
Kinderleichte Wissensvermittlung
Einmal im Jahr stehen viele österreichische Unis im Zeichen der „speziellen“ Nachwuchsförderung.
Seit mehreren Jahren widmen sich die Kinderuniversitäten der Aufgabe, junge Menschen im Alter von sieben bis zwölf Jahren für die Wissenschaft zu begeistern. Mittlerweile sind Kinderunis zu einem fixen Bestandteil der außerschulischen Wissenschaftsvermittlung geworden und haben sich erfolgreich in mehreren europäischen Ländern etabliert.
Die Kinderuni Wien gilt dabei als eines der Modellprojekte in Europa. Das Kinderbüro der Universität Wien war es auch, das gemeinsam mit Partnern das European Children’s Universities Network (Eucu.net) ins Leben gerufen hat. Dieses von der Europäischen Kommission finanzierte Projekt vernetzt länderübergreifend die zahlreichen Kinderunis : Neben dem Erfahrungsaustausch stehen auch die Unterstützung von Neugründungen und die Weiterentwicklung von bestehenden Kinderuniversitäten im Zentrum der Arbeit.
Gegen die Armut
Heuer widmet sich die Kinderuni Wien dem Europäischen Jahr zur Bekämpfung von Armut und sozialer Ausgrenzung. „Reich an Wissen – zur Bekämpfung von Armut und Ausgrenzung“ lautet der Themenschwerpunkt des Groß-Events, der von 12. bis 24. Juli an zahlreichen Wiener Unis stattfinden wird. Groß-Event, weil im Vorjahr fast 4000 Kinder zwei Wochen lang den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern ein Loch in den Bauch fragten. Rund 500 engagierte Lehrende beantworten auch heuer in über 400 Lehrveranstaltungen die oft kniffligen Fragen der Nachwuchsforscher. Dazu kommen praxisnahe Übungen in Labors und öffentlichem Raum. Wie im „echten“ Leben endet auch das Studium an der Kinderuni mit einer Sponsionsfeier. Die Kinder erhalten den Titel „Magister universitatis iuvenum“. Kinderunis werden an zahlreichen österreichischen Unis abgehalten.