
KI als strategischer Hebel
Innovation für Automobil, Schiene, Schifffahrt und Energie sind Themen des Mobilitäts-Techunternehmens AVL List. Gemeinsam mit der IT-Einheit e1 Business Solutions und Salesforce setzt das Unternehmen nun nächsten Schritt beim KI-Einsatz. Salesforce Wien Summit am 16. April.
Das Thema Mobilität und deren Transformation prägt die Arbeit von AVL List. Als eines der weltweit führenden Mobilitäts-Technologieunternehmen entwickelt, simuliert und testet AVL Systeme und Komponenten für die Automobilindustrie sowie für Branchen wie Schienenverkehr, Schifffahrt und Energie. Auf dem Fundament einer umfassenden eigenen Forschungstätigkeit entstehen Konzepte, Technologien und Entwicklungswerkzeuge, die den Weg zu einer grüneren, sichereren und besseren Mobilität ebnen sollen.
Als langjähriger Salesforce Kunde geht AVL List nun gemeinsam mit der aus der AVL-Gruppe hervorgegangenen IT-Einheit e1 Business Solutions den nächsten Schritt in Richtung KI. Mit der Salesforce-Anwendung Agentforce etabliert das Unternehmen Agenten-basierte KI als integralen Bestandteil seiner Plattformstrategie. Damit sollen Prozesse verschlankt, Mitarbeiter:innen entlastet und final auch das Kundenerlebnis nachhaltig verbessert werden.
KI zwischen Effizienzdruck und Mehrwert
„Für uns war entscheidend, Agentforce nicht isoliert zu betrachten, sondern als integralen Bestandteil der bestehenden Salesforce Plattform. Wir haben das Projekt bewusst Use Case-getrieben aufgebaut, mit einem klaren Fokus auf messbaren Nutzen und der Kombination von Agentforce und Data Cloud, um Geschäftsprozesse mit KI produktiv und nachhaltig zu optimieren“, erklärt Christian Kaimel, Global Head of Salesforce Platform und Prokurist bei e1 Business Solutions.
Die Einführung von Agentforce fand bei AVL List in einem klar definierten wirtschaftlichen Rahmen statt. Mit Blick auf die Kosten ging es nicht darum, möglichst viel KI einzuführen, sondern sehr bewusst zu entscheiden, wo sie wirklich sinnvoll eingesetzt werden kann. „Welche Tätigkeiten binden heute besonders viel Zeit ? Wo entstehen regelmäßig wiederkehrende Anfragen ? Und an welchen Stellen kann KI Mitarbeiter:innen entlasten, ohne Prozesse unnötig zu komplizieren?“, erläutert Christian Kaimel den Fokus.
Schnelle Erfolge mit klaren Use Cases
In diesem Kontext wurde Agentforce Schritt für Schritt eingeführt, immer entlang konkreter Fragestellungen aus dem operativen Alltag. „So konnten wir sicherstellen, dass KI nicht zusätzliche Komplexität erzeugt, sondern gezielt dort unterstützt, wo sie spürbare Entlastung und echten Nutzen bringt“, ergänzt Kaimel. Der erste Fokus bei AVL List lag auf internen Szenarien in Service und Vertrieb, bei denen Mitarbeiter:innen regelmäßig mit komplexen technischen Informationen, Datenblättern und wiederkehrenden Kundenanfragen konfrontiert sind.
Agentforce soll hier nun helfen, diese Informationen strukturiert und kontextbezogen bereitzustellen, Standardanfragen deutlich schneller zu beantworten und Mitarbeiter:innen spürbar zu entlasten. Parallel wurden erste externe Use Cases auf der sogenannten Experience Cloud von Salesforce umgesetzt. KI-Agents führen hier nun Interessent:innen gezielt durch die Produktauswahl und unterstützen auch direkt bei den Anfrageformularen.
Multi-Agent-Strategien als Leitlinien für die KI-Zukunft
„Dadurch werden sie schneller zur passenden Lösung geführt, während die Datenqualität steigt. Entscheidend war dabei die Kombination von Agentforce mit der Data Cloud. Sie stellt sicher, dass KI-Agents auf strukturierte und aktuelle Daten zugreifen und damit qualitativ belastbare Antworten liefern, auch bei komplexen technischen Fragestellungen“, ergänzt Christian Kaimel von e1 Business Solutions. Im Ergebnis konnten hier manuelle Recherche- und Bearbeitungsaufwände deutlich reduziert werden, Prozesse beschleunigt und gleichzeitig die Qualität im Kundenkontakt verbessert werden.
Für AVL List ist Agentforce kein singuläres Projekt, sondern der Ausgangspunkt für den schrittweisen Aufbau einer skalierbaren Multi-Agent-Landschaft innerhalb der Salesforce Plattform. In den kommenden Phasen sollen weitere KI-Agents gezielt in Bereichen wie Vertrieb, CPQ, Commerce, Marketing und Service etabliert und ihre Sichtbarkeit sowohl intern als auch extern systematisch erhöht werden. Ziel ist es, sie dort einzusetzen, wo sie Mitarbeiter:innen entlasten, Prozesse beschleunigen und das Kundenerlebnis messbar verbessern können.
Salesforce Wien Summit am 16. April 2026 mit Kastner & Öhler, Julius Meinl, Uni Wien, Mondelez und Bundeskanzleramt
Operativ wie strategisch wird bei AVL List bewusst kein „Big-Bang-Ansatz“ verfolgt, es gelten klare prozess- und praxisorientierte Leitlinien. Jeder neue KI-Agent muss auf einem konkreten Use Case basieren, tief in bestehende Salesforce Prozesse integriert sein und einen klar nachweisbaren Mehrwert liefern. „Wir legen großen Wert auf Governance, Qualität und Akzeptanz, insbesondere im Zusammenspiel von Mensch und KI. So entsteht schrittweise eine agentische Organisation, in der unterstützende KI-Agents fest in den Arbeitsalltag eingebunden sind und die Salesforce Plattform zum zentralen Orchestrierungs-Layer für intelligente, KI-gestützte Prozesse wird“, unterstreicht Christian Kaimel, Global Head of Salesforce Platform und Prokurist bei e1 Business Solutions.
Am 16. April findet der Salesforce Wien Summit statt, mit unternehmerischen Transformationsprozesse via KI als inhaltlichen Schwerpunkt. Besucher können KI-Agenten live in Aktion erleben oder auch selbst erstellen. Österreichische Betriebe wie Kastner & Öhler, Julius Meinl, Uni Wien oder Mondelez erörtern, wie sie Salesforce in der Praxis einsetzen und welche Potenziale sich dabei eröffnen. Country Managerin Manuela Mohr-Zydek wird dabei auch Wolfgang Ebner, Chief Digital Officer im Bundeskanzleramt begrüßen, der Einblicke in die digitale Zukunft Österreichs gibt. Salesforce Wien Summit, 16. April 2026, Stage 3 in der Lilienthalgasse 6 in 1030 Wien. (red/czaak)