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Keine Rang­liste

In einem neuen Ran­king, das keine der übli­chen Rang­lis­ten sein will, schnei­den die hei­mi­schen Unis bei der Lehre mäßig, bei der For­schung aber gut ab.

Die öster­rei­chi­schen Uni­ver­si­tä­ten sind in den Berei­chen For­schung und inter­na­tio­nale Ori­en­tie­rung ten­den­zi­ell gut auf­ge­stellt, schnei­den aber bei der Lehre eher schlecht ab. Das zeigt das neue, von der EU initi­ierte Hoch­schul­ran­king U‑Multirank. Ins­ge­samt wur­den die Leis­tun­gen von welt­weit 1.300 Hoch­schu­len in den fünf Teil­be­rei­chen For­schung, Lehre, Wis­sens­trans­fer, inter­na­tio­nale Ori­en­tie­rung und regio­na­les Enga­ge­ment mit Schul­no­ten bewertet.
Aus Öster­reich waren unter ande­rem die Unis Wien, Graz, Inns­bruck, Salz­burg und Linz, drei Medi­zin-Unis, sowie die bei­den Tech­ni­schen Uni­ver­si­tä­ten, die WU, die Boku und vier Fach­hoch­schu­len mit dabei. Alle erreich­ten in irgend­ei­ner Kate­go­rie ein A (sehr gut), umge­kehrt setzte es auch zahl­rei­che E (schwach).
Bei der Lehre schnit­ten etwa die Fach­hoch­schu­len, vor allem Krems und Wr. Neu­stadt, recht gut ab. Anders die Unis : Vor allem die TU Wien und die Uni Graz sta­chen nega­tiv her­vor. Gemes­sen wurde dabei vor allem der Pro­zent­satz der Stu­di­en­an­fän­ger, die ihr Stu­dium über­haupt bezie­hungs­weise in der vor­ge­se­he­nen Zeit absolvierten.

Spie­gel­ver­kehrt
Bei der For­schung war das Bild genau spie­gel­ver­kehrt : Hier lie­ßen die Bewer­tun­gen der FH zu wün­schen übrig, dafür erhielt die TU Wien in allen Kate­go­rien nur As oder Bs. Auch beim Wis­sens­trans­fer ver­zeich­nete die TU Wien in fast allen Berei­chen Spit­zen­werte, gute Bewer­tun­gen erzielte auch die TU Graz. Umge­kehrt kas­sierte die Modul Uni­ver­sity in allen bewer­te­ten Wis­sens­trans­fer-Berei­chen ein E, mehr Schat­ten als Licht gab es auch für die Uni Wien und die WU.
Durch­wegs gute Noten setzte es dage­gen bei der inter­na­tio­na­len Ori­en­tie­rung : Hier scorte die Modul Uni­ver­sity durch­ge­hend Best­no­ten – glei­ches gilt für das IMC Krems. Eine große Schwä­che der hei­mi­schen Hoch­schu­len in die­sem Bereich : Es gibt nur ver­ein­zelte fremd­spra­chige Bache­lor-Pro­gramme, die meis­ten erhiel­ten hier nur ein E. Die meis­ten A‑Wertungen, näm­lich jeweils elf, erhiel­ten die Uni Linz und die Uni­ver­si­tät für Boden­kul­tur (Boku), gefolgt von der TU Wien (10), der Uni Inns­bruck und der TU Graz (jeweils 9).
Mit U‑Multirank sol­len Hoch­schu­len dif­fe­ren­zier­ter bewer­tet wer­den. Daher wird auch kein Gesamt­wert über ein­zelne Indi­ka­to­ren hin­weg errech­net und keine „beste Hoch­schule“ oder die „bes­ten 100 Hoch­schu­len“ gekürt. Die Daten stam­men von den Hoch­schu­len, aus inter­na­tio­na­len biblio­me­tri­schen und Patent­da­ten­ban­ken sowie aus Studentenbefragungen.

Autor: APA-Science/red/stem
15.04.2016

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