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Kol­lege Roboter

Die digi­tale Fabrik an der FH Tech­ni­kum Wien simu­liert Fer­ti­gungs­pro­zesse in der Cloud.

Am Bei­spiel einer Mon­tage von Achs­la­ger­bö­cken unter­sucht die FH Tech­ni­kum Wien, wie sich durch die Ver­net­zung unter­schied­li­cher Indus­trie­ro­bo­ter künf­tige Pro­duk­ti­ons­sze­na­rien sicher, effi­zi­ent und wett­be­werbs­stark gestal­ten las­sen. Dafür ent­wi­ckelte das Insti­tut für Advan­ced Engi­nee­ring Tech­no­lo­gies mit der Digi­ta­len Fabrik einen Pilo­traum, der auto­ma­ti­sierte Pro­duk­ti­ons­pro­zesse von mor­gen phy­sisch auf­baut und zugleich als digi­ta­les Abbild („Digi­tal Twin“) simuliert. 

Kon­ti­nui­tät in der Produktion
„In der gesi­cher­ten Cloud tau­schen die am Her­stel­lungs­pro­zess betei­li­gen Unter­neh­men zum Bei­spiel Pro­dukt- und Auf­trags­da­ten aus. Gleich­zei­tig kom­mu­ni­zie­ren die ein­zel­nen Fer­ti­gungs­sys­teme und Bau­teile über das Inter­net mit­ein­an­der. Alle Betei­lig­ten kön­nen jeder­zeit zugrei­fen, wobei aber fir­men­ver­trau­li­che Daten geschützt blei­ben“, erklärt Erich Markl, Lei­ter der Insti­tuts und Pro­jekt­lei­ter der digi­ta­len Fabrik.
„Dabei sind ein­zelne Pro­duk­ti­ons­schritte varia­bel. Hat ein Her­stel­ler gerade eine sehr hohe Aus­las­tung und würde sich auf­grund von Eng­päs­sen der nächste Fer­ti­gungs­schritt ver­zö­gern, zieht man ein­fach einen ande­ren vor.“ Das Glei­che geschieht, wenn eine Maschine aus­fällt : ein ande­res Unter­neh­men in der Cloud springt ein und über­nimmt den Fer­ti­gungs­schritt. Das sichert laut Markl auch in hoch­ver­än­der­li­chen Umfel­dern die Kon­ti­nui­tät der Produktion.

Mensch und Maschine
Füh­rende Tech­no­lo­gie­her­stel­ler haben der FH Robo­ter­sys­teme und Auto­ma­ti­sie­rungs­hard- und ‑soft­ware im Wert von rund einer Mil­lion Euro zur Ver­fü­gung gestellt. Die Modell­fa­brik zeigt, wie sich künf­tige fle­xi­ble Fer­ti­gungs­sze­na­rien gestal­ten las­sen. Eine wich­tige Rolle spielt dabei auch die Frage, wie Men­schen künf­tig mit immer auto­no­me­ren Maschi­nen in einem gemein­sa­men Arbeits­raum – und trotz­dem sicher –zusam­men­ar­bei­ten können.
Die FH Tech­ni­kum zählt nach eige­nem Bekun­den zu den Top-5-Fach­hoch­schu­len im Bereich For­schung & Ent­wick­lung. „Die Ver­net­zung über das Inter­net und die Ver­wer­tung der Daten ermög­li­chen viel­fäl­tige tech­ni­sche Kon­zepte und Geschäfts­mo­delle“, sagt Markl. Trei­bende Kraft ist dabei die Digi­ta­li­sie­rung der Maschi­nen, Werk­stü­cke und Pro­dukte. Inno­va­tive Auto­ma­ti­ons- und Robo­ti­k­lö­sun­gen kom­bi­nie­ren Maschi­nen­bau­kom­pe­tenz mit hoch­ent­wi­ckel­ten Sen­sor­kon­zep­ten und immer leis­tungs­fä­hi­ge­ren Algorithmen. 

Autor: red/stem
03.05.2016

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