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Kapsch Car­ri­er­Com instal­liert GSM-R-Netz für unga­ri­sche Bahn

Kapsch Car­ri­er­Com und der unga­ri­sche Infra­struk­tur­ex­perte MVM OVIT Zrt. (Orszá­gos Vill­a­mos­táv­ve­ze­ték) haben das unga­ri­sche Eisen­bahn­netz mit der GSM-R-Tech­no­lo­gie (Glo­bal Sys­tem for Mobile Com­mu­ni­ca­ti­ons-Rail­way) ausgestattet. 

Das Sys­tem besteht aus einem geo­red­un­dan­ten Netz­werk und einem Zugangs­netz­werk mit einem Sub­sys­tem mit bahn­spe­zi­fi­schen Basis­sta­tio­nen der neu­es­ten Generation. 

Ungarn als wich­ti­ger Bahn­kor­ri­dor für Europa
Von den ins­ge­samt 900 Stre­cken­ki­lo­me­tern wur­den 300 Kilo­me­ter an die unga­ri­schen Staats­bah­nen und der Győr-Sopron-Eben­furti Vasút Zrt. über­ge­ben. Das von der unga­ri­schen Staats­hol­ding NISZ Zrt. (Nem­zeti Info­kom­mu­ni­ká­ciós Szol­gál­tató) beauf­tragte Pro­jekt im Gesamt­wert von rund 46 Mil­lio­nen Euro star­tete bereits im Jahr 2013. „Die erfolg­rei­che Imple­men­tie­rung der GSM-R-Tech­no­lo­gie und die heu­tige Über­gabe von unge­fähr 300km des Net­zes bedeu­ten nicht nur den Abschluss der Phase 5. Wir haben damit auch einen sehr wich­ti­gen Mei­len­stein die­ses kom­ple­xen Pro­jekts gemeis­tert“, erklärt Kari Kapsch.
Die Imple­men­tie­rung der GSM-R-Tech­no­lo­gie in Ungarn ist von gro­ßer Bedeu­tung, da drei der wich­tigs­ten pan­eu­ro­päi­schen Bahn­kor­ri­dore durch das Land ver­lau­fen. Die Inter­ope­ra­bi­li­tät der Sicher­heits­sys­teme ist daher von höchs­ter Prio­ri­tät für einen rei­bungs­lo­sen Betrieb des inter­na­tio­na­len Bahnverkehrs.
„Wir freuen uns über den Abschluss die­ses wich­ti­gen Pro­jekt­ab­schnitts. Damit leis­ten wir einen wesent­li­chen Bei­trag zur Opti­mie­rung des unga­ri­schen Eisen­bahn­net­zes sowie des trans­eu­ro­päi­schen Bahn­ver­kehrs,“ so László Fel­kai Staat­s­e­kre­tär im unga­ri­schen Innenministerium.

Neu­este EU-Stan­dards für euro­pa­weit ein­heit­li­ches Zugfunksystem
Das Pro­jekt wurde auf Basis von der Euro­päi­schen Kom­mis­sion als Teil des Euro­päi­schen Eisen­bahn­ver­kehrs­leit­sys­tems (Euro­pean Rail Traf­fic Manage­ment Sys­tem, ERTMS) und hier defi­nier­ter Stan­dards abge­schlos­sen. Ein Haupt­ziel des ERTMS ist der Über­gang von natio­na­len Ein­zel­lö­sun­gen zu einem euro­pa­weit ein­heit­li­chen Zug­funk­sys­tem, um Kos­ten zu sen­ken und die Sicher­heit zu erhö­hen. Das Sys­tem besteht aus zwei wesent­li­chen Ele­men­ten : einem ein­heit­li­chen Signa­li­sie­rungs­sys­tem (Euro­pean Train Con­trol Sys­tem Level 2) und der Funk­tech­no­lo­gie GSM‑R.
Eben­falls bereits umge­setzt wurde die 2016 ver­öf­fent­lichte Ergän­zung zum ERTMS, die neue tech­ni­sche Spe­zi­fi­ka­tio­nen für die Inter­ope­ra­bi­li­tät (Tech­ni­cal Spe­ci­fi­ca­ti­ons for Inter­ope­ra­bi­lity, TSI) für das Teil­sys­tem „Zug­steue­rung, Zug­si­che­rung und Signal­ge­bung“ (Con­trol-Com­mand and Signal­ling, CCS) vor­sieht. „Kapsch hat auf Ände­run­gen in den EU-Richt­li­nien durch meh­rere tief grei­fende Anpas­sun­gen reagiert, obwohl das Pro­jekt bereits in vol­lem Gang war. So konn­ten wir die jeweils aktu­ells­ten Lösun­gen lie­fern. Damit ist Ungarn einer der ers­ten Märkte, in dem die 2016 ver­öf­fent­lichte Ver­sion des ERTMS umge­setzt wurde“, betont Kari Kapsch.

Autor: red/cc
09.01.2018

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