Zum Inhalt
© Piqs.de/ritch

Lan­des­weite Platt­form für Künst­li­che Intel­li­genz (KI)

Deutsch­land star­tet bun­des­weite KI-Platt­form für Unter­neh­men. Kon­sor­tium rund um Soft­ware-Spe­zia­lis­ten, For­schungs­zen­tren und Ver­band Eco erhält posi­ti­ves Gut­ach­ten des deut­schen Wirtschaftsministeriums.

Ein vom deut­schen Ver­band eco unter­stütz­tes KI-Kon­sor­tium erhält beim Inno­va­ti­ons­wett­be­werb des deut­schen Bun­des­mi­nis­te­ri­ums für Wirt­schaft und Ener­gie (BMWi) eine För­der­emp­feh­lung zur Ent­wick­lung einer lan­des­wei­ten Platt­form für Künst­li­che Intel­li­genz (KI). Das Kon­sor­tium ent­wi­ckelt nun­mehr Vor­schläge und Ser­vices für die bran­chen­über­grei­fende Nut­zung von KI für Unter­neh­men mit spe­zi­el­lem Fokus auf den Mit­tel­stand. Ziel­set­zung ist Stär­kung und Siche­rung der lang­fris­ti­gen Wett­be­werbs­fä­hig­keit der Betriebe als Trei­ber für volks­wirt­schaft­lich rele­vante Öko­sys­teme, so auch das Thema des BMWi-Wettbewerbes.

Das Pro­jekt „Ser­vice-Meis­ter“
Das „Ser­vice-Meis­ter“ getaufte Pro­jekt hat das Kon­sor­tium unter Lei­tung der USU Soft­ware AG zusam­men mit dem Karls­ru­her Insti­tut für Tech­no­lo­gie, der Beuth-Hoch­schule für Tech­nik Ber­lin und dem eco Ver­band ent­wor­fen. Ziel ist, eine KI-Platt­form pri­mär für den deut­schen Mit­tel­stand zu ent­wer­fen und dann ent­spre­chend zu entwickeln.
Die neue KI-Platt­form soll die wach­sende Kom­ple­xi­tät bei der Erbrin­gung von Dienst­leis­tun­gen im Rah­men von Betrei­ber­mo­del­len wie bei­spiels­weise im Bereich Machine-as-a-Ser­vice unter­stüt­zen und letzt­lich beherrsch- und umsetz­bar machen. Ein Bereich betrifft auch begrenzte betrieb­li­che Res­sour­cen, wo etwa bei feh­len­den Mit­ar­bei­tern mit Unter­stüt­zung ergän­zen­der Ser­vice-Bots markt­spe­zi­fi­sche Dienst­leis­tungs­an­ge­bote kos­ten­ef­fi­zi­ent und wett­be­werbs­fä­hig betreib­bar werden.

Öko­sys­tem für KMUs, Mit­tel­stand sowie Indus­trie und Konzernen
„Digi­ta­li­sier­tes Exper­ten­wis­sen ermög­licht es, wei­tere Part­ner im Öko­sys­tem zu schu­len, und das auch für hoch­wer­tige Dienst­leis­tun­gen“, erläu­tert Hen­rik Opper­mann von der USU Soft­ware AG aus Karls­ruhe. Die Pro­jekt-Platt­form „Ser­vice-Meis­ter „fokus­siert sich vorab auf die fol­gen­den drei für die Indus­trie wich­tige Bereiche.
Ein­mal die auto­ma­ti­sierte Erhe­bung des Vital­sta­tus der Maschine vor, wäh­rend und nach der War­tung. Als nächs­tes eine flot­ten­weite Platt­form zum Ver­bin­den von Meistern/​Technikern unter­ein­an­der. Und schließ­lich KI-basierte Chat-Bots, wel­che auto­ma­ti­siert die ver­füg­bare Menge an vor­lie­gen­den Berich­ten bezüg­lich Rou­ti­ne­auf­ga­ben und Abläu­fen ver­ste­hend lesen und die der Tech­ni­ker sodann kom­ple­men­tär konsultiert.

