
Gekommen, um zu bleiben
Die neuen Arbeitszeiten sind flexibel und individuell. Nur mehr 31 Prozent der Betriebe arbeiten ausschließlich in Vollzeit. Diese Entwicklung braucht entsprechende Arbeitsumgebungen wie technologische Infrastruktur.
Seit der Corona-Pandemie haben Unternehmen im Durchschnitt zehn Prozent der Büroarbeitsplätze eingespart und mehrheitlich neue, hybride Arbeitsmodelle geschaffen. Die neuen Arbeitsrealitäten sind aber neben hybrid auch fokussiert und branchenspezifisch sehr unterschiedlich. Zu all diesen Themen hat der Telekomprovider Magenta nun eine von marketmind erstellte Studie mit einem repräsentativen Querschnitt über ganz Österreich veröffentlicht.
Die nötigen Arbeitsumgebungen und Technologien
Ein zentrales Ergebnis ist, dass nur mehr 31 Prozent der Unternehmen ausschließlich in Vollzeit arbeiten. In weiteren 30 Prozent stellen Vollzeitkräfte immerhin die Mehrheit. „Teilzeitarbeit wird verstärkt in Anspruch genommen und vor allem von größeren Unternehmen ermöglicht. Statt starrer Arbeitsstrukturen gibt es Spielraum für zeitliche und örtliche Flexibilität“, sagt Werner Kraus, CCO Business von Magenta.
Weitere Ergebnisse der Magenta-Studie zeigen, dass in 14 Prozent der Unternehmen die komplette Belegschaft oder zumindest der Großteil sogar ausschließlich in Teilzeit arbeitet. Spätestens hier kommen dann die dafür nötigen Arbeitsumgebungen und Technologien ins Spiel. „Die technischen Möglichkeiten für mobiles Arbeiten sind ein wesentlicher Treiber und bilden die Basis für die gelebte Flexibilität“, bestätigt Kraus.
Flexible Arbeitszeiten unterscheiden sich je nach Branche
Für 60 Prozent der heimischen Betriebe gelten 20 Wochenstunden als Mindestmaß für eine Teilzeitstelle. Eine Ausnahme ist Oberösterreich : Hier geben verhältnismäßig viele Unternehmen (34 Prozent) den Wert von 15 Stunden als Mindestmaß an. Im Rahmen dessen besteht aber immerhin etwas mehr als die Hälfte (55 Prozent) auf eine Kernarbeitszeit.
An erster Stelle beim Thema Kernarbeitszeit steht die Bauwirtschaft, wo die Stunden bei drei Viertel der Unternehmen gleichmäßig über die Wochentage verteilt sind. Ein Gegenpol sind hier die vergleichsweise flexible Information und Kommunikationsbranche und der Dienstleistungsbereich. Gleichzeitig ist das Montag-bis-Freitag-Modell häufiger bei Großunternehmen zu finden als in kleinen Betrieben.
Anwesenheitspflichten und freie Tage
Die Anwesenheitspflicht ist von Montag bis Donnerstag am höchsten, freitags deutlich geringer und am Wochenende fast nicht gegeben. Ausnahme sind Beherbergung und Gastronomie. Eher locker mit der Anwesenheitspflicht an bestimmten Wochentagen nehmen es Kleinstunternehmen.
Im Schnitt ermöglichen 12 Prozent der Unternehmen ihrer Belegschaft montags freizunehmen, freitags steigt der Anteil auf 20 Prozent. Als Ausgleich für die Wochenend-Arbeit erhalten insbesondere Beschäftigte in der Beherbergung und Gastronomie einen freien Montag.
Arbeitsumgebungen und Ausstattung
Mehr als die Hälfte der heimischen Unternehmen, allen voran Großunternehmen, arbeitet in Einzel- oder Mehrpersonenbüros, nur 16 Prozent in Großraumbüros. Im Rahmen dessen sind sogenannte Shared-Desk-Konzepte vor allem im Dienstleistungssektor, in der Beherbergung und dem Gesundheitswesen verbreitet.
Für 78 Prozent der Unternehmen hat sich das Verhältnis von Arbeitsplätzen zu Mitarbeitenden seit Corona nicht verändert, bei zehn Prozent ist die Zahl der Arbeitsplätze allerdings gesunken. Das betrifft insbesondere in der Kommunikationsbranche, wo die Hälfte der Unternehmen seit der Pandemie Arbeitsplätze eingespart hat. (red/cc)