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Im Wan­del

Öster­reichs Mit­tel­stand nimmt die digi­tale Her­aus­for­de­rung an, jedes zweite Unter­neh­men inves­tiert und ändert sein Geschäfts­mo­dell, so eine aktu­elle Ernst & Young-Stu­die mit 900 mit­tel­stän­di­schen Betrieben.

Der Ein­zug digi­ta­ler Tech­no­lo­gien in den öster­rei­chi­schen Mit­tel­stand ist nicht mehr auf­zu­hal­ten : Bei mehr als jedem zwei­ten Unter­neh­men spie­len digi­tale Tech­no­lo­gien bereits jetzt eine zumin­dest mit­tel­große Rolle für das eigene Geschäfts­mo­dell. Nur acht Pro­zent schrei­ben der Digi­ta­li­sie­rung kei­ner­lei Ein­fluss auf das eigene Geschäfts­mo­dell zu. Beson­ders stark ist der Ein­fluss der Digi­ta­li­sie­rung bei den grö­ße­ren Unter­neh­men und im Dienstleistungs-Sektor.
Viele Unter­neh­men haben schon Anpas­sun­gen vor­ge­nom­men oder sind gerade inmit­ten eines Ver­än­de­rungs­pro­zes­ses : 28 Pro­zent der Unter­neh­men hat bereits Ände­run­gen am eige­nen Geschäfts­mo­dell vor­ge­nom­men. Nur rund drei von zehn Mit­tel­stands­un­ter­neh­men sahen sich bis­lang zu kei­ner­lei Ver­än­de­run­gen gezwun­gen. Beson­ders starke Ver­än­de­run­gen gab es bei Dienst­leis­tern (34 Pro­zent), im Han­del (29 Pro­zent) und in der Indus­trie (26 Prozent).

Hin­ter­fra­gung bewähr­ter Geschäftsmodelle
„Öster­reich ist ein Tech­no­lo­gie- und Indus­trie­stand­ort und hat eine bedeu­tende Han­dels- und Dienst­leis­tungs­land­schaft. Hier bekom­men die Unter­neh­men die Fol­gen der digi­ta­len Revo­lu­tion unmit­tel­bar zu spü­ren“, sagt Mar­tin Unger, Part­ner bei EY Öster­reich. Gleich­zei­tig ent­ste­hen in den kom­men­den Jah­ren neue Geschäfts­mo­delle und Wachs­tums­chan­cen. Viele Mit­tel­stands­un­ter­neh­men in Öster­reich haben das erkannt. Ver­lie­ren wer­den laut Unger die Unter­neh­men, die zu lange an ihrem bewähr­ten Geschäfts­mo­dell festhalten.
Die wich­tigs­ten Trei­ber der Trans­for­ma­tion sind vor allem neue Tech­no­lo­gien (40 Pro­zent), die das Kun­den­ver­hal­ten ändern und neue Wett­be­wer­ber auf den Plan tre­ten las­sen. Wei­tere Gründe sind ein gestie­ge­ner Kos­ten­druck (39 Pro­zent) und ein ver­än­der­tes Kauf­ver­hal­ten der Kun­den (38 Prozent). 

Autor: red/stem/cc
06.12.2016

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