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Inno­va­tion bei Lederproduktion

Wald­viert­ler Teich­wirt fer­tigt Pro­dukte aus Karpfen-Leder.

Zum Mil­le­nium war Rudolf Schuh auf der Suche nach einem Nischen­pro­dukt neben dem her­kömm­li­chen Fisch­ver­kauf. Der Teich­wirt bewirt­schaf­tet in Reit­zen­schlag bei Lit­schau vier Karp­fen­tei­che mit 11,5 Hektar. Zufäl­lig besuchte ihn ein sibi­ri­scher Bild­hauer und Scha­mane von den Nanai. Der berich­tete, dass sein Volk aus der Haut von Fischen Leder her­stel­len kann.
Heute erwirt­schaf­tet Schuh mit sei­nen Fisch­le­der-Pro­duk­ten pro Jahr an die 100.000 Euro. Der Unter­neh­mer musste lange tüf­teln, um den Fisch­ge­ruch weg­zu­be­kom­men und das Häu­ten der Fische rascher zu bewerk­stel­li­gen. Seit 2003 gilt er als feder­füh­rend in Sachen Fischleder-Herstellung.

Geschmei­dig
„Uns ist es gelun­gen, die Haut von Karp­fen, Lachs, See­wolf und eini­gen ande­ren Fisch­ar­ten zu wei­chem geschmei­di­gen Fisch­le­der zu ver­ar­bei­ten, ohne dabei auf her­kömm­li­che Ger­bung zurück­grei­fen zu müs­sen. So blei­ben die natür­li­che Far­ben und Struk­tur des Fisches erhal­ten.“ Wie genau, das bleibt ein Firmengeheimnis.
Die Fisch­häute wer­den in Wien, Kärn­ten, Mün­chen, Ber­lin und Dres­den zu Geld­bör­sen, Bril­len­etuis, Gür­tel und Taschen ver­ar­bei­tet. In Lit­schau selbst wer­den Acces­soires wie Feu­er­zeug­hül­len, Schlüs­sel­ta­schen oder Pil­len­do­sen erzeugt.
„Wir ver­trei­ben unsere Pro­dukte über den eige­nen Ver­kaufs­la­den, einige Part­ner­be­triebe im Wald­vier­tel, sowie über das Inter­net“, sagt Schuh. Der Umsatz kann all­jähr­lich um 15 und bis 20 Pro­zent gestei­gert wer­den. 20 Pro­zent der Fisch­le­der-Pro­dukte gehen in den Export. 

Autor: NOe-Wirtschaftspressedienst/red/stem
11.11.2015

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