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Josef Pen­nin­ger forscht wei­ter­hin für Österreich

Der Direk­tor des Insti­tuts für Mole­ku­lare Bio­tech­no­lo­gie (IMBA), Josef Pen­nin­ger bleibt Öster­reich erhalten. 

Wis­sen­schafts­mi­nis­ter Rein­hold Mit­ter­leh­ner hat den Ver­bleib des inter­na­tio­nal renom­mier­ten Topfor­schers bekannt gege­ben und auch die Öster­rei­chi­sche Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten (ÖAW) bestä­tigt, dass Pen­nin­ger im Lande bleibt. Die­ser hatte zuvor einen Wech­sel zum Ber­li­ner Max Del­brück Cen­trum über­legt (eco­nomy berich­tete).

Gelun­gene Abwehrreaktion
Um den Abgang des auch inter­na­tio­nal oft­mals prä­mier­ten Gene­ti­kers nach Deutsch­land zu ver­hin­dern, hatte Mit­ter­leh­ner gemein­sam mit dem Wie­ner Bür­ger­meis­ter Michael Häupl und der ÖAW ein Paket aus zusätz­li­chen Finan­zen und geän­der­ten Rah­men­be­din­gun­gen (Anm.: IMBA ist eines von meh­re­ren ÖAW-Insti­tu­ten) geschnürt.
Beide zeig­ten sich nun ent­spre­chend erfreut über Pen­nin­gers Ent­schei­dung wei­ter­hin dem For­schungs-Stand­ort Öster­reich erhal­ten zu blei­ben, inklu­sive ÖAW-Prä­si­dent und Quan­ten­phy­si­ker Anton Zeilinger.

Freude über fal­sche Prognose
Meine vor rund zwei Wochen im Arti­kel „Josef Pen­nin­ger wird Öster­reich ver­las­sen“ gestellte Pro­gnose ist nun nicht ein­ge­trof­fen und aus for­schungs-stand­ort-poli­ti­scher Sicht ist das auch gut so.
Um bei Pen­nin­gers Ver­gleich mit der „Cham­pi­ons League“ zu blei­ben : Deutsch­land hat es nun doch nicht geschafft — aber auch Öster­reich hat das inhalt­li­che Poten­tial und die Poli­tik zeigt den Wil­len zur Unterstützung.

Unbe­grün­dete Kri­tik und Sorge
Nach Recher­chen hat sich rück­bli­ckend auch die von Tei­len der For­schungs­szene und For­schungs­be­am­ten geäu­ßerte Kri­tik und Sorge über mög­li­che Aus­wir­kun­gen bei IMBA und der Wert­schöp­fung im Ein­satz steu­er­li­cher For­schungs­för­de­rungs-Gel­der als unbe­grün­det erwie­sen (eco­nomy berich­tete).

Schul­ter­schluss in der Sache
Geson­dert erwäh­nens­wert ist abschlie­ßend noch­mals das stand­ort­po­li­tisch kluge und wich­tige Enga­ge­ment von ÖVP-Minis­ter Rein­hold Mit­ter­leh­ner und SPÖ-Mas­ter­mind Michael Häupl – was in der Sache zudem einen viel zu sel­te­nen Schul­ter­schluss über Par­tei­gren­zen hin­weg zeigt.

Autor:
15.05.2015

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