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Gra­zer High­tech-Sen­so­ren erleich­tern jun­gen Dia­be­ti­kern das Leben

Eine neue Glu­kose-Sen­sor-Tech­no­lo­gie für Insu­lin­ab­ga­be­sys­teme, die im Rah­men eines EU-Pro­jekts unter der Füh­rung von Joan­neum Rese­arch in Graz ent­steht, wird gerade für zucker­kranke Kin­der und Jugend­li­che nicht nur Erleich­te­run­gen, son­dern auch mehr Sicher­heit brin­gen. Sie könnte sogar der Durch­bruch in Rich­tung einer künst­li­chen Bauch­spei­chel­drüse sein.

Im Rah­men des EU-Pro­jekts „Spi­di­man“ wird eine neue Glu­kose-Sen­sor-Tech­no­lo­gie ent­wi­ckelt, die die Glu­ko­se­mes­sung ver­bes­sert und eine genauere Insu­lin­zu­fuhr ermög­licht, um dadurch eine bes­sere Blut­zu­cker­ein­stel­lung bei Pati­en­tIn­nen mit Typ-1-Dia­be­tes zu errei­chen. Spe­zi­elle Ziel­gruppe des Pro­jekt­kon­sor­ti­ums sind dabei Kin­der und Jugend­li­che. Joan­neum Rese­arch koor­di­niert das vier­jäh­rige Pro­jekt, bei dem neun mul­ti­dis­zi­pli­näre Pro­jekt­part­ner aus dem In- und Aus­land mitarbeiten.

Minia­tu­ri­sier­tes Messgerät
Bei der neuen Glu­kose-Sen­sor-Tech­no­lo­gie han­delt es sich um ein „Sin­gle-Port Sys­tem“, wel­ches Insu­lin­zu­fuhr und Glu­ko­se­mes­sung an der­sel­ben Stelle im Fett­ge­webe ermög­licht. Dabei wer­den spe­zi­elle opti­sche Glu­ko­se­sen­so­ren zusam­men mit dem Infu­si­ons­set in das Fett­ge­webe ein­ge­bracht. Die Sen­so­ren wer­den dann über ein auf der Haut ange­brach­tes, minia­tu­ri­sier­tes Mess­ge­rät aus­ge­le­sen und folg­lich die Glu­ko­se­werte berechnet.
Im Rah­men der ers­ten kli­ni­schen Stu­die konnte nun die neue Tech­no­lo­gie auch am Men­schen getes­tet wer­den. Dabei konn­ten auch wich­tige Erkennt­nisse zur Ver­bes­se­rung und Wei­ter­ent­wick­lung des Gesamt­sys­tems, also der Kom­bi­na­tion aus Glu­ko­se­mes­sung und Insu­lin­ab­gabe, gewon­nen wer­den. Die Tech­no­lo­gie habe sogar das Poten­zial, zum zen­tra­len Ele­ment einer künst­li­chen Bau­spei­chel­drüse zu wer­den, so das Joanneum.

Autor: red/aha
18.01.2017

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