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Krebs­the­ra­pie mit geklon­ten Viren

Die Med-Uni Inns­bruck bekommt fünf­tes Chris­tian Doppler-Labor.

Die Medi­zi­ni­sche Uni­ver­si­tät Inns­bruck bekommt ein fünf­tes Chris­tian Dopp­ler-Labor. Das CD-Labor für virale Immun­the­ra­pie von Krebs wird in den kom­men­den sie­ben For­schungs­jah­ren mit rund 4,7 Mil­lio­nen Euro (davon 2,35 Mil­lio­nen von der öffent­li­chen Hand) geför­dert, heißt es in einer Aussendung.
Damit wur­den seit 2015 bereits fünf CD-Labore der anwen­dungs­ori­en­tier­ten Grund­la­gen­for­schung an der Medi­zi­ni­schen Uni­ver­si­tät Inns­bruck ein­ge­rich­tet. “Das neue Labor glie­dert sich ideal in unse­ren onko­lo­gisch-immu­no­lo­gi­schen For­schungs­schwer­punkt ein”, erklärt die Rek­to­rin der Med-Uni Inns­bruck, Helga Fritsch.
Für die Behand­lung von fort­ge­schrit­te­nem Krebs habe sich die Immun­the­ra­pie als viel­ver­spre­chend erwie­sen, doch nicht alle Pati­en­ten wür­den davon pro­fi­tie­ren. Das neue CD-Labor soll an Wegen for­schen, einer­seits die Wirk­sam­keit bekann­ter Krebs­the­ra­pien mit­tels onk­oly­ti­scher, also krebs­tö­ten­der, Viren zu ver­bes­sern und ande­rer­seits die Reich­weite immun­the­ra­peu­ti­scher Ansätze durch die Kom­bi­na­tion mit der Virus­the­ra­pie zu vergrößern.

Potente Wirk­stof­fen der Immuntherapie
Als onk­oly­ti­sches Virus kommt VSV-GP zum Ein­satz. Das aus einer Kom­bi­na­tion zweier für den Men­schen als harm­los gel­ten­der Viren gene­rierte VSV-GP ist vor der vor­schnel­len Erken­nung durch das Immun­sys­tem geschützt. Infi­ziert dann die­ses Virus eine Krebs­zelle, wird hin­ge­gen das Immun­sys­tem akti­viert, was wie­derum zur Krebs­the­ra­pie genutzt wer­den kann.
“Eine wesent­li­che Eigen­schaft des VSV-GP-Virus ist neben der direk­ten Zer­stö­rung von infi­zier­ten Tumor­zel­len auch die ver­stär­kende Akti­vie­rung der kör­per­ei­ge­nen Tumor-gerich­te­ten Immun­ant­wort zur Zer­stö­rung des Kreb­ses mit­tels anti­tu­mo­ra­ler T‑Zellen. Durch die Kom­bi­na­tion mit Krebs­vak­zi­nen oder mit soge­nann­ten Check­point-Inhi­bi­to­ren (CPIs) — sehr poten­ten Wirk­stof­fen der Immun­the­ra­pie — kann diese Akti­vie­rung noch ver­stärkt wer­den”, sagt Labor­lei­ter Guido Wollmann. 

Autor: APA-Science/red/stem
26.05.2017

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