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Krebs- und Medi­ka­men­ten­for­schung mit Inns­bru­cker Schulen

Onco­ty­rol traut der Jugend viel zu : neues Bil­dungs­pro­jekt „Sci­ence Inspires“.

For­schung muss bunt, cool, spek­ta­ku­lär und mit „Spaß­fak­tor“ auf­ge­peppt sein, sonst inter­es­sie­ren sich Jugend­li­che nicht dafür – das glau­ben zumin­dest viele Erwach­sene. Dabei ver­ges­sen sie, dass das Bedürf­nis, sich für sinn­volle Anlie­gen ein­zu­set­zen nicht erst mit der Voll­jäh­rig­keit auf­kommt. For­schen um Krank­hei­ten zu hei­len, ist etwas wofür sich junge Men­schen von sich aus begeis­tern. Man muss ihren Idea­lis­mus nur auf­grei­fen. Das tut das Inns­bru­cker Krebs­for­schungs­zen­trum Onco­ty­rol in sei­nem Schul­pro­jekt „Sci­ence Inspi­res“, das soeben vom Bun­des­mi­nis­te­rium für Ver­kehr, Inno­va­tion und Tech­no­lo­gie (BMVIT) bewil­ligt wor­den ist. „Wir trauen Kin­dern und Jugend­li­chen die Aus­ein­an­der­set­zung mit erns­ten und anspruchs­vol­len The­men zu. Außer­dem sehen wir es als Teil unse­rer unter­neh­me­ri­schen Ver­ant­wor­tung, den wis­sen­schaft­li­chen Nach­wuchs zu unter­stüt­zen“, sagt Onco­ty­rol-Geschäfts­füh­rer Bern­hard Hofer.

Wis­sen­schaft inspiriert
„Sci­ence Inspi­res“ wid­met sich gleich zwei Schwer­punk­ten, dar­un­ter der per­so­na­li­sier­ten Medi­zin, wie sie in Onco­ty­rol statt­fin­det. Die­ses Teil­pro­jekt fin­det in enger Zusam­men­ar­beit mit der Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Inns­bruck statt. „Es ist nach unse­rem Wis­sen öster­reich­weit das erste Schul­pro­jekt, das sich über­haupt mit Krebs­for­schung aus­ein­an­der­setzt. Auf dem Gebiet der Krebs­for­schung wie­derum ist die per­so­na­li­sierte Medi­zin einer der aktu­ells­ten und inno­va­tivs­ten Trends“, erklärt Onco­ty­rol-Pro­jekt­lei­te­rin Eli­sa­beth Lukasser-Vogl.
Der zweite Schwer­punkt des Pro­jekts ist nicht min­der her­aus­for­dernd, näm­lich die Ent­wick­lung pflanz­li­cher Arz­nei­mit­tel, unter ande­rem für Atem­wegs­er­kran­kun­gen, Frau­en­heil­kunde, Uro­lo­gie und Schmerz. „Sci­ence Inspi­res“ will den jun­gen Leu­ten ver­mit­teln, dass moderne Phar­ma­for­schung und Pflan­zen­heil­kunde kein Gegen­satz sind, son­dern dass die Ent­schlüs­se­lung des Wirk­stoff­po­ten­ti­als von Pflan­zen auf äußerst inno­va­ti­ven Tech­no­lo­gien basiert. Die­ses Prin­zip nennt sich Phy­to­nee­ring und ist die Kern-Kom­pe­tenz des Fir­men­part­ners Biono­rica rese­arch GmbH Inns­bruck, die an dem Pro­jekt aktiv teil­nimmt. Ein wei­te­rer Part­ner in dem Pro­jekt ist das MCI Manage­ment Cen­ter Inns­bruck, das eine tra­gende Rolle im Durch­füh­ren von Work­shops und Prak­tika spielt.
 
Mäd­chen und Forschung
Ein beson­de­res Anlie­gen von “Sci­ence inspi­res“ ist es, vor allem Mäd­chen medi­zi­ni­sche, tech­ni­sche und natur­wis­sen­schaft­li­che Kar­rie­ren näher­zu­brin­gen. Dies­be­züg­lich wird das Pro­jekt durch die Koor­di­na­ti­ons­stelle für Gleich­stel­lung, Frau­en­för­de­rung und Geschlech­ter­for­schung der Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Inns­bruck unter der Lei­tung von Univ.-Prof. Mar­ga­re­the Hoch­leit­ner mit ihrer lang­jäh­ri­gen Erfah­rung in die­sem Bereich unterstützt.
Als Bil­dungs­part­ner sind die drei Inns­bru­cker Gym­na­sien BORG, BRG Adolf-Pich­ler-Platz und WRG Ursu­li­nen, sowie die Volks­schule Ang­er­gasse und der Kin­der­gar­ten der Medi­zin-Uni­ver­si­tät beteiligt.
 „Sci­ence Inspi­res“ ist als eines von 11 Pro­jek­ten in der Aus­schrei­bung „Talente regio­nal“ zum Zug gekom­men. 35 Pro­jekt­ideen waren ein­ge­reicht wor­den. Es gehört zu einem der ganz weni­gen Schul­pro­jek­ten die­ser Art, die bis­lang in West­ös­ter­reich durch­ge­führt wur­den. Neben den tra­di­tio­nell übli­chen Exkur­sio­nen, Work­shops und Vor­trä­gen zeich­net sich „Sci­ence Inspi­res“ durch eine Beson­der­heit aus : Die Jugend­li­chen kön­nen im Rah­men der neuen Matura eine vor­wis­sen­schaft­li­che Arbeit zu einem brand­hei­ßen For­schungs­thema durch­füh­ren, und wer­den dabei von Men­to­ren unter­stützt. Eli­sa­beth Lukas­ser-Vogl beschreibt das über­ge­ord­nete Ziel des Pro­jekts wie folgt : „Wir wol­len Jugend­li­chen zei­gen, wie das Berufs­ziel For­schung in der Wirk­lich­keit aus­sieht und wie es sich anfühlt, selbst zu for­schen. Dabei haben wir ins­be­son­dere Mäd­chen im Blick. Jün­gere Kin­der, für die die Berufs­wahl noch weit ent­fernt ist, wol­len wir an die The­men Krebs­for­schung und Arz­nei­mit­tel­ent­wick­lung her­an­füh­ren.“ „Sci­ence inspi­res“ star­tet am ers­ten August und läuft ein­ein­halb Jahre. Das Minis­te­rium stellt knapp 60000 Euro zur Ver­fü­gung, von denen 10 000 Euro über soge­nannte Koope­ra­ti­ons­zu­schüsse für natur­wis­sen­schaft­lich Pro­jekte an wei­tere inter­es­sierte Päd­ago­gen ver­ge­ben wer­den können.

Autor:
22.06.2012

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