
Kleinbetriebe und das Thema KI
Einpersonenunternehmungen und Kleinbetriebe setzen immer stärker auf Künstliche Intelligenz. Gegenüber 2025 Zunahme um rund 70 Prozent und damit nahezu Gleichstand zur restlichen Wirtschaft. Auch das Geschäftsklima hat sich zuletzt verbessert.
Selbständige und Kleinstunternehmen in Deutschland setzen immer stärker auf den Einsatz von Künstliche Intelligenz. Aktuell nutzen über 51 Prozent der Befragten KI in ihren Geschäftsprozessen, so eine neue Analyse des deutschen ifo Instituts. Das ist ein deutlicher Anstieg gegenüber 2025 mit 30 Prozent. Weitere 16 Prozent planen den Einstieg in die KI-Nutzung. „Damit ist der Abstand zum Einsatz in der Gesamtwirtschaft (54,5 Prozent) nunmehr gering. KI ist für Selbständige kein Zukunftsthema mehr, die Nutzung ist in ihrem Geschäftsalltag angekommen“, sagt Katrin Demmelhuber vom Münchner ifo-Institut.
Ideen und Übersetzungen für Bereiche Marketing und Vertrieb
Runtergebrochen auf die Anwendungen stehen bei den Selbständigen externe KI-Angebote klar im Vordergrund : Knapp 59 Prozent greifen auf kostenpflichtige KI-Dienste zurück, 53 Prozent verwenden kostenlose Tools. 7 Prozent setzen auf selbst entwickelte KI-Systeme. Soloselbständige und Kleinstunternehmen nutzen KI vor allem für Recherche und Informationsbeschaffung, zur Ideengenerierung, zur Text- und Content-Erstellung, für Übersetzungen sowie im Marketing und Vertrieb.
Besseres Geschäftsklima
Nach der ausgeprägten Krisenstimmung im April hat sich das Geschäftsklima für Soloselbständige und Kleinstunternehmen im Mai moderat verbessert. Der sogenannte „Jimdo-ifo-Geschäftsklimaindex“ stieg von minus 29,9 Punkten auf minus 27,7 Punkte. Die Unzufriedenheit mit den laufenden Geschäften nahm ab, zugleich blicken die Selbständigen positiver auf die kommenden Monate. Trotz dieses Lichtblicks bleibt das Geschäftsklima für die Selbständigen deutlich tiefer im Minus als das für die Gesamtwirtschaft. „Die Situation für Selbständige hat sich leicht stabilisiert, bleibt aber fragil“, so Katrin Demmelhuber vom Münchner ifo-Institut. (red/cc)