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Klein und klei­ner oder Mikro und Nano

Neues Zen­trum für Mikro- und Nano­struk­tu­ren zur Erfor­schung kleins­ter Teil­chen und Mikro­elek­tro­nik in Wien eröff­net. Schwer­punkt sind Zukunfts­tech­no­lo­gien für E‑Mobilität oder Umwelttechnologien.

Die Abmes­sun­gen von Nano­struk­tu­ren ver­hal­ten sich zu Gegen­stän­den des All­tags ähn­lich wie der mensch­li­che Kör­per­um­fang zur Größe der Erde. Das neue Zen­trum für Mikro- und Nano­struk­tu­ren (ZMNS) soll nun in die­sen Berei­chen inno­va­tive Ideen von der Grund­la­gen­for­schung bis zur Anwen­dung entwickeln.
Pri­mä­rer For­schungs­ge­gen­stand sind dabei kleinste Bau­teile mit gro­ßer tech­no­lo­gi­scher Bedeu­tung, die in wei­te­rer Folge etwa in neu­ar­ti­gen Solar­zel­len, in Hoch­leis­tungs­tran­sis­to­ren für Hybrid­au­tos, in Sen­so­ren und Detek­to­ren im Mikro­for­mat oder in der gene­rel­len Mikro- und Nano­elek­tro­nik ein­ge­setzt wer­den kön­nen. Ein wei­te­res Feld ist der Umgang mit neuen Mate­ria­lien, durch die Bau­teile andere elek­tro­ni­sche Eigen­schaf­ten anneh­men können.

Rah­men­be­din­gun­gen und Strategie
“Im ZMNS wird einer­seits an eige­nen Pro­jek­ten von der Grund­lage bis zur Anwen­dung geforscht, es wer­den aber auch wesent­li­che Bau­teile für andere For­schungs­grup­pen der TU Wien her­ge­stellt“, erläu­tert Sabine Seid­ler, Rek­to­rin der TU Wien. „Inter­na­tio­nale Koope­ra­tio­nen mit Wis­sen­schaft und Indus­trie lie­fern neue Ansätze und garan­tie­ren den direk­ten Know-how-Trans­fer“, so Seid­ler weiter.
„Ich freue mich über so gelun­gene Initia­ti­ven wie die­ses neue Zen­trum für Mikro- und Nano­struk­tu­ren. Ein sicht­ba­res Zei­chen für Spit­zen­for­schung in der Stadt”, unter­streicht auch Heinz Faß­mann, Wis­sen­schafts­mi­nis­ter. „Neben der stei­gen­den Finan­zie­rung der Uni­ver­si­tä­ten set­zen wir auch im Bereich der For­schungs­för­de­rung in den nächs­ten Jah­ren wich­tige Impulse. Wis­sen­schaft und For­schung sind wesent­li­che Grund­la­gen für die Zukunfts­fä­hig­keit unse­res Lan­des“, so Faß­mann in Anleh­nung an das um 15 Pro­zent erhöhte Glo­bal­bud­get der TU-Wien für die nächs­ten Jahre.
Der neue Stand­ort des Zen­trums für Mikro- und Nano­struk­tu­ren ist der Cam­pus Guß­haus­straße im vier­ten Wie­ner Gemein­de­be­zirk. Am ehe­ma­li­gen Stand­ort einer aus dem 18. Jahr­hun­dert stam­men­den Kunst­gie­ße­rei wur­den über 5.000 Qua­drat­me­ter saniert oder neu errich­tet. Bun­des­im­mo­bi­li­en­ge­sell­schaft (BIG) und TU Wien haben rund 22 Mil­lio­nen Euro in das Pro­jekt inves­tiert. Ent­stan­den sind etwa 18 Labors und 60 Büro­ar­beits­plätze sowie zahl­rei­che Lehr- und Seminarräume.
Zu den For­schungs­schwer­punk­ten siehe neben­ste­hen­den Bericht „E‑Mobilität, Solar­ener­gie oder Umwelt­tech­nik“.

Autor: red/czaak
06.12.2018

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