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© pexels/michaelangelo buonarroti

Künst­li­che Intel­li­genz als Chance

Jeder zweite Mensch setzt mitt­ler­weile Künst­li­che Intel­li­genz (KI) im All­tag ein. Mehr­heit glaubt an nach­hal­tige Ver­än­de­rung der Gesell­schaft. Deut­scher Bit­kom-Ver­band for­dert im Rah­men von Stu­die Leit­li­nien für KI-Einsätze.

Chat­bots ant­wor­ten druck­reif auf alle gestell­ten Fra­gen oder eine Appli­ka­tion (App) malt ein Bild nach Anwei­sung und im gewünsch­ten Stil. Sehr viele Men­schen nut­zen und pro­bie­ren schon län­ger aus, was Künst­li­che Intel­li­genz mitt­ler­weile tat­säch­lich leis­ten kann. Rund drei Vier­tel der Deut­schen (73 Pro­zent) sind inzwi­schen der Mei­nung, dass KI eine Chance ist. 24 Pro­zent ver­bin­den KI mit Gefahr. 

Hohe Erwar­tun­gen in der Bevöl­ke­rung an KI
Das ist das Ergeb­nis einer Umfrage unter 1.007 Per­so­nen (ab 16 Jah­ren) in Deutsch­land im Auf­trag des Digi­tal­ver­bands Bit­kom. „Wir erle­ben bei der Künst­li­chen Intel­li­genz gerade einen his­to­ri­schen Moment : Erst­mals spre­chen Com­pu­ter wirk­lich unsere Spra­che und wir müs­sen nicht mehr die Spra­che der Com­pu­ter ler­nen, um sie zu ver­ste­hen oder anzu­lei­ten“, sagt Achim Berg, Prä­si­dent von Bit­kom. „Künst­li­che Intel­li­genz wird die Tech­no­lo­gie des Jah­res 2023 und in den kom­men­den Jah­ren die Welt stär­ker ver­än­dern, als es große Inno­va­tio­nen wie das Smart­phone getan hat.“
Acht­zig Pro­zent der Deut­schen sind über­zeugt, dass KI die Wett­be­werbs­fä­hig­keit der deut­schen Wirt­schaft stär­ken wird – vor drei Jah­ren lag der Anteil noch bei 66 Pro­zent. Zwei Drit­tel (66 Pro­zent) wün­schen sich heute, dass KI genutzt wird, wenn die Tech­no­lo­gie ihnen kon­krete Vor­teile bringt, etwa in der Medi­zin oder im Ver­kehr. Und rund die Hälfte gibt an, bereits heute im All­tag regel­mä­ßig Pro­dukte und Dienste wie etwa KI-gestützte Sprach­as­sis­ten­ten zu nutzen. 

Leit­li­nien für den Ein­satz von KI
Umge­kehrt fürch­tet rund ein Drit­tel (35 Pro­zent), dass der Mensch durch Maschi­nen ent­mün­digt wird. 2020 waren das noch höhere 46 Pro­zent. 26 Pro­zent mei­nen, dass KI die gro­ßen Erwar­tun­gen nicht erfül­len wird. Und knapp neun­zig Pro­zent wün­schen sich aber zugleich, dass KI-Soft­ware in Deutsch­land beson­ders gründ­lich geprüft und erst nach Zulas­sung in Gerä­ten genutzt wer­den darf. Ein Drit­tel ein Ver­bot von KI in bestimm­ten Anwen­dungs­be­rei­chen. „Wir brau­chen Leit­li­nien für den Ein­satz von KI und die müs­sen so aus­ge­stal­tet wer­den, dass der Nut­zen von KI maxi­miert und Risi­ken mini­miert wer­den“, so Berg vom Bitkom-Verband.

Wei­tere Ergeb­nisse der Bit­kom-Stu­die zei­gen, dass die meis­ten Men­schen mei­nen, dass Künst­li­che Intel­li­genz unsere Gesell­schaft in den kom­men­den Jah­ren spür­bar ver­än­dern wird. 28 Pro­zent mei­nen, die Ver­än­de­run­gen sind bereits fest­stell­bar, 30 Pro­zent erwar­ten das in den kom­men­den fünf Jah­ren, 13 Pro­zent in den nächs­ten zehn und 11 Pro­zent in den nächs­ten 20 Jah­ren. Nur 8 Pro­zent rech­nen damit frü­hes­tens in mehr als 20 Jah­ren und gerade ein­mal 4 Pro­zent glau­ben, dass KI die Gesell­schafft nie spür­bar ver­än­dern wird. 

Autor: red/czaak
28.02.2023

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