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© FHStP/Christian Spadt

Künst­li­che Intel­li­genz und die IT-Sicherheit

FH St. Pöl­ten wid­mete sich in Kon­fe­renz neuen Ent­wick­lun­gen rund um die Sicher­heit von IT-Sys­te­men. Ein geson­der­ter Fokus betraf die Berei­che Künst­li­che Intel­li­genz und Cyber-Security.

Die Ver­an­stal­tung „IT Secu­rity Com­mu­nity Exch­ange (IT-SECX)“ der Fach­hoch­schule St. Pöl­ten dient als Platt­form für den Aus­tausch von Wis­sen und Infor­ma­tio­nen über neue Ent­wick­lun­gen im Bereich der IT-Sicher­heit. Unter dem dies­jährigen Motto „AI & Secu­rity“ lag der Schwer­punkt bei Künst­li­cher Intel­li­genz im Kon­text von Cyber Secu­rity. Exper­ten prä­sen­tier­ten dabei aktu­elle For­schungs­pro­jekte und Praxisberichte.

Schutz von KI-Sys­te­men und das soge­nannte Red Team­ing als Strategie
Künst­li­che Intel­li­genz (KI) wird häu­fig als gene­ri­sches Ver­bes­se­rungs­mit­tel geprie­sen, das Arbeits­pro­zesse ver­ein­facht und Ergeb­nisse opti­miert und das gilt auch im Bereich der Cyber Secu­rity. KI steht aller­dings nicht nur den Ver­tei­di­gern zur Ver­fü­gung, son­dern auch den Angrei­fern. KI kann also nicht nur die Qua­li­tät der Detek­tion von Bedro­hun­gen stei­gern, son­dern etwa auch die Kom­ple­xi­tät von Angrif­fen. Trotz­dem kann KI ins­be­son­dere die Auto­ma­ti­sie­rung von Sicher­heits­pro­zes­sen ver­bes­sern und das inklu­diert dann auch die Effi­zi­enz von etwaig knap­pen Res­sour­cen im Bereich der Cyber Security. 
 
Bei der Ver­an­stal­tung erläu­terte dann Daniel Fabian im Eröff­nungs­vor­trag die zen­trale Rolle von geg­ne­ri­schen Tests (Anm. Red Team­ing als engl. Fach­be­griff) bei der Siche­rung von KI-Funk­tio­nen und ‑Pro­duk­ten. Der Lei­ter des Machine Lear­ning Red Teams bei Google Zürich ging dabei auf die ver­schie­de­nen For­men des KI Red Team­ing ein, dar­un­ter Con­tent-Sicher­heits­prü­fun­gen, Tests gefähr­li­cher Fähig­kei­ten und geg­ne­ri­schen Simu­la­tio­nen. Fabian zeigte, wel­che Metho­den und Tech­no­lo­gien Angrei­fer nut­zen kön­nen, um KI-Sys­teme zu mani­pu­lie­ren oder gezielt anzugreifen. 

Offense, Defense oder OT-Secu­rity als spe­zi­fi­sche Themenkreise
Neben dem The­men­be­reich „AI & Secu­rity“ wur­den vier wei­tere Pro­gramm­schwer­punkte erläu­tert. Dar­un­ter Offense/​Pentesting, Defense/​Detection und die immer wich­ti­ge­ren Berei­che der soge­nann­ten Ope­ra­tion Tech­no­logy (OT) & Indus­trial Secu­rity, wo neben tech­ni­schen The­men auch die neuen gesetz­li­chen Regu­la­rien rund um NIS2 behan­delt wur­den. Wei­tere The­men waren dann noch Code Ana­lyse über Infor­ma­ti­ons­si­cher­heits­me­tri­ken und Secu­rity Awareness. 

„Die IT-SECX hat ein­drucks­voll gezeigt, dass die Secu­rity-Com­mu­nity sich inten­siv mit dem Thema künst­li­che Intel­li­genz aus­ein­an­der­setzt. Die hoch­ka­rä­ti­gen Expert:innen boten uns fas­zi­nie­rende Ein­bli­cke in ver­schie­dene aktu­elle Her­aus­for­de­run­gen und Ent­wick­lun­gen“, so Tho­mas Brand­stet­ter, Orga­ni­sa­tor und Vor­sit­zen­der des Pro­gramm­ko­mi­tees der IT-SECX. Anga­ben zufolge besuch­ten die Ver­an­stal­tung rund 750 Teilnehmer:innen.

Autor: red/cc
22.10.2024

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