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© Österreichisches Patentamt

Hei­ßes Was­ser statt Gift als bes­tes Öster­rei­chi­sches Patent

Umwelt­scho­nende Kunst­stoff­er­zeu­gung, kluge Stifte für Par­kin­son-Pati­en­ten, klin­gende Inno­va­tio­nen gegen Diebe. Beste Erfin­dun­gen, krea­tive Mar­ken und Mensch­lich­keit beim dies­jährigen Staats­preis Patent.

Der Öster­rei­chi­sche Staats­preis „Patent“ wurde heuer zum drit­ten Mal ver­ge­ben, coro­nabe­dingt wurde die Ver­an­stal­tung im Inter­net abge­wi­ckelt. 283 Erfin­der und Krea­tive hat­ten ihre Pro­jekte ein­ge­reicht, gemein­sam mit der UNICEF wurde erst­mals und zusätz­lich ein Preis für die Kate­go­rie „Huma­nity“ verliehen.

Das dies­jäh­rige Sie­ger­pro­jekt kommt von der Tech­ni­schen Uni­ver­si­tät Wien. Hier sol­len künf­tig Kunst­stoffe mit hei­ßem Was­ser anstatt mit umwelt­schäd­li­chen Lösungs­mit­teln pro­du­ziert wer­den. Damit soll auch die Her­stel­lung von kris­tal­li­nen Poly­imi­den ohne mas­siv gif­tige Stoffe pas­sie­ren. Mit die­sem inno­va­ti­ven Ver­fah­ren hat das 15-köp­fige TU-Team um Miriam Unter­lass den Staats­preis für das „Beste Patent“ gewonnen.

„Immer mehr Erfin­dun­gen haben eine sau­bere Umwelt und die Gesund­heit der Men­schen im Blick, so auch die Gewin­ne­rIn­nen des Staats­prei­ses Patent“, sagt Leo­nore Gewess­ler, Kli­ma­schutz­mi­nis­te­rin. „Ich gra­tu­liere allen Preis­trä­ge­rIn­nen herz­lich und bedanke mich für ihr Enga­ge­ment, ihren Erfin­der­geist und die inno­va­ti­ven Lösun­gen“, so Gewessler.

Ein klei­ner intel­li­gen­ter Stift für Par­kin­son und ein Ska­ra­beos gegen Langfinger
Den neuen Preis in der Kate­go­rie „Huma­nity“ gewinnt Tibor Zajki-Zech­meis­ter für seine soge­nannte Tre­mi­pen. Diese misst das Zit­tern in den Hän­den von Par­kin­son­kran­ken und lie­fern in weni­gen Sekun­den eine Aus­wer­tung. Die im Aus­se­hen einem Kugel­schrei­ber ähn­li­che Tre­mi­pen zeigt Par­kin­son-Pati­en­ten ent­spre­chend in Sekun­den­schnelle, wie es ihnen geht. Mit­ha­ben müs­sen sie diese Pen aller­dings auch… 

Wolf­gang Lan­ge­der wie­derum macht es mit sei­nem „Ska­ra­beos“ Die­ben nicht leicht. Seine Ruck­sä­cke und Taschen mit Alarm­si­che­rung tra­gen den Namen des alt­ägyp­ti­schen Schutz­sym­bols und alar­mie­ren via App am Smart­phone, wenn ein Taschen­dieb sein Glück ver­sucht. Dafür gab es die heu­rige Aus­zeich­nung in der Kate­go­rie „Beste Marke“. 

Lob von Patent­amts­che­fin und eine fach­kun­dige Jury
„Kunst­stoff mit­tels Was­ser, kleine kluge Stifte für Par­kin­son-Pati­en­ten oder klin­gende Inno­va­tio­nen gegen Diebe – das waren die Spit­zen­leis­tun­gen 2020“, so Mariana Kare­pova, Prä­si­den­tin des Öster­rei­chi­schen Patent­amts. „Außer­ge­wöhn­lich gute Erfin­dun­gen prü­fen wir im Patent­amt immer zwei­mal : Ein­mal, ob sie welt­weit neu sind. Und ein zwei­tes Mal, ob sie so gut sind, dass sie für den Staats­preis nomi­niert wer­den kön­nen“, betont Karepova. 

In der Staats­preis-Jury waren Men­schen, die sich unter­neh­me­risch, oder wis­sen­schaft­lich mit Inno­va­tion und Kunst befas­sen, dar­un­ter Ulrike Rab­mer-Kol­ler (Unter­neh­me­rin), Petra Stolba (Öster­reich Wer­bung), Ros­wi­tha Hass­lin­ger (Markt­for­schungs­un­ter­neh­me­rin), Beate Tom­asso­vits-Weis (Ö1-Jour­na­lis­tin) sowie Ger­fried Sto­cker (Ars Elec­tro­nica), Claus J. Raidl (IST Aus­tria), Johan­nes Wede­nig (Unicef), Harald Kubi­ena (Chir­urg), Guido Kucsko (IP-Experte) und Klaus Psei­ner (FFG).

Autor: red/czaak
13.11.2020

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