­ben, ob die Kos­ten für die Betrof­fe­nen in einem ange­mes­se­nem Ver­hält­nis zum Nut­zen ste­hen. Das neue Alter­na­tiv­fi­nan­zie­rungs­ge­setz (AltFG) etwa lockert die Pro­spekt­pflicht bei klei­ne­ren Emis­si­ons­vo­lu­men und erleich­tert damit die Kapi­tal­be­schaf­fung – zum Bei­spiel für Crowd­fun­ding-Pro­jekte. Das Gesetz ist für Mah­rer aber nur ein „klei­ner Bau­stein“, es müsse mehr passieren.

Autor: APA-Science/red/stem
05.10.2015

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