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Im Dienste der Evolution

Der Evo­lu­ti­ons­bio­loge Nick Bar­ton ist der erste Pro­fes­sor, der im IST Aus­tria seine For­schungs­ar­beit aufnimmt.

Nick Bar­ton, einer der welt­weit füh­ren­den Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gen und Mit­glied der Royal Society
in Lon­don, hat als ers­ter Pro­fes­sor des Insti­tute of Sci­ence and Tech­no­logy Aus­tria (IST Aus­tria) bereits Anfang August des Vor­jah­res gemein­sam mit sei­nem Team die wis­sen­schaft­li­che Arbeit am Cam­pus aufgenommen.

Zahl­rei­che Aktivitäten
Vor sei­nem Umzug nach Klos­terneuburg war er an der Uni­ver­sity of Edin­burgh tätig, wo er den Lehr­stuhl für Evo­lu­ti­ons­ge­ne­tik inne­hatte. Nick Bar­ton ist bri­ti­scher Staats­bür­ger und wurde 1955 in Lon­don gebo­ren. Er stu­dierte Gene­tik an den Uni­ver­si­tä­ten von Cam­bridge und East Anglia und war Lek­tor am Uni­ver­sity Col­lege Lon­don, bevor er 1990 an die Uni­ver­sity of Edin­burgh ging.
Bar­ton hat sich mit einem wei­ten Spek­trum an The­men im Bereich der Evo­lu­ti­ons­theo­rie befasst, indem er mathe­ma­ti­sche Ansätze für eine Viel­zahl von Pro­ble­men und Daten­sät­zen ange­wen­det hat. Sein For­schungs­schwer­punkt liegt auf der Evo­lu­tion von Popu­la­tio­nen, die im Raum ver­teilt sind und einer natür­li­chen Selek­tion vie­ler Gene unterliegen.
Er hat wesent­lich zu dem Wis­sen dar­über bei­getra­gen, wie sich Arten anpas­sen und wie sie sich in neue Arten aufspalten.

Renom­mierte Auszeichnung
Haim Harari, Vor­sit­zen­der des Exe­ku­tiv­ko­mi­tees von IST Aus­tria : „Nick ist welt­weit füh­rend auf dem Gebiet der evo­lu­tio­nä­ren Popu­la­ti­ons­ge­ne­tik. Wir sind sehr stolz, dass er IST Aus­tria als sein künf­ti­ges Zen­trum für die­ses auf­re­gende und auf­blü­hende For­schungs­feld aus­ge­wählt hat.“
Tho­mas Hen­zin­ger, designier­ter Prä­si­dent von IST Aus­tria, ergänzt : „Nicks Arbeit ist ein wesent­li­cher Bei­trag zu der Wei­ter­ent­wick­lung von Dar­wins 150 Jahre alten Erkennt­nis­sen zu einer mathe­ma­ti­schen Theo­rie mit mess­ba­ren Vor­her­sa­gen und einem ver­tief­ten Ver­ständ­nis evo­lu­tio­nä­rer Mecha­nis­men. Ich bin sehr froh dar­über, dass er sich dafür ent­schie­den hat, gemein­sam mit uns ein For­schungs­in­sti­tut von Welt­klasse aufzubauen.“
Im Februar die­ses Jah­res erhielt Bar­ton gemein­sam mit zwölf wei­te­ren Wis­sen­schaft­le­rin­nen und Wis­sen­schaft­lern eine der renom­mier­tes­ten Aus­zeich­nun­gen, die es im Bereich der Evo­lu­ti­ons­bio­lo­gie zu ver­ge­ben gibt.
Die „Dar­win-Wal­lace-Medaille“ der Lin­nean Society wird nur alle 50 Jahre ver­lie­hen – zum ers­ten Mal im Jahr 1908 im Andenken an die gemein­same Prä­sen­ta­tion der bei­den berühm­ten Arbei­ten zur Ent­ste­hung der Arten 1858 durch Charles Dar­win und Alfred Rus­sel Wallace.

Autor:
24.04.2009

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