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Good bye Great Bri­tain ! Hello good old Germany !

Bedingt durch den Brexit wen­den sich Unter­neh­men von Groß­bri­tan­nien ab. EU-Stand­orte, vor allem Deutsch­land, gewin­nen dadurch deut­lich an Attrak­ti­vi­tät für Investoren.

Der bevor­ste­hende Brexit hat bereits jetzt gra­vie­rende Aus­wir­kun­gen auf den Wirt­schafts­stand­ort Groß­bri­tan­nien : Jedes siebte dort aktive Unter­neh­men plant, seine Geschäfts­be­rei­che aus Groß­bri­tan­nien zu ver­la­gern. Im übri­gen Europa kommt eine Betriebs­ver­la­ge­rung nur für jedes 50. Unter­neh­men infrage. Das ergab eine Befra­gung von 254 Unter­neh­men durch die Prü­fungs- und Bera­tungs­or­ga­ni­sa­tion Ernst & Young (EY). 75 Pro­zent des Samples haben ihren Sitz oder eine Nie­der­las­sung in Großbritannien.
Hel­mut Mau­kner, Coun­try Mana­ging Part­ner bei EY Öster­reich : „Der anste­hende Brexit sorgt für große Unsi­cher­heit. Der sichere Zugang zum euro­päi­schen Bin­nen­markt ist und bleibt ein wich­ti­ger Wett­be­werbs­vor­teil.“ Dadurch steige die Attrak­ti­vi­tät der Euro­päi­schen Union, so Mau­kner : „56 Pro­zent der Unter­neh­men wol­len ihre Inves­ti­tio­nen in Europa aus­bauen. Die Euro­päi­sche Union ist stark und attrak­tiv genug, um auch ohne Groß­bri­tan­nien inter­na­tio­nale Inves­to­ren anzu­zie­hen. Die rela­tive Gelas­sen­heit der Wirt­schaft außer­halb Groß­bri­tan­ni­ens ist ein posi­ti­ves Signal für die Wirt­schafts- und Wäh­rungs­union und gene­rell für die euro­päi­sche Gemeinschaft.“

Ein­deu­ti­ger Brexit-Gewin­ner : Deutschland 
Größ­ter Nutz­nie­ßer des Unter­neh­mens-Exodus aus Groß­bri­tan­nien dürfte Deutsch­land sein : 54 Pro­zent der in Groß­bri­tan­nien akti­ven Unter­neh­men nen­nen Deutsch­land als bevor­zug­tes Ziel außer­halb des Ver­ei­nig­ten König­reichs. Dahin­ter lie­gen die Nie­der­lande (33 Pro­zent) und Frank­reich (8 Pro­zent). Ins­ge­samt 40 Pro­zent der aus­län­di­schen Unter­neh­men sehen Deutsch­land als Inves­ti­ti­ons­ziel Num­mer Eins (2016 : 38%), hin­ge­gen sehen nur noch 22 Pro­zent (2016 : 27%) Groß­bri­tan­nien als füh­ren­den Standort.

Fast drei Vier­tel spü­ren bereits Aus­wir­kun­gen des Brexit-Votums
Obwohl Groß­bri­tan­nien erst in frü­hes­tens zwei Jah­ren tat­säch­lich aus der Euro­päi­schen Union aus­tre­ten wird, geben 71 Pro­zent geben an, kon­krete Aus­wir­kun­gen bei Gewinn­mar­gen, die bei 28 Pro­zent der Unter­neh­men geschrumpft sind, und bei Ein­kaufs­prei­sen, die sich für 29 Pro­zent erhöht haben, zu ver­spü­ren. In Folge des Brexit-Votums hatte das bri­ti­sche Pfund mas­siv an Wert ver­lo­ren, was Importe nach Groß­bri­tan­nien deut­lich ver­teu­erte. Hel­mut Mau­kner warnt daher : „So erfreu­lich die stei­gende Attrak­ti­vi­tät von Stand­or­ten inner­halb der Euro­päi­schen Union ist – dies darf nicht dar­über hin­weg­täu­schen, dass der Aus­tritt viele export­ori­en­tierte euro­päi­sche Unter­neh­men vor erheb­li­che Her­aus­for­de­run­gen stel­len wird.“

Nur jedes 25. Unter­neh­men hat eine „Brexit-Stra­te­gie“
Gerade ein­mal vier Pro­zent der befrag­ten Unter­neh­men haben laut eige­nen Anga­ben inzwi­schen eine Stra­te­gie für den Umgang mit den sich ver­än­dern­den Bedin­gun­gen im Zuge des Brexits. Mau­kner dazu : „Vola­ti­li­tät ist die neue Nor­ma­li­tät. In einer sich immer schnel­ler ver­än­dern­den Welt gilt es, fle­xi­bel zu blei­ben. Eine kon­se­quente Digi­ta­li­sie­rung aller Geschäfts­be­rei­che kann Unter­neh­men dabei hel­fen, sich schnell und fle­xi­bel an ver­än­derte Markt­be­din­gun­gen anzupassen. 

hello world!
Autor: red
24.02.2017

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