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Klei­der machen Leute. Und Damen.

„Ein guter Hand­wer­ker muss alles kön­nen.“ Ein Damen­klei­der­ma­cher aus dem Wald­vier­tel über­zeugt mit Vielseitigkeit.

Eine Schnei­der­werk­statt der alten Schule fin­det sich im Wald­viert­ler Ama­li­en­dorf. Auf rund 40 Qua­drat­me­tern fer­tigt Damen­klei­der­ma­cher Andreas Ani­bas gemein­sam mit einer Mit­ar­bei­te­rin Klei­der­träume, die Frau­en­her­zen höher schla­gen las­sen. 1998 hatte der heute 46jährige den Betrieb sei­ner Mut­ter über­nom­men : „Ich bin in der Werk­statt groß gewor­den. Seit­dem ich den­ken kann, finde ich das Hand­werk span­nend und interessant.“
Nach der Haupt­schule hat Ani­bas die Höhere Lehr­an­stalt für Mode und Beklei­dungs­tech­nik in Krems absol­viert und war dann sie­ben Jahre bei einem Beklei­dungs­un­ter­neh­men tätig, davon einige Jahre im Aus­land. „Für mich als damals 20jährigen war das natür­lich eine span­nende Tätig­keit. Als die Firma in Kon­kurs ging, stellte sich mir die Frage, ob ich im Aus­land für andere Betriebe wei­ter­ar­beite. Die Liebe zum Hand­werk war im Hin­ter­grund immer prä­sent, mir fehlte aber die Pra­xis und Fer­tig­keit“, sagt Anibas.
So stieg er als Lehr­ling in das Unter­neh­men sei­ner Mut­ter ein, das Hand­werk von der Pike auf zu erler­nen. „Lei­der blieb mir nur ein Jahr Zeit dazu. Denn durch die schwere Krebs­er­kran­kung und den spä­te­ren Tod mei­ner Mut­ter war ich inner­halb kür­zes­ter Zeit beruf­lich auf mich allein gestellt. Das war alles andere als einfach.“

Rich­tige Entscheidung

Die Ent­schei­dung für das Schnei­der­hand­werk erwies sich als rich­tig. Heute deckt „Maß­mode Ani­bas“ den kom­plet­ten Bedarf an Damen­be­klei­dung ab. Vom ein­fa­chen Rock bis zu auf­wen­di­gen Trach­ten und Opern­ball­ro­ben wird in Ama­li­en­dorf alles gefer­tigt. „Als Hand­wer­ker im Obe­ren Wald­vier­tel kann man sich nicht auf etwas spe­zia­li­sie­ren, als guter Hand­wer­ker muss man alles kön­nen“, meint der Schnei­der­meis­ter. „Auch Ände­run­gen wer­den von uns fach­ge­mäß erle­digt. So wird die Abwechs­lung in mei­nem Beruf zur täg­li­chen Herausforderung.“
Sor­gen berei­tet dem Schnei­der­meis­ter der Fach­ar­bei­ter­man­gel in der Bran­che. „Gute Mit­ar­bei­ter kann man nur sel­ber aus­bil­den. Als Lehr­wart für Nie­der­ös­ter­reich sehe ich die Ent­wick­lung jedoch eher posi­tiv. Es gibt immer wie­der gute, enga­gierte junge Leute, die den Beruf des Klei­der­ma­chers ler­nen und auch aus­üben möch­ten“, sagt Anibas.
„Immer mehr Men­schen schät­zen gutes Hand­werk“, ver­si­chert Ani­bas. „Für mich ist das sehr wich­tig, denn ich bin Hand­wer­ker und kein Desi­gner. Design ist ein Teil unse­res Berufs­bil­des. Die große Auf­gabe ist die Umset­zung und opti­male fach­li­che Form­voll­endung, die ein Meis­ter­stück ausmacht.“ 

Autor: NOe-Wirtschaftspressedienst/red/stem
22.03.2016

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