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Land­wirte sehen durch Kli­ma­wan­del auch Chancen

Neben mög­li­chen Schä­den sehen Land­wirte auch Posi­ti­ves im Kli­ma­wan­del, etwa frü­here Ernten.

Land­wirte, deren täg­lich Brot vom Wet­ter und Klima abhängt, sind vom Kli­ma­wan­del beson­ders betrof­fen. Sie haben unter­schied­li­che Wahr­neh­mun­gen und Stra­te­gien, mit den Ver­än­de­run­gen umzu­ge­hen, zeigt eine beim Öster­rei­chi­schen Kli­ma­tag an der Uni Wien prä­sen­tierte Umfrage.
Land­wirte fürch­ten Schä­den an den Böden, einen Rück­gang des Grund­was­sers sowie Ern­te­ver­luste durch Schäd­linge, Unwet­ter und Tro­cken­hei­ten, so Mag­da­lena Stöt­tin­ger von der Boku Wien, die eine qua­li­ta­tive Befra­gung von Bau­ern aus dem Most­vier­tel und der süd­öst­li­chen Stei­er­mark durch­ge­führt hat. Teils sehen sie in höhe­ren Tem­pe­ra­tu­ren aber auch Chan­cen, weil dann Pflan­zen schnel­ler wach­sen und frü­here Ern­ten sowie der Anbau neuer Kul­tur­sorten mög­lich werden.

Anpas­sung
“Vor allem, wenn die Wei­ter­füh­rung durch einen jun­gen Hof­nach­fol­ger in Aus­sicht ist, ermun­terte das die Land­wirte, ihre Betriebe an die neuen Umstände anzu­pas­sen”, berich­tete Stöt­tin­ger. Viel­fach seien sie über­zeugt, dass ein Umstieg auf umwelt­freund­li­che und natur­scho­nende Anbau­me­tho­den gleich­zei­tig einen gewis­sen Schutz etwa vor zuneh­men­den Extrem­ereig­nis­sen wie Stark­nie­der­schlä­gen bringt. “Auch die Mög­lich­keit, von den Ver­än­de­run­gen zu pro­fi­tie­ren, war recht moti­vie­rend für eine Anpas­sung”, sagte die For­sche­rin. Zum Bei­spiel wenn man vom Anbau von Getreide auf Wein umstel­len kann, mit dem ein höhe­rer Erlös zu erzie­len ist.
Grö­ßere Inves­ti­tio­nen wie etwa Bewäs­se­rungs­an­la­gen zie­hen aber einige Betriebe auf­grund der finan­zi­el­len Belas­tung nicht in Betracht, erklärte sie, und man­che wür­den sogar über­le­gen, die Land­wirt­schaft auf­zu­ge­ben. “Vor allem Obst­bau­ern, die durch einen Hagel oder Frost den Groß­teil ihrer Ernte und damit ihres Ein­kom­mens ver­lie­ren, sind rat­los, weil dies nun ein paar­mal hin­ter­ein­an­der pas­sierte”, sagte Stöttinger. 

Autor: APA-Science/red/stem
19.06.2017

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