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KI und das Thema Arbeitsplatz

In aktu­el­ler Umfrage des deut­schen ifo-Insti­tuts rech­net über ein Vier­tel der deut­schen Betriebe mit einem Stel­len­ab­bau durch KI. Zwei Drit­tel erwar­ten keine Ände­rung, fünf Pro­zent zusätz­li­che Jobs.

Das in Mün­chen (D) ansäs­sige Wirt­schafts­for­schungs­in­sti­tut ifo erhebt von und mit deut­schen Unter­neh­men regel­mä­ßig aktu­elle The­men rund um über­grei­fende Wirt­schafts­fra­gen. Aktu­ell ging es um Künst­li­che Intel­li­genz (KI) und hier geht mehr als ein Vier­tel der Unter­neh­men (27 Pro­zent) davon aus, dass Künst­li­che Intel­li­genz (KI) in den kom­men­den fünf Jah­ren zum Abbau von Stel­len füh­ren wird. 

Mess­bare Effekte auf dem Arbeitsmarkt
„Unter­neh­men, ins­be­son­dere die Indus­trie, erwar­ten einen durch KI beschleu­nig­ten Struk­tur­wan­del“, sagt Klaus Wohl­rabe, Lei­ter der ifo Umfra­gen. Nur fünf Pro­zent der Unter­neh­men rech­nen mit zusätz­li­chen Jobs, zwei Drit­tel erwar­ten keine Ver­än­de­rung. „Momen­tan loten die Unter­neh­men aus, in wel­chen Fel­dern KI Pro­duk­ti­vi­täts­ge­winne bringt. Bis sich das in mess­bare Effekte auf dem Arbeits­markt über­setzt, wird es noch ein paar Jahre dau­ern“, kom­men­tiert Fuest das Ergebnis. 

Wenn es zu einem Stel­len­ab­bau komme, erwar­te­ten „die betrof­fe­nen Unter­neh­men im Durch­schnitt eine Reduk­tion um rund acht Pro­zent“, so Wohl­rabe. In der Indus­trie rech­net mehr als ein Drit­tel der Unter­neh­men mit Stel­len­ab­bau. Auch im Han­del liegt die­ser Anteil mit knapp 30 Pro­zent deut­lich über dem gesamt­wirt­schaft­li­chen Schnitt. Im Bau­ge­werbe dage­gen den­ken über 80 Pro­zent der Betriebe, dass sich durch KI an der Beschäf­tig­ten­zahl nichts ändern wird. 

Posi­tive Beschäf­ti­gungs­im­pulse in tech­no­lo­gie­na­hen Dienstleistungen
Gleich­zei­tig wer­den posi­tive Beschäf­ti­gungs­im­pulse sicht­bar : In tech­no­lo­gie­na­hen Dienst­leis­tun­gen wie IT oder Infor­ma­ti­ons­ver­ar­bei­tung rech­nen ein­zelne Unter­neh­men bereits mit einem Auf­bau – mit erwar­te­ten Zuwäch­sen von teils über zehn Pro­zent. „KI wird nicht nur zum Ratio­na­li­sie­rungs­in­stru­ment, son­dern auch zum Aus­gangs­punkt neuer Tätig­keits­pro­file“, sagt Wohlrabe. 

„Noch sind die Beschäf­ti­gungs­ef­fekte von Künst­li­cher Intel­li­genz mode­rat – doch auf län­gere Sicht könnte KI den deut­schen Arbeits­markt ver­än­dern.“ Er sieht die Her­aus­for­de­rung darin, die ent­ste­hen­den Pro­duk­ti­vi­täts­ge­winne in brei­ten Wohl­stand zu über­set­zen – ohne grö­ßere Ver­wer­fun­gen in bestimm­ten Berufs­grup­pen zu erzeugen.

Autor: red/cc
06.06.2025

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