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Labor statt Ver­such und Irrtum

Ein neues CD-Labor in Linz soll die Plan­bar­keit von Indus­trie­pro­zes­sen erhöhen.

Das Zusam­men­spiel von Gasen, Flüs­sig­kei­ten und Par­ti­kel in indus­tri­el­len Pro­zes­sen, etwa in Hoch­öfen oder Bio­re­ak­to­ren, soll in einem neuen Chris­tian Dopp­ler-Labor an der Uni­ver­si­tät Linz unter­sucht wer­den. Mit einem Gesamt­bud­get von zwei Mil­lio­nen Euro wol­len die For­scher sol­che Vor­gänge bere­chen- und damit plan­bar machen.
Wenn Gase, Flüs­sig­kei­ten oder Fest­stoffe in Pro­zes­sen inter­agie­ren, spre­chen Wis­sen­schaft­ler von Mehr­pha­sen­pro­zes­sen. Das pas­siert bei­spiels­weise in Wir­bel­schicht­re­ak­to­ren, wie sie etwa zur Her­stel­lung von Poly­me­ren oder für bio­tech­no­lo­gi­sche Anwen­dung in Bio­mas­se­re­ak­to­ren ein­ge­setzt wer­den. Bis­her war man beim Ent­wurf sol­cher Reak­to­ren jedoch auf das Prin­zip Ver­such und Irr­tum ange­wie­sen, da man die kom­ple­xen Pro­zesse man­gels Rech­ner­ka­pa­zi­tät nicht berech­nen konnte.

Feh­ler­ana­lyse
Im neuen „CD-Labor für Mehrska­len­mo­del­lie­rung mehr­pha­si­ger Pro­zesse“, das von Simon Schnei­der­bauer vom Depart­ment of Par­ti­cu­late Flow Model­ling der Uni Linz gelei­tet wird, sol­len nicht nur neue Reak­to­ren designt, son­dern auch die Feh­ler­ana­lyse bei Pro­zess­aus­fäl­len erleich­tert wer­den. Unter­neh­mens­part­ner sind die Borea­lis AG, die Prime­tals Tech­no­lo­gies GmbH und die voest­al­pine Stahl Linz.
In den der­zeit rund 80 CD-Labors koope­rie­ren Wis­sen­schaft­ler mit Unter­neh­men in der anwen­dungs­ori­en­tier­ten Grund­la­gen­for­schung. Die Labors wer­den von der öffent­li­chen Hand und den betei­lig­ten Fir­men gemein­sam finan­ziert, wich­tigs­ter För­der­ge­ber der Chris­tian-Dopp­ler-Gesell­schaft (CDG) ist das Wirtschaftsministerium. 

Autor: APA-Science/red/stem
20.05.2016

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