
Internationale Spitzenforschung aus Österreich
Niederösterreichisches Institut for Science and Technology Austria und TU Wien bekommen mehrere ERC Starting Grants des EU-Forschungsrats. Allein ISTA holt fast zehn Millionen Euro mit Projekten zu KI, Astrophysik, Biotech und Quantenoptik. TU Wien punktet mit Informatik und Physik.
Dass das niederösterreichische ISTA national und international zu den erfolgreichsten Wissenschaftseinrichtungen zählt ist mittlerweile durch zahlreiche internationale Evaluierungen und kontinuierliche Prämierungen hinlänglich belegt. Die aktuellen Auszeichnungen des Europäischen Forschungsrats untermauern diese eindrucksvolle Entwicklung. Fünf herausragende Nachwuchsforschende erhalten ERC Starting Grants des Europäischen Forschungsrats und holen insgesamt 9,2 Millionen Euro an EU-Fördermitteln ins niederösterreichische Klosterneuburg.
Die Niederösterreichische Mission Nobelpreis
„Fünf ERC Starting Grants für das ISTA, und damit die meisten unter den österreichischen Institutionen zeigt die Stärke von Niederösterreich als Forschungsstandort. Das bestätigt unseren eingeschlagenen Weg, Spitzenforschung braucht Spitzenbedingungen und genau die schaffen wir“, freut sich Johanna Mikl Leitner (ÖVP), Landeschefin von Niederösterreich. „Wir investieren gezielt in Wissenschaft und Forschung, weil wir damit Antworten auf die großen Fragen der Zukunft entwickeln und zugleich hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Das ist ein zentraler Baustein unserer Mission Nobelpreis“, unterstreicht Mikl Leitner.
Die fünf geförderten Projekte beim Klosterneuburger ISTA reichen von künstlicher Intelligenz über Astrophysik und bakterielle Immunsysteme bis hin zu Quantenmaterie und Optik. Mit diesem Ergebnis ist das ISTA die erfolgreichste österreichische Einrichtung in der aktuellen Ausschreibung. Die ERC Starting Grants gehören zu den renommiertesten Forschungsförderungen Europas. Sie werden vom European Research Council (ERC) an junge Wissenschaftler vergeben, die mit herausragenden Leistungen auffallen und Projektideen, die Forschung auf internationalem Spitzenniveau verspricht.
Zwei ERC-Grants für die TU Wien
Diese Parameter treffen auch auf Forschungsprojekten der TU Wien zu, die nun ebenso mit ERC-Grants ausgezeichnet wurden: Daniela Kafmann entwickelt Anwendungen, mit denen sich die Korrektheit digitaler Systeme beweisen lässt und TU-Kollege Jiří Pavelec entwickelt einen Roboter, der die nötigen Daten für die Entwicklung neuer Katalysatoren sammelt.
Daniela Kaufmanns Ansatz lautet: „Trau keinem Computer ohne Prüfung!“. Es geht um die Beweisführung, dass ein Computerchip immer die richtige Antwort liefert. Die Informatikerin löst dieses Problem mit neuen mathematischen Ansätzen. Das Projekt von Jiří Pavelec dreht sich um einen Roboter, der Computern beibringt, bessere Katalysatoren zu finden. Adressiert sind etwa Entwicklungen für industrielle Anwendungen. TU-Forscher Pavelec will dabei einen autonomen Roboter bauen, der die dafür nötigen Daten sammelt, und das im Ultrahochvakuum und mit Präzision auf atomarer Ebene. (red/laucz).