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Gestie­gene Export­erwar­tun­gen in Deutschland

Die Export­erwar­tun­gen der Deut­schen Indus­trie sind gestie­gen. Che­mi­sche Indus­trie und Möbel­in­dus­trie erwar­ten merk­li­che Zuwächse, auch Auto­mo­bil­bran­che posi­ti­ver ein­ge­stellt. Belas­tend ist wei­ter­hin der „Han­dels­krieg“ im Kon­text mit den USA und China, so eine aktu­elle ifo-Studie. 

Par­al­lel zur in den letz­ten Wochen etwas getrüb­ten Stim­mung in Deutsch­lands Wirt­schaft, zeigt sich nun aktu­ell im wich­ti­gen Seg­ment der Exporte eine Auf­hel­lung. Das renom­mierte ifo-Insti­tut (Anm. Leib­nitz-Insti­tut für Wirt­schafts­for­schung an der Uni Mün­chen) erhob für den August eine ver­bes­serte Erwar­tungs­hal­tung für die Export­quote der Indus­trie. Getra­gen wird diese Ent­wick­lung iro­ni­scher­weise vom bevor­ste­hen­den Brexit und damit ver­bun­de­ner vor­ge­zo­ge­ner Importe sei­tens der Bri­ti­schen Wirtschaft.

Merk­li­che Zuwächse für Che­mi­sche Indus­trie und Möbelindustrie
Run­ter­ge­bro­chen auf ein­zelne Bran­chen­seg­mente zeigt sich die ver­bes­serte Aus­sicht ins­be­son­dere im Auto­mo­bil­sek­tor. Die Che­mi­sche Indus­trie und die Möbel­in­dus­trie erwar­ten sogar „merk­li­che Zuwächse beim Aus­lands­ge­schäft“, so das ifo in einer Aus­sendung. Weni­ger opti­mis­tisch blei­ben die Berei­che Maschi­nen­bau und Metallbranche. 

Dif­fe­ren­zie­rende Ergeb­nisse bei Beschäftigungsbarometer
Etwas gefal­len ist das ebenso regel­mä­ßig erho­bene ifo-Beschäf­ti­gungs­ba­ro­me­ter. Beson­ders betrof­fen ist hier die Dienst­leis­tungs­bran­che. Im Bau­ge­werbe san­ken die Aus­sich­ten zwar auch etwas, hier sind jedoch wei­ter­hin Neu­ein­stel­lun­gen vor­ge­se­hen. Auch in der wich­ti­gen Han­dels­bran­che bleibt das Beschäf­ti­gungs­ni­veau wei­ter kon­stant. Gestie­gen ist das Stim­mungs­ba­ro­me­ter auch im Ver­ar­bei­ten­den Gewerbe, meh­rere Betriebe wol­len hier aller­dings auch Per­so­nal abbauen.

Ifo Erhe­bun­gen
Die ifo-Stu­dien und das ifo-Beschäf­ti­gungs­ba­ro­me­ter basie­ren auf rd. 9.000 monat­li­chen Mel­dun­gen von Unter­neh­men des Ver­ar­bei­ten­den Gewer­bes, des Bau­haupt­ge­wer­bes, des Groß- und Ein­zel­han­dels und des Dienst­leis­tungs­sek­tors. Die Unter­neh­men wer­den gebe­ten ihre Beschäf­tig­ten­pla­nun­gen für die nächs­ten drei Monate mitzuteilen.
Der Sal­do­wert der Pla­nun­gen ist die Dif­fe­renz der Pro­zent­an­teile der Ant­wor­ten “zuneh­men” und “abneh­men”. Zur Berech­nung der geson­dert aus­ge­wie­se­nen Index­werte wer­den die Sal­den jeweils auf den Durch­schnitt des Jah­res 2015 normiert.

Autor: red/czaak
02.09.2019

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