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Geschäfts­schä­di­gend

Cyber-Kri­mi­na­li­tät ran­giert in der Gesamt­liste der Wirt­schafts­ver­bre­chen gegen Unter­neh­men an zwei­ter Stelle. 

Cyber-Kri­mi­na­li­tät macht sich in der Bilanz bemerk­bar. Laut einer PwC-Stu­die „hat eine Hand­voll der Befrag­ten (etwa 50 Unter­neh­men) ange­ge­ben, über fünf Mil­lio­nen US-Dol­lar ver­lo­ren zu haben ; fast ein Drit­tel unter ihnen bezif­ferte Ver­luste im Zusam­men­hang mit Cyber-Kri­mi­na­li­tät in Höhe von mehr als 100 Mil­lio­nen US-Dollar.“
PwC hat im Rah­men die­ser Stu­die nicht ver­sucht, die Kos­ten von Cyber-Angrif­fen zu schät­zen, statt­des­sen wur­den Top­ma­na­ger per­sön­lich nach ihrer Mei­nung befragt. Das wich­tigste Ergeb­nis der dies­jährigen PwC-Stu­die ist, dass Cyber-Kri­mi­na­li­tät in der Gesamt­liste der Wirt­schafts­ver­bre­chen gegen Unter­neh­men nun an zwei­ter Stelle ran­giert. Auf Platz 1 steht der Dieb­stahl von Geld.
Obwohl sich die Füh­rungs­kräfte der Hack­ing- und Cyber-Akti­vi­tä­ten bewusst sind, reagie­ren sie unzu­rei­chend. So kön­nen ledig­lich 37 Pro­zent der Befrag­ten auf einen Inci­dent-Response-Plan verweisen.

Sicher­heits­stra­te­gie
Über­ra­schend ist auch die man­gelnde Ein­bin­dung von IT-Füh­rungs­kräf­ten : Not­fall­teams bestehen meist aus Mit­glie­dern der Geschäfts­lei­tung (46 Pro­zent), Juris­ten (25 Pro­zent) und Mit­ar­bei­tern der Per­so­nal­ab­tei­lung (14 Pro­zent). Wenn das not­wen­dige Fach­wis­sen fehlt oder die IT-Abtei­lung nicht von Anfang an ein­ge­bun­den ist, ist es nach Ein­schät­zung von PwC sehr gut mög­lich, dass foren­si­sche Infor­ma­tio­nen außer Acht gelas­sen wer­den oder sogar ver­lo­ren gehen.
Laut PwC erfül­len die Unter­neh­men grund­le­gende Anfor­de­run­gen nicht. Einige der bekann­te­ren Sicher­heits­lü­cken waren schlechte Sys­tem­kon­fi­gu­ra­tio­nen, unzu­rei­chende Kon­trol­len und sons­tige „ver­meid­bare Fehler“.
PwC emp­fiehlt eine mehr­schich­tige Cyber-Sicher­heits­stra­te­gie, die auch von der Vor­stands­etage unter­stützt wird, stren­gere Risi­ko­ana­ly­sen und IT-Audits sowie die Ein­füh­rung effek­ti­ver Überwachungsprozesse.
Bei den mehr als 6.000 Befrag­ten han­delt es sich vor­wie­gend um C‑Le­vel-Füh­rungs­kräfte und Lei­ter von Geschäfts­be­rei­chen. Sie ken­nen die ope­ra­ti­ven Details des betref­fen­den Unter­neh­mens in- und aus­wen­dig und kön­nen die wirt­schaft­li­chen Aus­wir­kun­gen am bes­ten einschätzen.

Autor: red/stem
19.04.2016

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