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Frauen setz­ten Forschungsimpulse

Laura Bassi Cen­tres of Exper­tise. Das Impuls­pro­gramm macht Frauen an der Spitze sicht­bar. Eine neue For­schungs­kul­tur für Manage­ment, Per­so­nal­ent­wick­lung und Chancengleichheit. 

Frauen sind in Öster­reich in der tech­nisch-natur­wis­sen­schaft­li­chen For­schung nach wie vor unter­re­prä­sen­tiert. Ver­ant­wort­lich für die geringe Anzahl an weib­li­chem Lei­tungs­per­so­nal zeich­net jedoch kei­nes­wegs ein Man­gel an qua­li­fi­zier­ten Mit­ar­bei­te­rin­nen. „Für Frauen ist der Zugang zum For­schungs­markt oft wesent­lich schwie­ri­ger als für ihre männ­li­chen Kol­le­gen. Sie ver­fü­gen nicht im glei­chen Aus­maß über per­sön­li­che Kon­takte zu Unter­neh­men und sind deut­lich weni­ger in wis­sen­schaft­li­che Netz­werke ein­ge­bun­den“, erläu­tert Hen­ri­etta Egerth, Geschäfts­füh­re­rin der Öster­rei­chi­schen For­schungs­för­de­rungs­ge­sell­schaft (FFG), die Pro­ble­ma­tik. Des­halb hat die FFG im Auf­trag des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft, Fami­lie und Jugend (BMWFJ) das Pro­gramm w‑fFORTE – Wirt­schafts­im­pulse von Frauen in For­schung und Tech­no­lo­gie – initi­iert. Ziel ist es, Chan­cen­gleich­heit in wis­sen­schaft­li­chen und tech­ni­schen Arbeits­wel­ten herzustellen.

Poten­zial entfalten

Sabine Poho­ryles-Dre­xel, Pro­gramm­ver­ant­wort­li­che im BMWFJ : „Um bes­ser zu ver­ste­hen, wel­che unter­schied­li­chen For­schungs­kul­tu­ren in den For­schungs­ein­rich­tun­gen exis­tie­ren und wie diese auf die Pro­duk­ti­vi­tät der For­sche­rin­nen und For­scher wir­ken, wer­den im Rah­men von w‑fFORTE Stu­dien ver­ge­ben. Dar­über hin­aus ver­fü­gen wir durch die beglei­tende Ana­lyse des Impuls­pro­gramms „Laura Bassi Cen­tres of Exper­tise“ über neue Erkennt­nisse zur gen­der­ge­rech­ten Gestal­tung von For­schungs- und Tech­no­lo­gie­pro­gram­men. Diese Erfah­run­gen wer­den mit Ent­schei­dungs­trä­ge­rIn­nen aus dem For­schungs- und Tech­no­lo­gie­be­reich wei­ter­ent­wi­ckelt, mit dem Ziel, im FTI-För­der­be­reich Rah­men­be­din­gun­gen so zu gestal­ten, dass sie für For­sche­rin­nen und For­scher glei­cher­ma­ßen attrak­tiv sind und diese so ihr Poten­zial best­mög­lich ent­fal­ten können.“

Chan­cen verbessern
Im Rah­men des Impuls­pro­gramms „Laura Bassi Cen­tres of Exper­tise“ för­dert w‑fFORTE For­schungs­zen­tren für ange­wandte Grund­la­gen­for­schung an der Schnitt­stelle von Wis­sen­schaft und Wirt­schaft. Die ins­ge­samt acht Laura Bassi Cen­tres of Exper­tise sind mit in Summe 15 Mil­lio­nen Euro dotiert und haben eine bis zu sie­ben­jäh­rige Lauf­zeit. Gestar­tet wurde, nach einer vier­jäh­ri­gen Vor­be­rei­tungs­phase, im Herbst 2009. Die Zen­tren sind über ganz Öster­reich ver­teilt und wer­den von hoch­qua­li­fi­zier­ten Exper­tin­nen aus den Spar­ten Natur­wis­sen­schaft, Tech­nik und Tech­no­lo­gie gelei­tet (siehe Info­box). An den Zen­tren soll nicht nur anwen­dungs­ori­en­tierte Grund­la­gen­for­schung gemein­sam mit natio­na­len und inter­na­tio­na­len Part­nern aus der Indus­trie und For­schung betrie­ben wer­den, die Ein­rich­tun­gen sol­len auch die Kar­rie­re­chan­cen von Frauen ver­bes­sern und diese im For­schungs­be­reich sicht­ba­rer machen.

Autor:
19.06.2012

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