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For­schungs­för­de­rung für Ernäh­rung, Medi­zin und Gesundheit

Nie­der­ös­ter­rei­chi­sche For­schungs­pro­gramm­li­nie ver­gibt neue Gel­der. Rege­ne­ra­tive Medi­zin, Krebs­for­schung und Infek­ti­ons­be­kämp­fung bei Rin­dern als Pro­jekte von Donau Uni Krems und Vet-Med Uni Wien. 

Gesund­heit und Gesund­heits­ver­sor­gung nach­hal­tig zu sichern beginnt bei prä­ven­ti­ven Ansät­zen über aus­ge­wo­gene, gesunde Ernäh­rung, geht über sta­bile Nah­rungs­mit­tel­ket­ten bis zu neuen medi­zi­ni­schen Ent­wick­lun­gen und Pro­duk­ti­ons­ver­fah­ren. Neue Tech­no­lo­gien ermög­li­chen dabei gänz­lich neue Ansätze und For­schung und Inno­va­tion (FTI) sind wie­derum die Basis für deren Entwicklung. 

Das Land Nie­der­ös­ter­reich schreibt regel­mä­ßig Calls für ange­wandte For­schungs­pro­jekte aus. Aus dem letz­ten August gestar­te­ten FTI-Call zum Thema „Ernäh­rung – Medi­zin – Gesund­heit“ wur­den nun nach umfas­sen­der exter­ner Eva­lu­ie­rung drei Pro­jekte als för­der­wür­dig nomi­niert und diese wer­den nun mit über 500.000 Euro (Anm. exakt 516.527,41) gefördert.

Hydro­gel­va­ri­an­ten für die rege­ne­ra­tive Medizin
Im Pro­jekt „3D-gedruckte Hydro­gele und inji­zier­bare Hydro­gele in einem ex vivo-Knor­pel­de­fekt-Modell“ vom Zen­trum für Rege­ne­ra­tive Medi­zin an der Donau-Uni­ver­si­tät Krems sol­len zwei Hydro­gel­va­ri­an­ten für die rege­ne­ra­tive Medi­zin her­ge­stellt werden.

Der Man­gel an Gewe­be­trans­plan­ta­ten und ande­ren Rekon­struk­ti­ons­op­tio­nen bei Knor­pel­ver­let­zun­gen inten­si­viert die Suche nach neuen, bio­lo­gi­schen Metho­den der Knor­pel­ge­we­be­re­ge­ne­ra­tion. Mit­tels 3D-Bio­fa­bri­ka­tion wird in die­sem Pro­jekt ver­sucht Bio­ma­te­rial zu ent­wi­ckeln, wel­ches die Behand­lungs­last von Knor­pel­ver­let­zun­gen verringert.

Beim Pro­jekt „Prio­nen und Krebs : Tests für Gewebe, Zel­len, Ves­ikel“, der Abtei­lung für Bio­me­di­zi­ni­sche For­schung der Donau Uni Krems in Koope­ra­tion mit Onco­Lab Dia­gno­stics, geht es um die Ent­wick­lung dia­gnos­ti­scher Tests für „infek­tiöse“ Prio­nen. Prio­nen sind Krank­heits­er­re­ger bei diver­sen neu­ro­de­ge­nera­ti­ven Erkran­kun­gen, etwa die Creutz­feld-Jakob-Krank­heit beim Men­schen oder BSE („Rin­der­wahn“) beim Rind. Bestimmte Pro­te­in­clus­ter (Prio­nen) kön­nen hier infek­tiös sein und sol­che Pro­te­in­ag­gre­gate kön­nen auch bei Krebs eine Rolle spie­len. Um die Über­le­bens­chan­cen von Krebs­pa­ti­en­ten zu erhö­hen, befasst sich das Pro­jekt mit neu­ar­ti­gen Testmethoden.

Emp­find­lich­keit und Genau­ig­keit bei sero­lo­gi­schen Diagnosetests
Das Pro­jekt LORN – „Lep­tOs­pi­rose bei Rin­dern in Nie­der­ös­ter­reich“ ist ein Pro­jekt der Vete­ri­när­me­di­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Wien, wo an der Vet­Farm am nie­der­ös­ter­rei­chi­schen Kre­mes­berg an der bak­te­ri­el­len Infek­ti­ons­krank­heit Lep­tos­pi­rose geforscht wird. Spe­zi­ell wird ver­sucht Lep­tos­pi­rose-Stämme von infi­zier­ten Rin­dern zu iso­lie­ren, um die Emp­find­lich­keit und Genau­ig­keit des sero­lo­gi­schen Dia­gno­se­tests für Men­schen und Tiere zu verbessern.

„Die Pro­jekte tref­fen den Zahn der Zeit und zei­gen, dass For­schung zu gesund­heits­re­le­van­ten und medi­zi­ni­schen The­men in Nie­der­ös­ter­reich stark ver­an­kert ist“, unter­streicht Johanna Mikl-Leit­ner, Lan­des­chefin von Nie­der­ös­ter­reich. Noch bis zum 12. Februar 2021 kön­nen für den FTI-Call Dis­ser­ta­tio­nen ein­ge­reicht wer­den. Der Call unter­stützt die För­de­rung des wis­sen­schaft­li­chen Nach­wuch­ses sowie For­schungs- und Bil­dungs­ein­rich­tun­gen bei der Anstel­lung von Doktoranden. 

Autor: red/mich/cc
02.02.2021

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