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© Pexels.com/Alex Knight

Künst­li­che Intel­li­genz für KMU

Ober­ös­ter­reich star­tet neues For­schungs­pro­jekt KI-NET. Grenz­über­schrei­tende Platt­form soll spe­zi­ell für KMU Wis­sen und Anwen­dun­gen aus Ober­ös­ter­reich, Salz­burg, Tirol und Bay­ern bündeln.

Für Klein- und Mit­tel­be­triebe stellt der Ein­satz von Künst­li­cher Intel­li­genz in der Pro­duk­tion eine beson­dere Her­aus­for­de­rung dar. Das neue grenz­über­schrei­tende For­schungs­pro­jekt KI-NET soll unter der Feder­füh­rung des ober­ös­ter­rei­chi­schen Soft­ware Com­pe­tence Cen­ter Hagen­berg (SCCH) den Ein­satz von Künst­li­cher Intel­li­genz in Pro­duk­ti­ons- und Instand­hal­tungs­pro­zes­sen für KMU erleich­tern. Das Pro­jekt wird vom INTER­REG-Pro­gramm der EU gefördert.

Ober­ös­ter­reich als Vor­rei­ter beim Thema KI für KMU
„Fünf Pro­jekt­part­ner aus Ober­ös­ter­reich, Salz­burg, Tirol und Bay­ern bün­deln hier über die Lan­des­gren­zen hin­aus ihr Know-how, um eine für Europa und ins­be­son­dere auch den Wirt­schafts­raum Ober­ös­ter­reich-Bay­ern wesent­li­che Reindus­tria­li­sie­rung mit den neu­es­ten Tech­no­lo­gien vor­an­zu­trei­ben“, erläu­tert Mar­kus Ach­leit­ner, Wirt­schafts- und For­schungs-Lan­des­rat in OÖ. „KI-NET bie­tet eine große Chance für Ober­ös­ter­reich, Vor­rei­ter im Thema KI zu sein“, betont Achleitner.

Das Pro­jekt KI-NET erhielt Anfang des Jah­res den Zuschlag mit einem Bud­get von 1,32 Mio. Euro bei 30 Mona­ten Lauf­zeit. Die För­der­quote für das SCCH beträgt dank der 10-pro­zen­ti­gen Kofi­nan­zie­rung des Lan­des Ober­ös­ter­reich 85 Pro­zent. Die Pro­jekt­part­ner von KI-NET sind das Hagen­berg SCCH (Bereich Data- & Soft­ware Sci­ence), FH Salz­burg (Infor­ma­ti­ons­tech­nik & Sys­tem­ma­nage­ment), Hoch­schule Kemp­ten (Fakul­tät Elek­tro­tech­nik), Tech­ni­sche Hoch­schule Rosen­heim (Fakul­tät für Infor­ma­tik) und die Uni­ver­si­tät Inns­bruck (Seman­tic Tech­no­logy Institute/​STI).

Grenz­über­grei­fen­des Kompetenz-Netzwerk
„Pri­mä­res Ziel von KI-NET ist die Ent­wick­lung eines grenz­über­grei­fen­den Kom­pe­tenz-Netz­werks, wel­ches grund­le­gende Bau­steine für die KI-basierte Opti­mie­rung unter­sucht und erforscht. Damit sol­len Erkennt­nisse gewon­nen wer­den, in wel­chen Berei­chen der indus­tri­el­len Fer­ti­gung KI nutz­brin­gend ein­ge­setzt wer­den kann, wie KI-basierte Fer­ti­gungs­sys­teme auf­ge­baut wer­den kön­nen und wel­che Tech­no­lo­gien, Metho­den und Ver­fah­ren dazu nötig sind“, ergänzt Achleitner.
 
Im Rah­men von KI-NET wer­den etwa 3 Soft­ware-Pro­to­ty­pen als Best-Prac­tice-Bei­spiele ent­wi­ckelt : „Digi­tale Zwil­linge“, „Ler­nende Sys­teme“ und „Sys­tems Engi­nee­ring“. „In den drei Berei­chen kann anhand der Soft­ware-Pro­to­ty­pen exem­pla­risch gezeigt wer­den, wie KI-basierte Soft­ware in der indus­tri­el­len Fer­ti­gung ein­ge­setzt wer­den kann. KMUs kön­nen sich mit ihren Fra­gen­stel­lun­gen an das Kon­sor­tium wen­den und erhal­ten dort Bera­tung, wel­ches die pas­sende oder beste Methode für ihren Use Case ist“, erklärt Bern­hard Freu­den­tha­ler, Lei­ter des Bereichs Data Sci­ence am SCCH.

Das INTER­REG Öster­reich-Bay­ern Programm
Das INTER­REG Öster­reich-Bay­ern Pro­gramm 2014 – 2020 för­dert grenz­über­schrei­tende Pro­jekte im Bereich der unter­neh­mens­be­zo­ge­nen For­schung, Ent­wick­lung und Inno­va­tion. „Öster­reich und Bay­ern haben eine sehr gut auf­ge­stellte KMU-Land­schaft im Bereich Pro­duk­tion und Fer­ti­gung. Des­halb war unser Ansatz, hier nicht nur lokal und koope­ra­tiv mit ein­zel­nen Unter­neh­men zu for­schen, son­dern auch fünf regio­nen­über­grei­fende Part­ner zusam­men­zu­brin­gen“, so Freu­den­tha­ler, der neben sei­ner For­schungs­tä­tig­keit am SCCH auch schon zahl­rei­che inter­na­tio­nale For­schungs­pro­jekte koor­di­niert hat.
 
Das Soft­ware Com­pe­tence Cen­ter Hagen­berg GmbH (SCCH) ist ein unab­hän­gi­ges For­schungs­zen­trum und zählt zu den Betei­li­gungs­ge­sell­schaf­ten der Upper Aus­trian Rese­arch GmbH (Anm. Leit­ge­sell­schaft für For­schung des Lan­des OÖ). Seit sei­ner Grün­dung 1999 setzt das Kom­pe­tenz­zen­trum auf anwen­dungs­ori­en­tierte For­schung und Ent­wick­lung mit dem Schwer­punkt auf Data & Soft­ware Sci­ence und Koope­ra­tio­nen mit Part­nern aus Wis­sen­schaft und Wirt­schaft. Der FE- und Tech­no­lo­gie­park Hagen­berg wurde sei­ner­zeit von Bruno Buch­ber­ger initiiert.

Grün­dungs­part­ner war etwa die Johan­nes-Kepp­ler-Uni in Linz (JKU). Das COMET-Zen­trum Soft­ware Com­pe­tence Cen­ter Hagen­berg wird im Rah­men der COMET-För­der­pro­gramm­li­nie (COMET – Com­pe­tence Cen­ters for Excel­lent Tech­no­lo­gies) durch das BM für Kli­ma­schutz, Umwelt, Ener­gie, Mobi­li­tät, Inno­va­tion und Tech­no­lo­gie (BMK), das BM für Digi­ta­li­sie­rung und Wirt­schaft (BMDW) und Land Ober­ös­ter­reich geför­dert. Die Abwick­lung der Pro­gramm­li­nie COMET pas­siert durch die Öster­rei­chi­sche For­schungs- und För­der­ge­sell­schaft (FFG).

hello world!
Autor: red/czaak
09.03.2020

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