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Gute Neben­wir­kun­gen

Medi­ka­mente und deren unab­sicht­li­cher Nut­zen für die Gesundheit. 

Medi­ka­mente haben immer auch Neben­wir­kun­gen. Man­che Neben­wir­kun­gen ent­pup­pen sich bei nähe­rer Unter­su­chung aller­dings sogar als erwünscht. Oft wer­den diese neuen Wir­kun­gen von bekann­ten Arz­neien durch Zufall ent­deckt. Ein Pro­jekt, das aus Gel­dern des Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wis­sen­schaft und For­schung finan­ziert wird, unter­sucht die bio­mo­le­ku­lare Basis die­ser erwünsch­ten Neben­wir­kun­gen im Körper.

Enor­mer Nutzen
Genau gesagt geht es um Gen-Au, ein inter­dis­zi­plinä-res For­schungs­pro­jekt der öster­rei­chi­schen Genom­for­schung, in des­sen Rah­men sich – in Koope­ra­tion mit ande­ren For­schungs­ein­rich­tun­gen – das Kon­sor­tium Dra­gon eta­bliert hat. Dra­gon, also DRug Action by GenO­mic Network(s), geht von der Über­le­gung aus, dass aus Neben­wir­kun­gen und deren Unter­su­chung Informa-tio­nen gewon­nen wer­den kön­nen, die neue the­ra­peu­ti­sche Ansätze ermög­li­chen. Ein Para­de­bei­spiel dafür ist Ana­grelid, das ursprüng­lich als Hem­mer der Blut­plätt­chen in die The­ra­pie ein­ge­führt wurde, heute aber auf­grund sei­ner – mecha­nis­tisch unver­stan­de­nen – „Neben­wir­kung“ für die Behand­lung einer sel­te­nen Blut­krebs­er­kran­kung ver­wen­det wird.
Ein erhoff­tes Pro­jekt­ziel von Dra­gon ist es, in Zukunft bes­sere Medi­ka­mente gezielt ein­set­zen zu kön­nen. Durch die gewon­ne­nen Erkennt­nisse erwar­tet man sich viel­fäl­tige Vor­teile und prak­ti­schen Nut­zen bei der pati­en­ten­ge­rech­ten Medi-kamen­ten­wahl und der Ent­wick­lung neuer, neben­wir­kungs­freier Medi­ka­mente. Eine wei­tere Stra­te­gie, die im Zuge des­sen ver­folgt wird, ist die Her­stel­lung neuer Arz­nei­mit­tel, durch die Neben­wir­kun­gen sogar gezielt als Haupt­wir­kun­gen genutzt wer­den können.

Autor:
27.02.2009

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