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Inno­va­tion für die Neurochirugie

Vir­tu­el­ler Simu­la­tor der Hagen­ber­ger RISC Soft­ware GmbH soll medi­zi­ni­sche Aus­bil­dung auf neues Niveau heben.

In einem gemein­sa­men Pro­jekt mit Lan­des-Ner­ven­kli­nik Wag­ner Jaur­egg, AKH Linz und der Aes­cu­lap AG haben die Medi­zin-Infor­ma­ti­ker der RISC Soft­ware GmbH im Soft­ware­park Hagen­berg einen Force-Feed­back-Trai­nings­si­mu­la­tor für soge­nannte Clip­ping-Ope­ra­tio­nen ent­wi­ckelt. Ein Pro­to­typ ist zu Test­zwe­cken bereits im Einsatz.

Vir­tu­ell und haptisch
Die For­scher­gruppe rund um Johan­nes Dirn­ber­ger und Wolf­gang Fenz bei der RISC Soft­ware GmbH ging dabei von fol­gen­der Aus­gangs­si­tua­tion aus : Eng­pässe in der Aus­bil­dung jun­ger Neu­ro­chir­ur­gen wer­den durch den Vor­marsch der endo­vas­ku­lä­ren Behand­lung abseh­bar, ein Trai­ning der Fer­tig­kei­ten für das Clip­ping von Hirn­an­eu­rys­men immer not­wen­di­ger. Der neue Ansatz hin­ter dem Pro­jekt „Vir­tual Aneu­rysm – Vir­tu­el­ler Neu­ro­chir­ur­gie-Simu­la­tor“, das im Zuge des FFG BRIDGE Pro­gramms geför­dert wurde, ist nun ein vir­tu­el­les Trai­ning mit­tels hap­ti­schem Simulator.

Ope­ra­tion in Echtzeit
Damit die Simu­la­tion maxi­mal rea­li­täts­nah wirkt, sor­gen neu­este 3D-Gra­fik­tech­no­lo­gie und eine Kopp­lung mit den hap­ti­schen Ein­ga­be­ge­rä­ten. Der Ope­ra­teur arbei­tet mit ech­ten, an die Ein­ga­be­ge­räte gekop­pel­ten Ope­ra­ti­ons­in­stru­men­ten. Dabei wer­den Posi­tion und Öff­nungs­win­kel der Instru­mente in Echt­zeit in die Simu­la­tion über­tra­gen, Berüh­run­gen mit Kno­chen, Gewebe und Arte­rien erkannt und die wir­ken­den Kräfte an den Ope­ra­teur zurück­über­tra­gen. Es kön­nen ver­schie­dene Trai­nings­sze­na­rien und Schwie­rig­keits­stu­fen aus­ge­wählt wer­den. Trai­nees kön­nen zudem unter­schied­li­che Instru­mente und Clips ver­wen­den und das Ope­ra­ti­ons­er­geb­nis anhand der Blut­fluss­si­mu­la­tion bewerten.

Autor: red/czaak
06.11.2015

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