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For­schungs-Flagg­schiff fin­det neuen Hafen

Am Wie­ner IMP wer­den Zel­len auf mole­ku­la­rer Basis beforscht. Seit 1986 wur­den mehr als 2.000 wis­sen­schaft­li­che Publi­ka­tio­nen veröffentlicht.

Das Insti­tut für Mole­ku­lar­bio­lo­gie (IMP) hat sein neues Gebäude für 260 Beschäf­tigte, davon 200 Wis­sen­schaf­ter, in Wien-Land­straße eröff­net. Gegrün­det wurde und finan­ziert wird das Insti­tut zu einem Gut­teil durch den deut­schen Phar­ma­kon­zern Boeh­rin­ger Ingel­heim (BI). Die jähr­li­che Finan­zie­rung durch BI beläuft sich auf rund 20 Mil­lio­nen Euro. “Wir wol­len ver­ste­hen, wie Zel­len auf mole­ku­la­rer Ebene funk­tio­nie­ren”, sagte der wis­sen­schaft­li­che Lei­ter, Jan-Michael Peters. Es gehe auch um die Auf­klä­rung von Mecha­nis­men, wie es in Zel­len zu Feh­lern und even­tu­ell zu krank­haf­ten Pro­zes­sen komme.

93 Patente
Seit 1986 haben Wis­sen­schaf­ter am IMP mehr als 2.000 wis­sen­schaft­li­che Publi­ka­tio­nen ver­öf­fent­licht. Es sind mitt­ler­weile 60 bis 90 pro Jahr. IMP-For­schun­gen waren bis­her mit 93 Paten­ten ver­bun­den. An dem Insti­tut arbei­ten ins­ge­samt 15 For­schungs­grup­pen mit Betei­lig­ten von 40 Natio­nen. Das Vienna Bio­cen­ter umfasst ins­ge­samt 1.400 Wis­sen­schaf­ter mit rund hun­dert Forschungsgruppen.
Mole­ku­lare Zell­bio­lo­gie, Struk­tur­bio­lo­gie und Bio­che­mie, Gen-Expres­sion und Chro­mo­so­men-Bio­lo­gie, Stamm­zell­bio­lo­gie und Ent­wick­lungs­bio­lo­gie, Immu­no­lo­gie und Krebs sowie Neu­ro­wis­sen­schaf­ten sind die aktu­el­len For­schungs­ge­biete des Insti­tuts. Das neue Gebäude hat eine nutz­bare Flä­che von 8.200 Qua­drat­me­ter. 3.000 Qua­drat­me­ter machen allein die Labors aus.
Rund um das IMP ist das Vienna Bio­cen­ter mit Uni­ver­si­täts­in­sti­tu­ten und ande­ren For­schungs­ein­rich­tun­gen (z.B. Insti­tut für Mole­ku­lare Biotechnologie/​IMBA und Gre­gor-Men­del-Insti­tut für Mole­ku­lare Pflan­zen­bio­lo­gie) mit ins­ge­samt 1.400 Wis­sen­schaf­tern und hun­dert For­schungs­grup­pen ent­stan­den. Das Zen­trum lebt vom Erfah­rungs­aus­tausch der Betei­lig­ten und von gemein­sam genutz­ten tech­ni­schen Einrichtungen. 

Autor: APA-Science/red/stem
20.03.2017

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