Lau­fende Erwei­te­rung der Projektpartner
Im Rah­men der nun anste­hen­den Wett­be­werbs­phase geht es darum, ein Öko­sys­tem mit KMUs, Mit­tel­stand sowie Indus­trie und Kon­zer­nen für War­tungs­wis­sen als gemein­schaft­li­che Platt­form zu ent­wer­fen. Ein zen­tra­ler Aspekt ist dabei die Ent­wick­lung pro­fi­ta­bler Daten­pro­dukte und die recht­li­che und tech­ni­sche Absi­che­rung hin­sicht­lich Daten­schutz und anzu­wen­den­der Sicherheitsmaßnahmen.
„Mit dem KI Bun­des­ver­band, dem Bun­des­ver­band der IT-Anwen­der (Voice), der Ver­ei­ni­gung der euro­päi­schen Auto­mo­bil­in­dus­trie (Enx) und For­schungs­part­nern wie For­schungs­zen­trum Infor­ma­tik (FZI) und Fraun­ho­fer-Ver­bund IUK-Tech­no­lo­gie sowie Mit­tel­stands­in­itia­ti­ven wie der Initia­tive Digi­tal und dem Netz­werk Trus­ted Cloud haben wir wei­tere starke Part­ner dabei“, betont Andreas Weiss vom eco Ver­band. Ebenso ein­ge­bun­den wer­den künf­tig eine Reihe von Indus­trie­un­ter­neh­men und IT-Dienst­leis­ter — hier „lau­fen gerade die Gesprä­che“, so eco zu eco­nomy auf Nach­frage zu Namen die­ser Unternehmen. 

Autor: red/czaak
21.03.2019

Weitere aktuelle Artikel

Nie­der­ös­ter­rei­chi­sches Insti­tut for Sci­ence and Tech­no­logy Aus­tria und TU Wien bekom­men meh­rere ERC Start­ing Grants des EU-For­schungs­rats. Allein ISTA holt fast zehn Mil­lio­nen Euro mit Pro­jek­ten zu KI, Astro­phy­sik, Bio­tech und Quan­ten­op­tik. TU Wien punk­tet mit Infor­ma­tik und Physik. Dass das nie­der­ös­ter­rei­chi­sche ISTA natio­nal und inter­na­tio­nal zu den erfolg­reichs­ten Wis­sen­schafts­ein­rich­tun­gen zählt ist mitt­ler­weile durch zahl­rei­che […]
Anwen­dun­gen im Welt­raum, in der Hoch­en­er­gie­phy­sik oder für Quan­ten­com­pu­ter. Her­kömm­li­che Elek­tro­nik ver­sagt bei Tem­pe­ra­tu­ren knapp über dem abso­lu­ten Null­punkt. Die TU Wien ent­wi­ckelt nun einen Weg über adap­tive Transistoren. Elek­tro­nik kann Pro­bleme bekom­men, wenn sie zu heiß wird, siehe etwa ent­spre­chende Aus­fälle bei der Küh­lung eines Lap­tops. Elek­tro­ni­sche Schal­tun­gen kön­nen aber auch bei extre­mer Kälte […]
AIT ent­wi­ckelt neu­ar­tige Bio­sen­so­ren für prä­zi­sere Dia­gnos­tik von Blut­pro­ben. Gegen­über bis­he­ri­gen Ver­fah­ren soll neue Vari­ante zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen für medi­zi­ni­sche Beur­tei­lung brin­gen und weni­ger res­sour­cen­in­ten­siv sein.  Die soge­nannte „Liquid Bio­psy“ gilt in der moder­nen Medi­zin als gro­ßer Fort­schritt. Diese Form der Unter­su­chung kann Gewe­be­ana­ly­sen ergän­zen und zusätz­li­che Infor­ma­tio­nen für die medi­zi­ni­sche Beur­tei­lung sowie wert­volle Rück­schlüsse für die […]
Med Uni Inns­bruck lei­tet inter­na­tio­nale Zulas­sungs­stu­die einer neuen The­ra­pie von Par­kin­son mit Wirk­stoff Pra­si­ne­zu­mab. Aktu­elle Ergeb­nisse der kli­ni­schen Phase II-Stu­die als Basis für erste „Par­kin­son-Imp­fung“ nun im renom­mier­ten Fach­jour­nal The Lan­cet veröffentlicht. Par­kin­son gehört zu den am schnells­ten zuneh­men­den Krank­hei­ten. Welt­weit lei­den daran rund 20 Mil­lio­nen Men­schen, bis 20250 sol­len es über 25 Mil­lio­nen sein. […]
Insti­tut für Demo­gra­phie der ÖAW ent­wi­ckelt neues Gebur­ten­ba­ro­me­ter für umfas­sende Ana­ly­sen zur Fer­ti­li­tät in Öster­reich. Immer mehr Frauen wol­len kin­der­los blei­ben, Zwei-Kind-Fami­lien häu­figs­tes Modell, Trend zu spä­ter Mut­ter­schaft, ältere Väter mit jün­ge­ren Partnerinnen. Das neue Gebur­ten­ba­ro­me­ter des Insti­tuts für Demo­gra­phie der Öster­rei­chi­schen Aka­de­mie der Wis­sen­schaf­ten ermög­licht viel­fäl­tige und umfas­sende Ana­ly­sen von aktu­el­len Daten zur Fer­ti­li­tät […]
magnifier
linkedin facebook pinterest youtube rss twitter instagram facebook-blank rss-blank linkedin-blank pinterest youtube twitter instagram