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Kata­stro­phen­vor­sorge per Satellit

Mit Hilfe von Satel­li­ten mes­sen For­scher der TU Wien die Boden­feuchte in Kenia. Die gewon­nen Daten sol­len hel­fen, die Dür­re­ge­fahr im Land bes­ser einzuschätzen.

Seit einem Jahr fal­len die Nie­der­schläge in Kenia stark unter­durch­schnitt­lich aus. Die Böden sind dem­entspre­chend tro­cken, die Nah­rungs­mit­tel­pro­duk­tion ist zurück­ge­gan­gen. Hält die kri­ti­sche Lage an, könn­ten 2,6 Mil­lio­nen Men­schen von Hun­ger betrof­fen sein, warnt unter ande­rem die Cari­tas. Bereits im Februar hat die kenia­ni­sche Regie­rung einen natio­na­len Dür­re­not­stand ausgerufen. 

Recht­zei­tige Hilfe
Um das Aus­maß der Gefahr rich­tig ein­schät­zen zu kön­nen, misst die TU Wien nun per Satel­lit die Boden­feuchte in dem ost­afri­ka­ni­schen Land. Boden­feuchte ist ein ent­schei­den­der Para­me­ter für die Vor­her­sage von Dür­re­ka­ta­stro­phen. Denn die die Feuch­tig­keit, die im Boden gespei­chert ist, hat einen direk­ten Ein­fluss auf das Pflan­zen­wachs­tum und somit auf die Über­le­bens­chan­cen von Men­schen und Tieren.
„Mit den Metho­den, die wir an der TU Wien ent­wi­ckelt haben, kön­nen wir Satel­li­ten­da­ten nut­zen, um die Boden­feuchte zu mes­sen, ohne vor Ort sein zu müs­sen“, erklärt Wolf­gang Wag­ner vom Insti­tut für Geo­dä­sie und Geo­in­for­ma­tion der TU Wien die Vor­gangs­weise. Die Mes­sun­gen haben einen wich­ti­gen prak­ti­schen Hin­ter­grund : Für Hilfs­or­ga­ni­sa­tio­nen ist es äußerst wich­tig, etwa­ige Hun­ger­kat­s­tro­phen so früh wie mög­lich zu pro­gnos­ti­zie­ren, um Hilfs­maß­nah­men recht­zei­tig vorzubereiten.

Autor: red
10.11.2017

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