
In Ruhe forschen und lehren
Die Grazer Med-Uni will Forschung und Lehre optimieren. Neben der Inbetriebnahme des Med-Campus steht eine österreichweite Harmonisierung der Studienpläne an.
Seit Mitte Februar wird die Medizinische Universität Graz von einem neuen Dreierteam rund um den Neo-Rektor Hellmut Samonigg geführt. Der 64-jährige Grazer Onkologe hat nach zwei Rektoratsperioden Josef Smolle als Rektor abgelöst. Zentraler Faktor für die Weiterentwicklung der Forschung an der Med-Uni werde die Inbetriebnahme des ersten Bauabschnitts des Med-Campus Graz sein. Das erste Modul wird im Herbst 2017 eröffnet. Aber : „Wir müssen den Bund noch überzeugen, dass der zweite große Teil tatsächlich realisiert wird.“
Kleingruppen
Grundvoraussetzung für den Forschungsbereich wie auch die Lehre sei, dass für beide Aufgaben genügend Zeit vorhanden ist : „Unsere Mitarbeiter müssen in aller Ruhe ihre Aufgaben in Forschung und Lehre erfüllen können. Wir bringen inklusive klinischem Mehraufwand 120 Millionen Euro ein, da müssen wir auch schauen, dass der Output für die Forschung und Lehre gesichert wird“, so Samonigg in Richtung des Klinikträgers KAGes. Mit diesem wird es wohl auch bei den geplanten Klinikzusammenlegungen noch Diskussionsstoff geben.
Im Bereich der Lehre für die rund 4.200 Studierenden habe sich mit dem neuen Aufnahmeverfahren und der Ausbildung im intensiven Kleingruppenunterricht an der Med-Uni die Dropout-Quote bereits auf „vier bis fünf Prozent“ eingependelt und es werde auch schneller studiert, so Vizerektorin Doris Lang-Loidolt. Die im Detail jedoch sehr unterschiedlichen Studienpläne seien oftmals eine unüberwindbare Hürde, wenn Studierende dem Internationalisierungs- und Mobilitätswunsch nachkommen wollen. In Zusammenarbeit mit den anderen österreichischen Medizin-Unis will man nun die Studienpläne harmonisieren.