Zum Inhalt
© Pixabay_pdphotos_Wolf_240626.jpg

Hand­lungs­be­darf bei Förderungen

Große Nach­frage bei Sanie­rungs­of­fen­sive der Bun­des­re­gie­rung. Von 360 Mil­lio­nen Euro För­der­bud­get nur mehr wenige Mil­lio­nen über. Exper­ten emp­feh­len rasche Ein­rei­chung und genaue Prü­fung der Berechtigungen.

Seit der Neu­auf­lage der Sanie­rungs­of­fen­sive der Öster­rei­chi­schen Bun­des­re­gie­rung letz­ten Herbst sind zwei Drit­tel der Anträge in Rich­tung Sanie­rungs­bo­nus gegan­gen und in Rich­tung Kes­sel­tausch nur rund ein Drit­tel. Da der Kes­sel­tausch im Ver­gleich eine deut­lich höhere CO2-Ein­spa­rung erzielt, wurde die Sanie­rungs­of­fen­sive ange­passt und diese ist nur mehr für den Kes­sel­tausch bzw. für den Aus­tausch fos­si­ler Heiz­sys­teme möglich.

Von den 360 Mil­lio­nen Euro Bud­get der Sanie­rungs­of­fen­sive für das heu­rige Jahr 2026 sind bereits mehr als 90 Pro­zent ver­ge­ben und nur noch wenige Mil­lio­nen Euro ste­hen zur Ver­fü­gung. Die Nach­frage reißt nicht ab und so soll­ten sich die pri­mär ange­spro­che­nen Besit­zer von Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern sowie von Rei­hen­häu­sern oder mehr­ge­schos­si­gen Wohn­an­la­gen bei ent­spre­chen­den Sanie­run­gen beeilen.

Bal­dige Aus­schöp­fung des Fördertopfes

För­der­fä­hig sind aus­schließ­lich Bestands­ge­bäude. Antrags­be­rech­tigt sind Eigen­tü­mer, Bau­be­rech­tigte oder Mie­ter von Ein- und Zwei­fa­mi­li­en­häu­sern sowie Eigen­tü­mer von Mehr­par­tei­en­häu­sern. Neu­bau­ten sind von der För­de­rung aus­ge­schlos­sen. Die För­der­an­träge kön­nen zwar offi­zi­ell noch bis zum 31. Dezem­ber 2026 gestellt wer­den, die Mit­tel wer­den jedoch nach dem Prin­zip „solange der Vor­rat reicht“ ver­ge­ben. Exper­ten rech­nen damit, dass der För­der­topf inner­halb der nächs­ten Wochen voll­stän­dig aus­ge­schöpft sein wird. 

Die Regis­trie­rung muss – vor der Beauf­tra­gung eines Fach­be­triebs – erfol­gen. Wer bereits einen Auf­trag erteilt hat, ver­liert den För­der­an­spruch. Zudem sind ein Ener­gie­be­ra­tungs­pro­to­koll sowie die Durch­füh­rung der Arbei­ten durch einen zer­ti­fi­zier­ten Fach­be­trieb Vor­aus­set­zung für die För­de­rung. Die Unter­stüt­zung beträgt bis zu 30 Pro­zent der för­der­fä­hi­gen Inves­ti­ti­ons­kos­ten und kann mit Lan­des­för­de­run­gen kom­bi­niert werden.

Nach­hal­tige Ver­bes­se­rung von Ener­gie­ef­fi­zi­enz und Wert der eige­nen Immobilie

„Die Erfah­rung zeigt, dass attrak­tive För­der­pro­gramme rasch aus­ge­reizt wer­den. Das Vor­gän­ger­pro­gramm „Raus aus Öl und Gas“ wurde damals voll­stän­dig auf­ge­braucht, bevor viele Haus­halte über­haupt reagiert hat­ten“, sagt Mar­tin Klo­bouc­nik, Co-CEO von Wolf Klima- und Heiz­tech­nik. „Auch aktu­ell reißt die Nach­frage nicht ab. Wer bei Sanie­rungs­ent­schei­dun­gen zu lange war­tet, ris­kiert höhere Kos­ten und den Ver­lust ver­füg­ba­rer För­de­run­gen“, so der Experte.

Der aktu­elle Hand­lungs­be­darf zeigt sich auch im Gesamt­bild: Laut Umwelt­bun­des­amt liegt die jähr­li­che Sanie­rungs­rate in Öster­reich momen­tan bei rund 0,9 Pro­zent. Für die Errei­chung der Klima- und Ener­gie­ziele wäre jedoch eine Stei­ge­rung auf etwa 2,5 bis 3 Pro­zent not­wen­dig. „Wer jetzt inves­tiert, sichert sich nicht nur die Chance auf För­der­mit­tel, son­dern ver­bes­sert lang­fris­tig auch die Ener­gie­ef­fi­zi­enz und den Wert der eige­nen Immo­bi­lie“, unter­streicht Mar­tin Klo­bouc­nik von Wolf Klima- und Heiz­tech­nik. (red/​czaak)

Autor: red/czaak
24.06.2026

Weitere aktuelle Artikel

TU Wien und Med­Aus­tron schaf­fen wich­ti­gen Mei­len­stein auf dem Weg zu einer noch prä­zi­se­ren Krebs­the­ra­pie. Neuer Ansatz kom­bi­niert Koh­len­stoff- und Heli­um­io­nen. Tumore kön­nen in Zukunft bestrahlt und gleich­zei­tig die Ana­to­mie der Pati­en­ten über­wacht werden. In der Ionen­strahl­the­ra­pie wer­den Atom­kerne in einem Teil­chen­be­schleu­ni­ger (Syn­chro­tron, Anm.) auf hohe Ener­gien beschleu­nigt und gezielt auf einen Tumor gelenkt. Dort schä­di­gen sie […]
In Nie­der­ös­ter­reich locken die „Tage der offe­nen Ate­liers“ zu Aus­flü­gen und Urlaubs­auf­ent­hal­ten. Zwi­schen Enns und Lei­tha zei­gen heuer über 1.000 Kunst­schaf­fende Tex­til­kunst, Schmuck und Schmie­de­ar­bei­ten über Bild­haue­rei und Male­rei bis zu Film oder Fotografie. Nie­der­ös­ter­reichs Kunst- und Kul­tur­schaf­fende laden auch heuer wie­der zu den „Tagen der Offe­nen Ate­liers“ um ihre Leis­tun­gen einer mög­lichst brei­ten Öffent­lich­keit prä­sen­tie­ren zu […]
Kin­der­krebs Sozi­al­hilfe, Stern­tal­er­hof, Licht ins Dun­kel oder aktu­ell die Unter­stüt­zung für den Licht­blick­hof. IT-Dis­tri­bu­tor Omega enga­giert sich regel­mä­ßig für unter­schied­li­che Sozi­al­pro­jekte mit einem Schwer­punkt auf Kin­der und Jugendliche.  Der öster­rei­chi­sche IT-Dis­tri­bu­tor Omega unter­stützt seit über zwei Jahr­zehn­ten soziale Ein­rich­tun­gen, dar­un­ter etwa das St. Anna Kin­der­spi­tal, den Stern­tal­er­hof, Debra Aus­tria, Licht ins Dun­kel oder Mis­sion Hoff­nung. […]
Die Vienna Fashion Week ist aus. Eco­nomy hat letz­ten Frei­tag als modi­sche Höhe­punkte die Arbei­ten von Roee und Plu­ral und vor allem Show und Enga­ge­ment von Sau­ber­ma­cher und Label „Fröh­lich“ gese­hen. Hier war neben Mode auch Inno­va­tion und (wirk­lich) nach­hal­tige Kreis­lauf­wirt­schaft Thema. Einen unpro­fes­sio­nel­len Auf­tritt von Nico­las Dudek gab es auch. Ein Bericht von Han­nah Czaak und Ale­jan­dro […]
Brechts „Arturo Ui“ von 11 Regisseur:innen am Lan­des­thea­ter St. Pöl­ten zum Start der neuen Inten­danz von Patri­cia Nickel-Döni­cke ist inhalt­lich ein aktu­ell pas­sen­des Stück und ope­ra­tiv ein wage­mu­ti­ger Schritt. Final sie­gen große Schau­spiel­kunst und Büh­nen­bild gegen die kleine Büh­nen­flä­che und die vie­len Hand­lungs­stränge. Ein kom­men­tie­ren­der Bericht von der Pre­mière mit Publi­kums­re­ak­tio­nen von Chris­tian Czaak. Ber­tolt Brecht. […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram