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Klu­ges Daten­ma­nage­ment bringt wert­volle Erkenntnise

Kos­ten­re­duk­tion und neue unter­neh­me­ri­sche Wert­schöp­fung erfor­dert intel­li­gent ver­netz­tes Daten­ma­nage­ment. Ein Exper­ten­kom­men­tar von Tho­mas Nen­ning, Solu­tion Archi­tect bei K‑Businesscom.

Die Ener­gie­kos­ten haben sich für hei­mi­sche Indus­trie-Unter­neh­men radi­kal ver­teu­ert. Der Preis für Strom stieg im Ver­gleich zum Vor­jahr zeit­weise um das Zehn­fa­che, der Gas­preis­in­dex um rund 500 Pro­zent. Neben den Ener­gie­kos­ten, die auf die betriebs­wirt­schaft­li­che Kal­ku­la­tion der Fer­ti­gung durch­schla­gen, müs­sen Unter­neh­men auch die Belas­tung der Kli­ma­auf­la­gen berück­sich­ti­gen. Der grüne Fuß­ab­druck wird etwa für die Auf­trags­ver­gabe an Sub­lie­fe­ran­ten oder bei der Kapi­tal­ver­gabe immer wichtiger. 

All diese Kos­ten­an­stiege sind aktu­ell der Haupt­trei­ber für ein opti­mier­tes Ener­gie­ma­nage­ment. Ein wesent­li­cher Ansatz hat mit der Ver­net­zung von Ener­gie­da­ten, Maschi­nen­da­ten und Betriebs­da­ten zu tun. Erfah­rungs­ge­mäß lie­gen im Pro­duk­ti­ons­pro­zess beim Ein­satz von Hitze, Kälte, Druck­luft oder Beleuch­tung wich­tige Stell­schrau­ben für einen redu­zier­ten Ener­gie­ver­brauch. Eine Viel­zahl bereits umge­setz­ter Pro­jekte zeigt, dass sich allein mit der rich­ti­gen Ener­gie­steue­rung der­ar­ti­ger Abläufe bis zu zwan­zig Pro­zent Ener­gie ein­spa­ren las­sen, bei tra­di­tio­nell gesteu­er­ten Anla­gen bis zu vier­zig Prozent. 

Smart Energy
Prak­tisch star­tet ein Smar­tes Ener­gie­ma­nage­ment mit einem Stu­fen­mo­dell, wo ein­mal die Ener­gie­da­ten aus ver­schie­dens­ten Quel­len erfasst wer­den. Maschi­nen mit Daten­schnitt­stel­len und kon­ven­tio­nel­len Zäh­lern las­sen sich mit Aus­lese-Ein­hei­ten ein­fach digi­ta­li­sie­ren. Neue Mess­punkte wer­den bei Bedarf mit zusätz­li­cher Sen­so­rik ein­ge­rich­tet. Um dann die Ener­gie­ver­bräu­che in einen Kon­text zu set­zen, wer­den auch ergän­zende Maschinen‑, Umge­bungs- oder Auf­trags­da­ten einbezogen. 

Das ergibt ein schar­fes Bild, wel­che Fak­to­ren den Ener­gie­be­darf einer Anlage bestim­men und damit die Bilanz des gesam­ten Unter­neh­mens beein­flus­sen. Sinn­voll ist hier ein ganz­heit­li­cher Ansatz, wo für die Ana­lyse so viele rele­vante Sys­teme wie nötig hin­zu­ge­zo­gen wer­den. Diese Ver­net­zung ermög­licht dann auch wei­tere Opti­mie­run­gen der Pro­zesse. So wird etwa die Instand­hal­tung benach­rich­tigt, sobald ein Grenz­wert über­schrit­ten wird.

Smar­tes Ener­gie­ma­nage­ment ver­deut­licht sich schon am Bei­spiel einer ver­gleichs­wei­sen klei­nen Bäcke­rei. Hier erwies sich die Kühl­kam­mer als Akti­ons­punkt, die nun auch als Spei­cher genutzt wird. Immer, wenn die Solar­an­lage mehr Strom erzeugt als für den aktu­el­len Betrieb nötig, wird ein Käl­te­vor­rat ange­legt und Ener­gie für knap­pere Zei­ten gespeichert.

Intel­li­gente Vernetzung
Die intel­li­gente Ver­net­zung von Daten bringt immer einen neuen Erkennt­nis­ge­winn. Um in den kom­ple­xen Pro­zes­sen Poten­ziale zu fin­den, braucht es auch das Wis­sen der Beleg­schaft. Das beginnt etwa bei der Beob­ach­tung, eine Brenn­klappe frü­her zu schlie­ßen und endet beim Lüf­tungs­ver­hal­ten einer Werk­halle. Smar­tes Ener­gie­ma­nage­ment lässt sich sowohl in bestehende IT-Sys­teme inte­grie­ren als auch neu aufsetzen. 

Als K‑Businesscom emp­feh­len wir modu­lare Kon­zepte, wo bereits ein­zelne Stu­fen einen Mehr­wert bie­ten kön­nen. Die mas­si­ven Preis­stei­ge­run­gen ver­stär­ken die Not­wen­dig­keit daten­ge­stütz­tes Ener­gie-Manage­ment zu einer betrieb­li­chen Kern­kom­pe­tenz zu machen. Inves­ti­tio­nen in eine pro­fes­sio­nelle Ener­gie­op­ti­mie­rung wer­den zudem mit diver­sen staat­li­chen För­der­pro­gram­men unterstützt.

Autor: Thomas Nenning
27.09.2022

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