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Frauen bestim­men im Forschungsrat

Der neue Rats für For­schung und Tech­no­lo­gie­ent­wick­lung (RFT) hat sich am 21. Okto­ber zu sei­ner ers­ten kon­sti­tu­ie­ren­den Ver­samm­lung ein­ge­fun­den : Erst­mals sind mehr Frauen als Män­ner im For­schungs­rat vertreten.

Der letzte Rat war mit sechs Män­nern und zwei Frauen besetzt gewe­sen, jetzt sind es fünf Frauen und drei Män­ner. “Auch im For­schungs­rat zei­gen Frauen, dass sie mit bes­ten Qua­li­fi­ka­tio­nen im Vor­marsch sind. Das ist gut so und sollte vor allem für die Wirt­schaft bei­spiel­ge­bend sein”, freut sich Frau­en­mi­nis­te­rin Gabriele Hei­nisch-Hosek über den neuen Rat für For­schung und Tech­no­lo­gie­ent­wick­lung (RFT). Der Rat ist einer­seits ein bera­ten­des Gre­mium für Bun­des­re­gie­rung, Minis­te­rIn­nen und Lan­des­re­gie­rung und hat u.a. auch die Auf­ga­ben, Vor­schlä­gen für eine lang­fris­tige öster­rei­chi­sche For­schungs-Stra­te­gie zu erar­bei­ten sowie Ideen zur Ver­bes­se­rung der Koope­ra­tion von Wirt­schaft und Wis­sen­schaft zu entwickeln.
Wis­sen­schafts- und Infra­struk­tur­mi­nis­te­rium haben je vier Per­so­nen für den neuen RFT nomi­niert. Von Infra­struk­tur­mi­nis­te­rin Doris Bures gewünscht sind Gabriele Ambros (Ver­lags­lei­te­rin Boh­mann Ver­lag und Prä­si­den­tin von For­schung Aus­tria), Karin Schaupp (Unter­neh­mens­be­ra­te­rin), Gi Eun Kim (Bio­tech­no­lo­gin, Seo­kye­ong Uni­ver­sity in Seoul) sowie Han­nes Androsch (Indus­tri­el­ler, u.a. Auf­sichts­rats­chef des Aus­trian Insti­tute of Tech­no­logy AIT). Wis­sen­schafts­mi­nis­te­rin Bea­trix Karl hat fol­gende Wis­sen­schaft­ler aus­ge­wählt : Renee Schroe­der (Mole­ku­lar­bio­lo­gin, Uni Wien), Mari­anne Hilf (Juris­tin, Uni St. Gal­len), Mar­kus Hengst­schlä­ger (Gene­ti­ker, Med­uni Wien) sowie Peter Skali­cky (Rek­tor der TU Wien).

Androsch über­nimmt Vorsitz
In der kon­sti­tu­ie­ren­den Sit­zung ver­gan­gene Woche (21.10.) haben sich die Rats­mit­glie­der ein­stim­mig für Han­nes Androsch als Vor­sit­zen­den und Peter Skali­cky als Stell­ver­tre­ter ent­schie­den. Bis Jän­ner 2011 sol­len die mit­tel- und lang­fris­ti­gen Ziele für die neue fünf­jäh­rige Rats­pe­ri­ode in einem „Mis­sion State­ment“ erstellt sein. „Dass mehr als 50 Pro­zent der Rats­mit­glie­der Frauen sind, ist auch gesamt­ge­sell­schaft­lich ein wich­ti­ges Signal“, betont FTE-Geschäfts­füh­rer Ludo­vit Gar­zik. „Ich freue mich natür­lich beson­ders, dass im Rat fünf Frauen ver­tre­ten sind. Das zeigt mir, dass sich der Rat den Gen­der-Kri­te­rien ver­pflich­tet fühlt und auf die Exper­tise der Frauen nicht ver­zich­ten möchte“, sagt Boh­mann-Ver­lags­lei­te­rin Gabriele Ambros. Sie will ihren enga­gier­ten Bei­trag leis­ten, um „die Zukunft Öster­reichs, die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Wirt­schaft, aber auch die Zukunft der Unis und somit des wis­sen­schaft­li­chen Nach­wuch­ses zu sichern“. Ambos per­sön­lich will sich ins­be­son­dere für die För­de­rung von Inno­va­tion und For­schung für KMUs ein­set­zen, denn sie bedür­fen effi­zi­en­ter, aber unbü­ro­kra­ti­scher Instrumente.

Autor:
29.10.2010

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