Zum Inhalt
© Pexels.com/Engin Akyurt

Künst­li­che Intel­li­genz in der ortho­pä­di­schen Medizin

Radio­lo­gie und Ortho­pä­die des Lud­wig Maxi­mi­lian Kli­ni­kums Mün­chen füh­ren KI-basierte Bild­ana­ly­se­platt­form ein. Digi­tale Ana­ly­se­ver­fah­ren immer öfter auch an ande­ren medi­zi­ni­schen Ein­rich­tun­gen in EU und USA im Einsatz.

Welt­weit lei­den mehr Men­schen an Erkran­kun­gen des Mus­kel-Ske­lett-Sys­tems als an Erkran­kun­gen des Kreis­lauf- oder Atmungs­sys­tems. Bei den Dia­gno­se­me­tho­den ist immer noch die manu­elle Inter­pre­ta­tion von Rönt­gen- oder MRT-Bil­dern durch geschulte Exper­ten die Norm. Diese Metho­den sind aller­dings nicht stan­dar­di­siert und stark von indi­vi­du­el­len Kom­pe­ten­zen abhängig. 

Struk­tu­rierte Bewer­tung und Weiterentwicklung
Die von Image­Bio­psy Lab (IB Lab) ent­wi­ckelte KI-basierte MSK-Platt­form soll nun­mehr eine neu­ar­tige Mög­lich­keit bie­ten, Bild­da­ten effi­zi­ent in objek­tive und struk­tu­rierte Gesund­heits­in­for­ma­tio­nen zu über­set­zen. Die radio­lo­gi­schen und ortho­pä­di­schen Abtei­lun­gen des Kli­ni­kums der Lud­wig-Maxi­mi­li­ans-Uni­ver­si­tät Mün­chen (LMU-Kli­ni­kum) füh­ren die KI-basierte Bild­ana­ly­se­platt­for­men nun für die Beur­tei­lung von mus­ku­los­ke­letta­len (MSK) Erkran­kun­gen ein. 

Das inno­va­tive Ana­ly­se­ver­fah­ren ist bereits in meh­re­ren ande­ren medi­zi­ni­schen und aka­de­mi­schen Ein­rich­tun­gen in der EU und den USA im kli­ni­schen Ein­satz. Die mehr­jäh­rige Part­ner­schaft in Mün­chen hat zum Ziel, die Dia­gnos­tik von Kno­chen­er­kran­kun­gen für päd­ia­tri­sche und erwach­sene Anwen­dungs­fälle struk­tu­riert zu bewer­ten und weiterzuentwickeln.

Meh­rere Module für unter­schied­li­che Körperregionen
Die KI-basierte Platt­form soll dabei eine stan­dar­di­sierte, effek­tive und prä­zise Beur­tei­lung von chro­ni­schen mus­ku­los­ke­letta­len (MSK) Erkran­kun­gen bei päd­ia­tri­schen und erwach­se­nen Pati­en­ten ermög­li­chen. Sie bie­tet eine Reihe von Modu­len, die für bestimmte Kno­chen­sys­teme des Kör­pers wie Knie, Hüfte, Hand, Wir­bel­säule und andere opti­miert sind. 

Meh­rere Abtei­lun­gen des LMU-Kli­ni­kums wer­den nun auf diese KI zugrei­fen, um die Dia­gnose mit Fokus auf ver­schie­dene Pati­en­ten­po­pu­la­tio­nen und auf gemein­sam mit dem ebenso ansäs­si­gen Image­Bio­psy Lab (IB Lab) defi­nierte Aspekte zu opti­mie­ren. Sie rei­hen sich damit in eine wach­sende Zahl inter­na­tio­na­ler medi­zi­ni­scher Ein­rich­tun­gen ein, die den KI-Ein­satz im kli­ni­schen Umfeld validieren.

Autor: red/mich/cc
28.10.2022

Weitere aktuelle Artikel

Anwen­dun­gen im Welt­raum, in der Hoch­en­er­gie­phy­sik oder für Quan­ten­com­pu­ter. Her­kömm­li­che Elek­tro­nik ver­sagt bei Tem­pe­ra­tu­ren knapp über dem abso­lu­ten Null­punkt. Die TU Wien ent­wi­ckelt nun einen Weg über adap­tive Transistoren. Elek­tro­nik kann Pro­bleme bekom­men, wenn sie zu heiß wird, siehe etwa ent­spre­chende Aus­fälle bei der Küh­lung eines Lap­tops. Elek­tro­ni­sche Schal­tun­gen kön­nen aber auch bei extre­mer Kälte […]
AIT ent­wi­ckelt neu­ar­tige Bio­sen­so­ren für prä­zi­sere Dia­gnos­tik von Blut­pro­ben. Gegen­über bis­he­ri­gen Ver­fah­ren soll neue Vari­ante zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen für medi­zi­ni­sche Beur­tei­lung brin­gen und weni­ger res­sour­cen­in­ten­siv sein.  Die soge­nannte „Liquid Bio­psy“ gilt in der moder­nen Medi­zin als gro­ßer Fort­schritt. Diese Form der Unter­su­chung kann Gewe­be­ana­ly­sen ergän­zen und zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen für die medi­zi­ni­sche Beur­tei­lung sowie wert­volle Rück­schlüsse für die […]
Med Uni Inns­bruck lei­tet inter­na­tio­nale Zulas­sungs­stu­die einer neuen The­ra­pie von Par­kin­son mit Wirk­stoff Pra­si­ne­zu­mab. Aktu­elle Ergeb­nisse der kli­ni­schen Phase II-Stu­die als Basis für erste „Par­kin­son-Imp­fung“ nun im renom­mier­ten Fach­jour­nal The Lan­cet veröffentlicht. Par­kin­son gehört zu den am schnells­ten zuneh­men­den Krank­hei­ten. Welt­weit lei­den daran rund 20 Mil­lio­nen Men­schen, bis 20250 sol­len es über 25 Mil­lio­nen sein. […]
Insti­tut für Demo­gra­phie der ÖAW ent­wi­ckelt neues Gebur­ten­ba­ro­me­ter für umfas­sende Ana­ly­sen zur Fer­ti­li­tät in Öster­reich. Immer mehr Frauen wol­len kin­der­los blei­ben, Zwei-Kind-Fami­lien häu­figs­tes Modell, Trend zu spä­ter Mut­ter­schaft, ältere Väter mit jün­ge­ren Partnerinnen. Das neue Gebur­ten­ba­ro­me­ter des Insti­tuts für Demo­gra­phie der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten ermög­licht viel­fäl­tige und umfas­sende Ana­ly­sen von aktu­el­len Daten zur Fer­ti­li­tät […]
Mit Hilfe von Was­ser kön­nen bestimmte Mine­ra­lien schäd­li­ches CO2 aus der Atmo­sphäre holen und rasch in fes­tes Car­bo­nat umwan­deln. Die TU Wien konnte die­sen mine­ra­lo­gi­schen Mecha­nis­mus nun nachweisen. Steine kön­nen Koh­len­di­oxid bin­den – und das weit­aus schnel­ler als bis­her bekannt und ange­nom­men. Bis dato wur­den lang­wie­rige und ent­spre­chend lang­same Pro­zesse für die Umwand­lung von CO2 in […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram