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Intel­li­genz hat ihren Preis

Ein gro­ßes Gehirn bringt das Immun­sys­tem zum Schwächeln.

Das Hirn und das Immun­sys­tem haben beide einen hohen Ener­gie­be­darf. Ein gro­ßes Hirn ver­braucht mehr Ener­gie als ein klei­nes Denk­or­gan. So könnte der höhere Ener­gie­ver­brauch eines gro­ßen Hirns dazu füh­ren, dass das Immun­sys­tem auf Spar­flamme lau­fen muss. Die Schluss­fol­ge­rung lau­tet : Ein gro­ßes Gehirn macht zwar schlau, aber mög­li­cher­weise auch leich­ter krank.
Der öster­rei­chi­sche Bio­loge Alex­an­der Kotrschal hat gemein­sam mit Kol­le­gen die Effi­zi­enz des Immun­sys­tems bei Gup­pys mit gro­ßen und klei­nen Hir­nen ver­gli­chen und eine Stu­die im Fach­ma­ga­zin „Pro­cee­dings of the Royal Society B“ veröffentlicht.

Absto­ßung
Die For­scher haben den belieb­ten Aqua­ri­um­fi­schen Schup­pen mit der dazu­ge­hö­ri­gen Schleim­schicht und Pig­ment­zel­len trans­plan­tier­ten und die fol­gende Absto­ßungs­re­ak­tio­nen beob­ach­te­ten. Bei Gup­pys mit klei­nem Hirn war die Absto­ßungs­re­ak­tion des ange­bo­re­nen Immun­sys­tems stär­ker als bei groß­hir­n­i­gen Fischen.
Wäh­rend das ange­bo­rene Immun­sys­tem bereits beim ers­ten Auf­ein­an­der­tref­fen mit Ein­dring­lin­gen und Fremd­kör­pern reagiert, bekämpft das spe­zi­fi­sche (bezie­hungs­weise erwor­bene) Immun­sys­tem auf bereits bekannte Fremd­kör­per. Daher führ­ten die For­scher drei Wochen nach der ers­ten Trans­plan­ta­tion eine wei­tere durch. Dabei stell­ten sie fest, dass das erwor­bene Immun­sys­tem in Fischen mit klei­nen und gro­ßen Gehir­nen gleich reagiert.
Die Resul­tate zei­gen also, dass eine Inves­ti­tion in die Ent­wick­lung eines grö­ße­ren Hirns zu Las­ten des ange­bo­re­nen, aber nicht des erwor­be­nen Immun­sys­tems geht. 

Autor: APA-Science/red/stem
22.03.2016

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